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Phils WWE-Blog #24: Fired (up) - Monday Night RAW vom 19.05.2008

Kolumne

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Published on:
21.05.2008, 01:46 
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Herzlich Willkommen zu Phils WWE-Blog!

Das war eine gute Idee von mir, anstatt des Restes des Käfigmatches von Judgment Day stattdessen das Risiko einzugehen, bei RAW einzuschlafen. Denn die Show gestern Abend war so gut, dass meine Müdigkeit bereits nach wenigen Minuten verflogen war und bis jetzt nicht wieder aufgetaucht ist.

Phils WWE-Blog #24: Fired (up) - Monday Night RAW vom 19.05.2008

Eine Packung hochkarätiger Matches, kein Füllmaterial und Angles, die Auswirkungen auf Storylines hatten. So kann man RAW zusammenfassen. Wer also die Sendung noch nicht gesehen hat, sollte hier erstmal aufhören zu lesen und sich die Mühe machen, RAW vom Montag zu beschaffen. Es lohnt sich. Es war die beste RAW-Episode seit der Verabschiedung von Ric Flair und dabei insgesamt betrachtet die bessere Show.

Was mir gefallen hat:

* Energiegeladene Matches: Während die Hälfte der Matches bei Judgment Day ein wenig langsam wirkten, waren die Matches bei RAW deutlich schneller und actionreicher, was sich auch in einem lauten und zufriedenen Publikum niederschlug, das bis zum Ende lebhaft blieb. Mit dem Match des Abends Batista gegen Jericho, Hardy gegen Umaga und Kennedy gegen Regal gab es drei PPV-würdige Einzelmatches, von denen zwei sogar klar entschieden wurden. Auch der Main Event war gut, auch wenn man die vier beteiligten Wrestler in den letzten Wochen andauernd gegeneinander hat antreten sehen.

* Klar Schiff für One Night Stand: Während Judgment Day noch in der Woche vor der Show wie eine lästige Fliege behandelt wurde, stehen für One Night Stand bereits jetzt vier Matches fest, die zwar allesamt schonmal dagewesen sind, aber durch die verschiedenen "Extreme Rules"-Matchbedingungen zumindest ein wenig frischer wirken. Zwar liegt diese frühe Festlegung auch daran, dass man nur lächerliche zwei Wochen zwischen den Pay Per Views hat, aber man nimmt ja, was man kriegt. Zumindest HBK gegen Batista und Hardy gegen Umaga haben das Potenzial zum Match des Abends. Orton gegen Triple H wird damit zu kämpfen haben, dass man die beiden in ihren jetzigen Rollen mittlerweile schon zu häufig gegeneinander gesehen hat, aber unmöglich ist eine Überraschung auch hier nicht. JBL gegen Cena hat durch die First Blood-Bedingung mehr Potenzial, ein gutes Match zu werden, als es das JD-Match hatte. JBL in Brawls ist mir immer noch lieber als beim Matwrestling.

* Entthronung von William Regal: Die Gründe für diesen plötzlichen Abgang von Regal mögen außerhalb der Storylines liegen, doch die Art, wie man mit der Situation umgegangen ist, war erstklassig. McMahons Auftritt war eine nette Dreingabe, Regal verhielt sich professionell und das Publikum war unglaublich heiß darauf zu sehen, dass Regal gefeuert wird. Kennedy profitierte von dieser Abneigung gegen Regal stark. Auch zeigte er mit dem genialen Roundhouse Kick zum ersten Mal eine Babyface-Aktion, die mich nicht ganz daran zweifeln lässt, ob sein Turn eine gute Idee war. Trotzdem muss er an seinen Promos arbeiten, seine Mimik und Aussprache sind noch zu "heelisch" für meinen Geschmack. Es gibt einen Unterschied zwischen Face-arrogant und nervig-heelisch, und den hat Kennedy noch nicht ganz raus. Kommt aber vielleicht noch. Auch fand ich es genial, wie noch in der Show angedeutet wurde, welche Nachfolger es für Regals Amt geben könnte. Teddy Long war eine angenehme Überraschung (und das Publikum war meiner Meinung), doch auch Ted DiBiase warf seinen Namen in den Hut. Die Idee, dass sich Vince McMahon beim Million Dollar Man Anlegetipps für seine Millionen sucht, ist lustig und eine gute Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit.

* Piper's Pit von Santino Marella: Endlich ist der beste Comedy-Heel der WWE zurück in einer Sprechrolle. Santinos Version von Roddy Piper war schon gut, seine Promo natürlich noch besser. Was das Segment aber zu einem wirklichen Hit machte, war die unerwartete starke und lustige Promo und Einbindung von Cousin Sal, der zwar hin und wieder ein wenig verloren wirkte, aber in den entscheidenden Momenten am Mikrofon alles richtig machte und nicht nur beim Publikum für Lacher sorgte. Die größten Lacher hatte jedoch Santino zu verantworten, seine Kommentare über Viertklässler und zu seinen Plänen, die Tag Team Titel sowie Stone Cold Steve Austin zu besiegen, waren Gold wert.

* Randy Orton: Mit jeder Woche wird mein Respekt für Randy Orton größer. Er ist meiner Meinung nach ein fantastischer Heel geworden. Sein Psychoblick, seine schlangenhafte Art, wie er einen Gegner belauert oder attackiert und nicht zuletzt seine Haltung und deutlich verbesserten Mimiken sind Zeichen eines Superstars. In Promos könnte er manchmal ein bisschen weniger monoton klingen, aber noch passt es zu seinem Gimmick, also ist das eine milde Kritik. Übrigens muss ich mein Gemecker von gestern revidieren, mittlerweile ist mir seine neue Musik richtig ans Herz gewachsen und ich finde sie besser als seine alte. Orton ist derzeit nach Edge der zweitbeste Heel der WWE, gerade wo William Regal jetzt erstmal weg vom Fenster ist.

* Jericho-Batista-Michaels-Triangle: Die Fehde läuft jetzt zwei Monate ohne einen Heel, doch trotzdem wirkt sie frisch und ist interessant, gerade weil alles so unberechenbar erscheint. Alle drei Wrestler könnten quasi jederzeit zum Heel turnen oder es auch sein lassen, alle drei Wrestler haben bisher in den Matches erstklassige Arbeit geleistet (was in drei erstklassigen Matches bisher resultierte) und alle drei Wrestler zeigten auch Bestleistungen am Mikrofon. Wenn das so weitergeht, habe ich kein Zweifel daran, dass wir hier die Fehde des Jahres in seiner Entwicklung erleben. Und so wie es bisher läuft, kann diese Fehde noch Monate weitergehen. Gut für Michaels, Batista und Jericho. Und gut für mich, denn ich fühle mich von den dreien total unterhalten.

Was mir nicht gefallen hat:

* Melinas Gastkommentar: Wenn Vince McMahon jemals auf der Suche nach einem weiblichen Color-Kommentator ist und Melina in der Halle trifft... sollte er sich lieber wieder umdrehen. Sorry, Melina, das war leider gar nichts.

* Mickie James' Ohrringe: Ist sicherlich Geschmacksache, aber ich fühlte mich unangenehm bedrängt von diesen Mörderdingern. James sieht ohne bedeutend hübscher aus, zumindest in meinen Augen.

Was man von dieser Show gesehen haben sollte:

* Man merkt, ich habe nicht wirklich viel an der Show zu bemängeln gehabt. Und genau so will ich das haben. Schaut euch RAW an, das war von Anfang bis Ende eine sehr starke Ausgabe mit diversen nachhaltigen Entwicklungen und vielen erstklassigen Matches.

Bis morgen Abend zu ECW. Ich befürchte ja, dass die Sendung dem hohen Standard von RAW nicht folgen kann, aber vielleicht haben wir ja Glück und Mike Adamle kann wegen einer Erkältung nicht kommentieren...