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WWF WrestleMania VI

Review

Article information

WrestleMania VI
“The Ultimate Challenge”

Datum: 01.04.1990
Austragungsort: SkyDome in Ontario Kanada
Besucher: 67.678
Medium: VHS-Tape
Kommentatoren: Gorilla Monsoon / Jesse „The Body“ Ventura, im Deutschen wird leider ein schlechter Carsten Schäfer darüber gelegt, welcher von einer noch viel schlechtere Kommentatorin unterstützt wird

Willkommen zu meinem Review von WrestleMania VI. Mir liegt ein original Tape aus dem Jahr 1990 vor und auf dem Titelbild laden mich der Ultimate Warrior und Hulk Hogan mit ihren gebieterischen Posen zu knapp drei Stunden Unterhaltung ein. Auch auf den anderen Bildern der Hülle sind, wie nicht anders zu erwarten, Hulk Hogan und der Warrior zu sehen, damit man gleich weiß, wer hier den Main-Event gestalten wird.

Es beginnt mit einem Schwenk durch die Halle und Sean Mooney begrüßt mich. Leider quatscht auch Carsten Schäfer gleich dazwischen.. Dann folgt ein überhaupt nicht übertriebener Vorspann, der von Sternzeichen erzählt und unter diesen „powerful forces“ sind der Ultimate Warriors und Hulk Hogan „the most powerful“. Nun gut, da kann man mit Sicherheit anderer Meinung sein, aber egal. Ich frage mich nur welche Charakterzüge man wohl hätte, wenn man vom Sternzeichen Hulk Hogan statt Skorpion wäre.......


1.Kampf: "The Model" Rick Martel gegen „The Birdman“ Koko B. Ware

Als Eröffnungskampf ist diese Paarung mit Sicherheit nicht schlecht. Beide sind ganz gute Techniker, haben allerdings äußerst üble Gimmicks. Koko kommt als erstes zum Ring und flattert wie immer wild vor sich hin. Bei ihm ist Frankie, sein Papagei. Der Vogel wird auf einer Stange neben dem Ring abgesetzt und man sieht, dass der Vogel einiges mitmachen muss, denn irgendwie wirkt er nicht gesund. Das wirklich Schlimme wird mir aber erst jetzt klar, denn man benutzt entsetzlicher Weise wieder den gleichen fahrbaren Miniring, wie bei WrestleMania III, um die Akteure zum Ring zu bringen, anstatt sie laufen zu lassen. Man muss selber sehen wie dumm dieser fahrbare Ring ist, sows kann man nicht erklären.
Martel kommt wie üblich mit einem gewaltigen Zerstäuber voller „Arrogance“ zum Ring und kann schon jetzt nicht mehr aufhören sich selber zu genießen. Jesse Ventura ist völlig begeistert von Martel und fordert Gorilla Monsoon auf, sich Martels Körper und sein Gesicht anzusehen.
Martel nutzt die Gelegenheit, als Koko nach verbotenen Gegenständen abgesucht wird, um anzugreifen. Koko gelingt jedoch irgendwann nach einem Whipin in die Ringecke ein Flying Bodypress. Carsten und besonders die Frau kommentieren das Geschehen im Ring dabei wirklich grauenhaft schlecht. Koko zeigt nun zwei wirklich schöne Dropkicks gegen Martel, anschließend folgt ein Back Bodydrop. Dann befördert er „The Model“ nach draußen und lässt sich kurz feiern. Doch Martel kommt wieder rein und es folgt ein Slingshot in die Ringecke. Kurze Zeit später muss Koko jedoch raus, wobei ich kurz Angst hatte, dass er seinen Papagei umstößt. Martel schlägt und tritt nach seiner Rückkehr auf den armen Koko ein. Nach einem Side Backbreaker folgt der Boston Crab von Martel und er freut sich tierisch über diesen gelungenen Griff. Koko muss natürlich aufgeben und Martel kann sich im Ring selbst celebrieren.
Ein recht ordentlicher Kampf, vielleicht etwas kurz. Für die Zeit damals ein solides Gut Minus.

Als nächstes erzählen uns Ax und Smash in einem Interview, wie sie die Colossal Connection umhauen werden und sich selber Gürtel gießen wollen. Wahrscheinlich gefallen ihnen die normalen Gürtel nicht.


2.Kampf: WWF-Tag Team Titel Match Colossal Connection [c] (Andre The Giant und Haku) mit Manager Bobby „The Brain“ Heenan gegen Demolition (Ax und Smash)

Die Colossal Connection wartet bereits im Ring, wird nur kurz vorgestellt und harrt der Dinge die da kommen. Dann ziehen Demolition unter dem Jubel des Publikums in die Halle ein. Demolition werden zum Ring gefahren und beim Entkleiden direkt angegriffen. André wirkt dabei wie immer ein wenig hilflos. Doch Smash kann sich gegen Haku durchsetzen und nach einem Headbutt auf den Stiefel von Ax eben diesen einwechseln. Es folgt ein wildes Gekloppe und Haku setzt schließlich seine tollen Karatekünste ein. Nach einem Backbreaker folgt der erste Coververusch von Haku, danach geht es mit üblen Möchtegernkarateaktionen weiter. Nachdem Ax sich aus einem Nerve Hold (ich hasse diesen Griff) hochstemmt und wechseln will, tritt Haku Smash jedoch in den Magen, welcher daraufhin in den Ring stürmt und somit den Ringrichter ablenkt. Dieser kann deshalb nicht sehen wie André in seiner unnachahmlichen Unbeholfenheit Ax mit dem Wechselseil würgt. Haku zeigt einige Tritte und eine Shoulderbreaker. Nach einem Whipin in die Ecke bekommt Ax das Bein hoch und kann nach einem Clothesline mit Smash wechseln. Dieser haut wild drauf und zeigt einen sehr hohen Back Bodydrop gegen Haku. Nach einem High Cross Body gibt es einen Coverversuch, André kommt zur Rettung in den Ring, wird jedoch von Smash einfach umgehauen. Ax stürmt nun ebenfalls in den Ring und zeigt eine Clothesline gegen Haku. Es kommt schließlich zu einem allgemeinen Chaos im Ring in deren Verlauf André Smash von hinten festhält, so dass Haku ihm einen Tritt verpassen kann. Dieser trifft jedoch André, welcher umfällt, um sich mal wieder hilflos in den Seilen zu verfangen. Demolition zeigen einen Doubleclothesline gegen Haku aufs Seil und es folgt der Finishing Move, die Decapitation. Dann folgt der Pin und Demolition sind zum dritten Mal Tag Team Champions.
Bobby Heenan kommt in den Ring und schreit André an, der sich befreit hat und in der Ringecke Luft schnappt. „The Brain“ gibt André die Schuld an der Niederlage und beweist nicht gerade viel Intelligenz als er André ohrfeigt. Dieser packt Heenan und prügelt ihn unglaublich unbeholfen aus dem Ring. Haku will André wieder einen Kick verpassen, doch das achte Weltwunder fängt den Fuß von Haku ab und verhaut auch ihn. André wankt schließlich zu dem fahrbaren Miniring, schmeißt Haku und Heenan heraus, um selber damit aus der Halle und in Richtung Faceturn zu fahren.

Der Kampf war natürlich alles Andere als toll, wenn man mal bedenkt dass Haku der fähigste Mann von Allen war. Mehr als ein Mangelhaft ist hier nicht drin!

Es folgt ein Interview mit Jimmy Hart und Earthquake, der die ganze Zeit komisch Hin und Her hüpft. Es wird eigentlich nur über Erdbeben geredet und wie man Hercules plattmachen will


3. Kampf: Earthquake mit Manager Jimmy Hart gegen Hercules

Der nun folgende Kampf lässt nicht viel Gutes hoffen, denn Hercules hat durch einen merkwürdig exzessiven Muskelaufbau viel an Beweglichkeit verloren und über die wrestlerischen Qualitäten von Earthquake möchte ich hier lieber nicht sprechen.
Hercules kommt mit einer sehr merkwürdigen Musik als Erster zum Ring, wie immer mit seiner Lieblingsstahlkette. Dann folgt Earthquake mit Jimmy Hart im Schlepptau. Gorilla Monsoon erwähnt, als unsere immer schlechter werdenden deutschen Kommentatoren endlich mal ruhig sind, noch kurz, dass Earthquake schon 28 Männer ins Krankenhaus gebracht hat. Reife Leistung!!
Jimmy Hart kreischt durchs Megaphon, dass Herc seine Kette weglegen soll, was er schließlich auch tut. Natürlich greift Earthquake in diesem Moment von hinten an, doch Hercules weicht aus und wehrt sich. Earthquake muss schließlich kurz aus dem Ring um Luft zu holen. Derweil nervt Jimmy Hart mit seinem Megaphon und seiner schrillen Stimme. Als Earthquake wieder im Ring ist, macht er sein Erdbeben, dass heißt er springt munter auf und ab. Hercules muss sich krampfhaft am Ringseil festhalten, damit er nicht umfällt. Interessanterweise hat der Ringrichter damit keine Probleme. Earthquake fordert nun einen Kraftprobe, worauf Hercules natürlich eingeht. Man sieht nun nicht was Earthquake macht, aber er sichert sich auf jeden Fall den Vorteil. Nun wird munter auf Herc eingedroschen und ein wenig Selbstbeweihräucherung darf auch nicht fehlen. Den Versuch eines Back Body Drop kann Herc mit einem Schlag abwehren. Es folgen Shoulderblocks und Clothelines von Hercules, bei denen Earthquakes Lippe aufplatzt und diese zu bluten anfängt. Er geht jedoch nicht zu Boden, sondern lediglich in die Knie. Nun tut Herc etwas sehr Dummes, denn einen Bodyslam kann zu diesem Zeitpunkt nur Hulk Hogan bei Earthquake schaffen. Es kommt wie es kommen muss, ein Schlag, ein Elbow Drop, anschließend erfolgt das Erdbeben und der Earthquake Splash mit Pinfall. Danach gibt es, weil es so schön war, gleich noch einen hinterher.

Dieser Kampf war ziemlich gruselig und konnte nicht wirklich begeistern. Daher gebe ich nur ein mangelhaft.

Es folgt ein Interview mit Miss Elisabeth. Dort wird erst ein wenig geschmeichelt und dann gefragt, warum sie denn eine Auszeit als Managerin genommen hat. Elisabeth antwortet, dass sie nicht wusste was sie tun sollte und um ihre Fans nicht zu enttäuschen, hat sie sich zurückgezogen. Doch nun ist sie wieder da und würde in Kämpfe eingreifen wie nie zuvor. Aha, na mal sehen


4. Kampf: Mr. Perfect mit Manager The Genius gegen Brutus „The Barber“ Beefcake

Enttäuscht muss ich feststellen, dass Mr. Perfect bereits im Ring auf den Friseur wartet, so dass ich auf den Einzug meines Lieblingswrestlers verzichten muss. Sobald Beefcake vom Wagen mit der Heckenschere wild fuchtelnd in den Ring stürmt, geht Mr. Perfect erst mal stiften. Als Beefcake einen Teil seiner, wie immer total geschmacklosen, Kleidung ablegt, greift Perfect, wie könnte es anders sein, von hinten an. Aber Beefcake weicht aus und er verprügelt Perfect in der Ringecke. Nach einem besonders harten Schlag, fliegt Perfect  über das dritte Ringseil hinaus, doch Brutus zieht ihn an den Haaren sofort wieder rein. Einen Whipin kann Perfect reversaln, doch der Back Bodydrop wird durch einen Tritt Beefcakes verhindert. Brutus zeigt einen Atomic Drop, den Perfect durch einen Flug übers oberste Seil wie immer perfekt verkauft. Nachdem Perfect wieder im Ring ist, kann er seinerseits Beefcake verhauen, doch es folgt beim Whipin in die Ringecke ein Reversal und ein Superbump von Perfect. Auch die Tritte und Schläge, die nun folgen verkauft Perfect wieder in seiner unnachahmlichen Weise. Beefcake will nun den Sleeper Hold ansetzen, aber The Genius lenkt ihn und den Ringrichter ab, während er gleichzeitig seine Metallschreibtafel zu Perfect wirft. Dieser zieht sie natürlich Beefcake über Danach tritt er weiter auf den Barbier ein. The Genius läuft ein wenig tuntig am Ring entlang und freut sich über den Erfolg seines Eingreifens. Perfect zeigt nun seinen Neck Snap und auch Brutus verkauft die Aktionen jetzt sehr gut. Perfect geht nun zu Tritten, Ohrfeigen und dem Verspotten des Gegners über, dabei kann er dem Publikum doch eigentlich viel mehr bieten. Brutus klammert sich kraftlos an die Beine von Perfect, zieht ihm diese aber plötzlich weg und zeigt einen Slingshot. Cover 1-2-3 und der Kampf hat ein plötzliches und enttäuschendes Ende gefunden. Beefcake will jetzt natürlich die Haare von Perfect abschneiden, aber The Genius hat die Heckenschere geklaut. Beefcake packt ihn sich jedoch und wirft ihn in den Ring. Während Mr. Perfect benommen davon schleicht, wird The Genius im Ring verprügelt. The Genius wehrt sich zwar verzweifelt, aber im Sleeper Hold von Brutus ist Schluss. Benommen muss er sich nun einen Haarschnitt gefallen lassen. Allerdings benutzt Brutus leider nicht die Heckenschere, sondern ein kleineres Modell.

Dank Perfect kann man hier ein solides Gut Minus geben. Es hätte aber mit einem besseren Booking ein viel besserer Kampf werden können.


5. Kampf: Bad News Brown gegen Rowdy Roddy Piper

Nachdem kurz die nicht unbedingt erwähnenswerte Vorgeschichte des Angles erläutert wird, zieht Piper mit der üblichen Dudelsackmusik in den Ring ein. Bad News wartet dort schon freudig erregt auf ihn. Piper hat seine rechte Körperhälfte schwarz angemalt, um Bad News Brown zu verwirren, wie Carsten erklärt. Ah ja, natürlich! Von diesem Kampf kann man so gut wie nix erwarten, da wir hier nicht mehr als zwei Brawler ohne nennenswerte wrestlerische Fähigkeiten haben. Und so geht die wilde Klopperei auch gleich los, der Kampf wogt hin und her, ohne dass sich einer der Beteiligten einen wirklichen Vorteil erarbeiten kann. Ein Bodyslam, ein Flying Bodypress und ein Elbow Drop sind eigentlich alle Wrestlingaktionen dieses Aufeinandertreffens. Mal geht es nach draußen, das Polster wird auch mal aus der Ringecke entfernt, Piper sticht Bad News in die Augen, nix wirklich Aufregendes also. Piper greift sich schließlich ins knappe Höschen, wobei Carsten Schäfer vom Zettel ablesend hofft, dass der Kampf jugendfrei bleibt. Doch Piper holt nur einen weißen Michael Jackson Handschuh heraus und schlägt, diesen tragend, in bester Obelixmanier auf Brown ein. Das Kampfgeschehen verlagert sich nun nach draussen, wo beide wild brawlend ausgezählt werden, sich aber dennoch bis in die Kabine weiterkloppen.
Der Kampf war, wie nicht anders zu erwarten, wirklich eine Zumutung. Mehr als ein Mangelhaft ist nicht drin.


Wir sehen nun die Bolsheviks Nikolai Volkoff und Boris Zhukov im Duschraum mit sowjetischen Bomberjacken bekleidet und sowjetische Flaggen mit sich tragend. Ein Pianist will mit ihnen die sowjetische Nationalhymne spielen. Die Sowjets können es gar nicht mehr erwarten, doch der Pianist spielt immer etwas komplett anderes, um die bösen, bösen Russen der Lächerlichkeit preiszugeben. Die lassen sich natürlich derart veräppeln und als es endlich losgehen soll und ein Lied für Mütterchen Russland gespielt werden soll, erklingt eine Toilettenspülung. Schon wird in den Ring übergeblendet. Ein wirklich übler Einspieler.


6. Kampf: The Bolsheviks (Nikolai Volkoff und Boris Zhukov) gegen die Hart Foundation (Bret „The Hitman“ Hart und Jim „The Anvil“ Neidhart)

Die Hart Foundation (oder Pink and Black-Attack wie die deutsche Kommentatorin so emotional sagt) sind bereits im Ring und der Rest ihrer Musik erklingt. Schließlich kommen die Sowjets zwar ohne Musik, dafür aber mit zwei großen sowjetischen Flaggen in den Ring. Mit Mikrophonen bewaffnet stimmen sie salutierend die sowjetische Nationalhymne an. Nach einiger Zeit reicht es nicht nur dem buhenden Publikum, sondern auch der Hart Foundation, welche von hinten angreifend Volkoff aus dem Ring wirft und sofort zum Finishing Move, dem Flying Clotheline, bei Zukov übergeht. Dieser gelingt und Bret pinnt Zhukov, wobei er gleich in die Kamera mitzählt. Ich bin auf der einen Seite enttäuscht nicht mehr vom Hitman zu sehen, auf der anderen Seite erleichtert nicht mehr von Volkoff sehen zu müssen.
Dank der Tatsache, dass man hier nicht von einem Kampf sprechen kann, entfällt die Bewertung.


7. Kampf: Barbarian mit Manager Bobby „The Brain“ Heenan gegen Tito Santana

Der freundlich Santana kommt zum Ring und wirkt einfach nur grundsympathisch. Der Barbarian ist bereits wie immer ohne Musik im Ring. Wir alle sollten dankbar sein, denn die WWF war damals dafür bekannt Leuten mit schlechten Gimmicks, eine noch viel schlechtere Musik zu verpassen. Der Barbarian ist groß, wild und stark, allerdings nur mäßig begabt, aber es gibt viel Schlimmere zu der Zeit. Neben dem Warlord ist er zum Beispiel eine wrestlerische Offenbarung.
Nach dem Lock wirft der Barbarian den Mexikaner einfach in die Ecke. Nachdem Tito beim zweiten Lock in die Ecke gedrängt wird, setzt es den üblichen Schlag, doch Tito weicht aus und verhaut den Barbaren ein wenig in der Ecke. Dieser verlässt den Ring und spricht mit Heenan über die Taktik. Offensichtlich war das einen gute Idee, denn der Barbarian kann sich mit einem Tritt den Vorteil sichern. Beim folgenden Shoulderblock bleiben beide stehen und den Back Body Drop kann Tito mit einem Kick auskontern. Es folgt ein Flying Bodypress mit anschließendem Cover, doch der Barbarian kommt raus. Bei einem Side Head Lock muss der Barbarian in die Knie, doch er kann sich schließlich mit einem Whipin befreien. Einem harten Kick (so was hat Carsten noch nie gesehen) und einem Shoulderbreaker, folgt ein Elbow, der jedoch daneben geht, weil Tito flinker war. Santana zeigt nach ein paar Schlägen zwei schöne Dropkicks. Es folgt ein Double Axhandle Blow von 2. Seil und schließlich der Flying Forearm. Doch Heenan legt pfiffig wie er ist das Bein des Barbarian aufs Seil, so dass der Ringrichter das Cover abbrechen muss. Tito will hinter Heenan her, doch der Barbarian steht schon wieder. Einen Kick kann der Barbarian kontern und er steigt aufs dritte Seil. Von da erfolgt sein Finishing Move, ein wunderbarer Flying Clothesline. Santana überschlägt sich dabei einmal und das Cover gelingt.
Der Kampf war Alles in Allem ein Befriedigend Minus. Santana kann deutlich mehr als er zeigen durfte und auch der Barbarian hat etwas mehr drauf.

Nach dem Kampf gibt es wieder ein Interview und obwohl ich nicht zu viel verraten will, sage ich mal dass wir nach diesem Interview plus anschließenden Kampf das Schlimmste hinter uns haben.
Wir sehen den unförmigen Dusty Rhodes mit der ebenfalls unförmigen Sapphire, welche von Sean Mooney zum bevorstehenden Kampf gegen den Macho King und Sherri befragt werden. Rhodes erzählt das Übliche, was er halt in der WWF so erzählen musste. Er sein der Durchschnittsamerikaner, der Macho King werde verlieren, es wird keinen King mehr in der WWF geben blablabla. Sapphire klingt sich zum Glück nur sehr selten mit ihrer schrillen Stimme ins Gespräch ein. Ausserdem habe Dusty den Kronjuwel der Savage fehle (ein Schelm wer Böses dabei denkt).

8. Kampf: Mixed Tag Team Match, Macho King Randy Savage und Sensational Queen Sherri gegen den „American Dream“ Dusty Rhodes und Sapphire

Nachdem Savage und Sherri in ihren tollen Kostümen wie aus längst vergangener Zeit(O-Ton der deutschen Kommentatorin), im Wagen zum Ring gefahren werden und diesem sehr showlastig betreten haben, ertönt die Musik von Rhodes. Unbeholfen auf dem Wagen tanzend, werden auch er und seine Partnerin zum Ring gebracht, wo sie Savage und Sherri erst mal verscheuchen. Rhodes ist mit dem Reden noch nicht fertig und nimmt das Mikro von Howard Finkel an sich. Mit einem „Oh Yeah!“ verhöhnt er Savage. Mit einer kurzen Ansprache enthüllt er den Kronjuwel, den Savage angeblich so vermisst. Es handelt sich nämlich dabei um Miss Elizabeth, die in ihrer Ringecke stehen wird. Savage ist natürlich geschockt, als Elizabeth zum Ring kommt, denn Elizabeth war bekanntlich früher seine Managerin/Freundin. Nebenbei bemerkt war sie die einzig attraktive Frau in der damaligen WWF.
Nun geht es munter los. Eigentlich ist ein Kampf mit Randy Savage nie schlecht. Er hatte es damals wirklich drauf. Dummerweise trifft er hier zusammen mit Sherri auf zwei Leute die eigentlich nix konnten (außer dem Bionic Elbow), zumindest in der WWF nicht. Weiterhin waren die Booker des Kampfes wohl der Meinung, dass das Königspaar auf jeden Fall lächerlich gemacht werden solle. Deshalb konnte man die Szenen im Ring teilweise (außer wenn Savage kurz am Drücker war) eigentlich nicht ertragen und man wendet sich des Öfteren angewidert vom Fernseher ab.
Den Kampf zu kommentieren ist eigentlich unmöglich, da er wirklich sehr übel ist. Savage und Sherri zeigen wie gemein sie sind und machen sich ständig zum Affen, Rhodes zeigt den Bionic Elbow, die einzige Aktion die er wirklich beherrscht und Sapphire stößt Sherri dauernd mit dem Becken um. Durch das Eingreifen von Elizabeth gelingt es Sapphire Sherri zu covern und nachdem der Macho King des Ringes verwiesen wird, kann die Feier abgehen. Im Gegensatz zu Elizabeth ist es aber keine Freude Dusty und Sapphire tanzen zu sehen.

Dieser Kampf ist eigentlich mehr ein schlechter Witz, daher gebe ich hier ein Ungenügend.

Sean Mooney berichtet nun vom WrestleMania Fanfest. Das einzig Interessante daran ist, die Wrestler in ganz normalen Klamotten zu sehen. Obwohl Einige wohl auch außerhalb des Rings nicht von ihrem Image loskommen. Andererseits hätte es meine Weltanschauung zerstört, wenn mir zum Beispiel der Million Dollar Man in Jeans über den Weg gelaufen wäre und mir sogar noch freundlich ein Autogramm gegeben hätte.
Rhytmn & Blues sind noch im Hard Rock Cafe zu sehen, wo der Honky Tonk Man eine goldene Schallplatte verliehen bekommt. Ich hoffe, dass das nur ein Scherz ist!!

Wir kommen nun zu den Vorboten des Main Events. Mean Gene Okerland interviewt zunächst Hulk Hogan und seine Interviews sind bekanntlich immer besonders unterhaltsam. Hogan wirkt wie immer einfach nur riesig, voll aufgepumpt und guckt entschlossen in die Kamera. Er legt auch gleich los und beginnt einen unglaublichen Unsinn ins Mikro zu brüllen. Er hätte den Skydome aus dem Flugzeug gesehen, Hulkamania ist mit ihm, er wurde hier euphorisch begrüßt, Hulkamania wird den Warrior aus der Dunkelheit führen in der er lebt, er wird, wenn der Warrior vor ihm kniet, seinen letzten Lebensatem in sich aufnehmen undundund. Weiterhin werde er den Hulkamaniacs beweisen, dass es nicht darum geht, ob man gewinnt oder verliert sondern um das wie, und die Hulkamanaics sollten trainieren, beten und die Vitamine nehmen. Doch noch schlimmer als der Kauderwelsch von Hogan, ist der Versuch einer emotionalen Übersetzung von Carsten Schäfer, der sich bemüht so aufgeputscht wie der Hulkster zu sprechen..
Nach einem unglaublich langen, lauten und aberwitzigen Monolog, wird zu Sean Mooney geschaltet, der den Warrior im Umkleideraum interviewt. Als Erstes muss ich komischerweise an Steroide denken, weiß auch nicht wieso. Der Warrior stößt den fragenden Sean Mooney weg, denn schließlich ist Mooney nur ein Sterblicher, der es nicht wert ist die gleiche Luft zu atmen wie der Warrior oder Hulk Hogan. Der Warrior beginnt ähnlich fanatisch und zusammenhanglos von Idealen, seinen Fans, der Dunkelheit, anderen geistige Ebenen, dem körperlichen Überleben in dieser Wellt, sowie der Tatsache zu sprechen, dass er nicht gekommen ist um zu zerstören, sondern um die Warriors und Hulkamaniacs zu vereinen. Denn er könnte Hogans Überzeugungen und Ideale an Orte bringen an denen keiner zuvor war und zusammen könnten sie sich jeder Herausforderung stellen.
Kopfschüttelnd wenden wir uns dem nächsten Kampf zu.


9. Kampf: Orient Express (Sato und Tanaka)mit Manager Mr. Fuji gegen die Rockers (Shawn Michaels und Marty Jannetty)

Nach den visuellen Greueltaten aus dem Match zuvor, kommen wir nun zu einem echten Klassiker. Die Aufeinandertreffen dieser beiden Teams sind eigentlich immer hervorragend, da die Rockers ein technisch perfektes Team sind und auch der Orient Express nicht unbedingt schlecht ist, wenn er will oder besser darf. Des Weiteren ist es natürlich immer wieder spannend zu sehen, was sich Mr. Fuji der kleine Schlingel einfallen lässt, um den Kampf zu beeinflussen.
Während der Orient Express schon im Ring steht, werden die Rockers zum Ring gefahren. Nachdem sich die Rockers haben bejubeln lassen, stehen sich als erstes Janetty und Tanaka gegenüber. Nach einem Lock und dem üblichen, unerlaubten Schlag im Seil, kann Janetty aber blocken und selber zuschlagen, doch ein Kick von Tanaka schickt ihn zu Boden. Sato stürmt daraufhin einfach in den Ring und es kommt zu einem Doubleteammove gegen Janetty, aber dieser kann mit Michaels wechseln. Es gibt einen Double Hiptoss gegen Sato mit anschließenden Double Elbow Drop. Dann wird Tanaka gepackt und auf Sato geworfen, worauf beide den Ring verlassen müssen. Die Rockers zeigen nun einen synchronen Flying Body Press gegen beide Gegner. Im Ring zurück sind wieder Janetty und Tanaka miteinander beschäftigt. Beim einem auf den Sideheadlock von Janetty folgenden Whipin, zieht Mr. Fuji mit seinem Stock das Seil herunter, so dass Janetty aus dem Ring stürzt. Der Ringrichter ist abgelenkt und sieht daher nicht wie Sato Janetty nun festhält und Fuji mit dem Stock zuschlägt. Danach geht es dann noch mal ab gegen den Stahlpfosten. Wieder im Ring wird der Rocker weiter verprügelt und der Orient Express wechselt mehrfach. Nach einem Back Bodydrop von Tanaka landet Marty elegant auf den Füßen und kann mit Michaels wechseln. Tanaka bekommt einen Double Dropkick ab. Michaels zeigt einen Bodyslam, einen Back Bodydrop und einen Neckbreaker. Doch Tanaka kommt mit einem Tritt zurück in den Kampf. Neben Schlägen zeigt er auch etwas, was die Kommentatoren als Stomach Breaker bezeichnen und natürlich seinen schön eingesprungenen Forearm. Dann wird mit Sato gewechselt, als Double Team Move bodyslammt Tanaka Michaels und Sato kommt mit einem Kneedrop vom Seil. Das folgende Cover scheitert und Sato setzt den meiner Meinung nach dümmsten Griff aller Zeiten an, den nervtötenden Nerve Hold. Danach ist Tanaka wieder dran. Tanaka will nach einigen Schlägen und Tritten einen Back Bodydrop zeigen, doch Shawn rollt sich über ihn ab und zeigt einen Clothesline. Es erfolgt der Hot Tag mit Janetty der erst mal beide Mitglieder des Orient Express verhaut und Tanaka covern will. Sato macht einen Elbow Drop, um dies zu verhindern, aber Janetty rollt sich weg, so dass der eigene Mann getroffen wird. Nun wird Sato von den Rockers mit einem Double Dropkick rausgeschickt und die Rockers steigen aufs dritte Seil. Doch den Finishing Move der Rockers will Mr. Fuji nicht sehen und schlägt Janetty mit dem Spazierstock ans Bein. Dieser will sich daraufhin an Fuji rächen und packt sich seinen Spazierstock. So bekommt er nicht mit, wie sich Sato von hinten nähert und ihm Salz in die Augen wirft. Auch der Ringrichter hat es nicht gesehen und fängt an Janetty auszuzählen, da er ja der offizielle Mann im Ring ist. Marty stürzt noch über die Absperrung des Zuschauerraums und der Orient Express kann sich über einen Count Out Sieg freuen.
In der folgenden Zeitlupe sieht man übrigens schön, dass Janetty beim entscheidenden Salzwurf die Augen zu hatte.

Ein Kampf mit den Rockers kann eigentlich nur mit einem Gut bewertet werden, in diesem Fall sogar ein Gut Plus.


10. Match: Dino Bravo mit Manager Jimmy Hart gegen „Hacksaw“ Jim Duggan

Dieses Match verspricht wieder weniger gut zu werden, schließlich sind weder der stärkste Mann der Welt (wie er sich selbst nennt) Dino Bravo, noch Hacksaw Jim Duggan sonderlich begabte Wrestler.
Dino hat neben Jimmy Hart, auch noch seinen Freund Earthquake mit zum Ring gebracht. Hacksaw wird von seinem Two By Four und einer US-Flagge begleitet und lässt wie immer seinen Kampfschrei ausgiebig erschallen.
Im Ring angekommen gehen die Gegner erst mal stiften, und Hacksaw tut so als wäre sein Knüppel ein Gewehr.
Beim ersten Lock kann Bravo Duggan wegstoßen. Dieser holt sich darauf erst mal Unterstützung bei den Fans, wodurch er die Kraft hat einen Atomic Drop mit Bravo zu machen. Nach einige Schlägen kann Bravo sich den Vorteil sichern und fängt nun an auf Hacksaw einzutreten und zu schlagen. Bravo war wirklich ein lausiger Wrestler und der Inverted Atomic Drop, den er zeigt ist schon das Maximum an Technik zu der er fähig ist. Nach einigem Gebrawle kann Hacksaw wieder die Initiative ergreifen und nach drei Clotheslines will er den Kampf mit seinem Running Clothesline beenden. Dummerweise lenkt Earthquake Hacksaw und den Ringrichter ab. Jimmy Hart wirft Bravo den Two By Four zu, aber Hacksaw ist voll auf der Höhe des Geschehens und zieht Bravo den Knüppel selber über. Der abgelenkte Ringrichter dreht sich pünktlich zum Cover um und so kann Hacksaw den Kampf gewinnen.. Doch Earthquake haut Duggan nach dem Kapmt frustriert zu Brei und zeigt schlappe drei Earthquake Splash.
Der Kampf war nicht so dolle, was aber vor allem Bravos Schuld ist, denn er ist wirklich talentfrei. Er könnte locker jede Schlägertruppe anführen, hat aber im Ring meiner Meinung nach nichts zu suchen. Nur aufgrund des halbwegs unterhaltsamen Endes  gebe ich mit zwei zugedrückten Augen ein Ausreichend Minus.

Mean Gene Okerlund  hat nun Jake Roberts vor dem Mikro. Er erzählt uns kurz was für ein schlechter Typ Ted DiBiase doch ist und dass er ihn fertig machen wird.


11. Match: Million Dollar Championship Match: „Million Dollar Man“ Ted DiBiase gegen Jake „The Snake“ Roberts

Die Vorgeschichte ist schnell erzählt. Der Million Dollar Man hatte sich, nachdem seine Bemühungen einen Titel zu erringen kläglich gescheitert sind, einfach aus purem Gold und Hunderten von Diamanten ;-) einen eigenen Titel gebastelt, den er den Million Dollar Gürtel nannte. Jake Roberts hat einen Phyton namens Damian, vor der alle Anderen furchtbare Angst haben und die er immer in einem Leinensack mit sich rumzuschleppen pflegt. Roberts nahm nun DiBiase den Gürtel ab und steckte ihn in den Sack mit Damian, was Ted natürlich gar nicht gefiel. Was für ein Angle! Einfach, packend und unglaublich logisch!
Der Million Dollar Man ist, mit Virgil im Schlepptau bereits im Ring und Jake folgt diesem mit Damian. Damian wird wie immer in seinem in die Ecke geworfen. Jesse Ventura ist von der Größe der Schlange (die sich ja immer noch im Sack befindet) total beeindruckt.
Auch wenn Damian beeindruckend seien mag, die wrestlerischen Fähigkeiten seines Besitzers sind es nicht. Jake Roberts ist nicht mehr als ein Brawler, der ein paar Standardmoves beherrscht. Ted DiBiase hingegen hat schon wesentlich mehr drauf, darf es aber leider nur selten zeigen. So beginnt der Kampf mit einem wilden Gebrawle. Ted will einem Back Bodydrop zeigen, doch Roberts kann kontern und will den Kampf mit dem DDT beenden. DiBiase kann jedoch rechtzeitig aus dem Ring flüchten.
Nach weiterem Gekloppe kann DiBiase einen Piledriver zeigen, den Carsten Schäfer sogleich als den verheerendsten Move im Wrestling bezeichnet. Nach einem gescheiterten Cover, setzt Ted DiBiase seinen Finishing Move, den Million Dollar Dream an. Jake kann sich dadurch retten, dass er ein Bein aufs Seil legt. Auch beim folgenden Cover gelingt ihm dieses. Der Million Dollar Man steigt aufs zweite Seil zum Double Axhandle Blow, aber Jake kontert geistesgegenwärtig mit einem Schlag in den Magen. Nun dreht die Schlange auf und setzt zur Schlussoffensive an. Clotheslines, ein Back Body Drop, ein Inverted Atomic Drop, doch beim Ansatz zum DDT klammert sich DiBiase am Seil fest. Sein Leibwächter Virgil zieht Jake nun aus dem Ring heraus, was dieser mit einem Bodyslam quittiert. Ted schleicht sich darauf von hinten an und setzt ausserhalb des Rings den Million Dollar Dream an, welchen Jake aber dadurch auskontert, dass er seinen Gegner gegen den Ringpfosten stößt. Virgil rollt seinen Boss dann in den Ring, während Roberts immer noch benommen ausgezählt wird. Somit erhält der Million Dollar Man seinen Million Dollar Gürtel zurück, da dieser wie Ventura kurz erläutert auch bei einer DQ oder einem Count Out wechselt. Aber Roberts ist noch nicht fertig und haut beide bösen Buben mit einem Double Clothesline um. Während Ted nun Schläge und einen DDT kassiert, bringt Virgil erst mal den Gürtel in Sicherheit. Jake verteilt jetzt ein paar 100$ Scheine von DiBiase ans Publikum und steckt einen davon ins Teds Mund. Damit noch nicht genug, denn Damian muss natürlich auch noch aus dem Sack gelassen werden. Ich frage mich jedes Mal, warum alle vor der Schlange Angst haben, denn sie ist weder giftig, noch groß genug, um einen zu erwürgen. Egal, Virgil kommt auf jeden Fall wieder und bringt nun seinen Boss in Sicherheit. Jake rennt mit Damian hinterher, wobei ich Angst bekomme, dass er der Schlange auf den Schwanz tritt.
Also der Kampf ist beim besten Willen nicht mehr als ein Ausreichend Plus, was allerdings nicht an Ted DiBiase liegt.

Es folgt ein Interview mit dem Big Boss Man. Dieser regt sich bei Mean Gean Okerlund ein wenig über Ted DiBiase auf, denn dieser hatte Slick bestochen, damit er den Boss Man losschickt, um den Million Dollar Gürtel zurückzuholen. Der Bossman ist arm, aber stolz ein Amerikaner zu sein und hat sich darüber aufgeregt und Slick verhauen. Dieses fand wiederum Akeem, der damalige Tag Team Partner des Bossman nicht gut.


12. Match: Big Bossman gegen Akeem mit Manager Slick

Akeem wird mit Slick als Erster zum Ring gefahren. Dabei zappeln beide ein wenig im fahrbaren Ring ab. Als der Bossman mit samt seinem Schlagstock kommt, sieht man sehr schön, wie ein paar arme Männer die beiden Wagen abwechselnd zum Ring und zurück schieben müssen.
Bevor der ehemalige Gefängniswärter jedoch in den Ring steigen kann, greift ihn plötzlich Ted DiBiase an und verprügelt ihn ein wenig. Danach schickt er den Boss Man ab in den Ring, wo Akeem damit weiter macht. Akeem ist wirklich ein gruseliger Wrestler, fast so gruselig wie die deutsche Kommentatorin. Es gibt ein paar Schläge, ein paar Splash in der Ecke und dann wieder ein paar Schläge in der Ringecke vom 1. Seil. Doch der Bossman kann mit dem erbärmlichsten Inverted Atomic Drop kontern, den ich je gesehen habe. Nun bekommt Akeem Dresche und ein Bossman Slam später ist der Kampf gelaufen. Jetzt kriegt Slick noch einen aufs Maul und die Sache ist gegessen.
Der Kampf war kurz und alles andere als technisch brilliant. Mehr als ein Mangelhaft ist nicht drin.

Was wir nun zu sehen bekommen ist wirklich, nun ja, bizarr. Ryhtmn & Blues also der Honky Tonk Man und Greg „The Hammer“ Valentine kommen in einem rosa Chevy Cabriolet mit zwei Mädels im Fünfziger Style und Jimmy Hart zum Ring, um ihren neuen Hit zu präsentieren. Er heißt, man halte sich fest, „Honka, Honka, Honka, Honky Love“!!! Was nun folgt ist mit Worten schwer zu beschreiben. Auf der einen Seite ist es lustig, auf der anderen Seite kann man nicht ausdrücken wie peinlich das Ganze ist. Keiner der Interpreten (von Sängern oder Musikern möchte ich hier nicht sprechen) kann auch nur annähernd vernünftig singen. Es fehlen mir einfach die Worte, um die Schlechtigkeit des Auftritts zu beschreiben und man ist versucht sich vor lauter Grausen abzuwenden. So ist der Zuschauer froh und dankbar, als die Bushwhackers auftauchen und Rhytmn & Blues vertreiben. Dann werden die Gitarren zerschlagen und ein wenig in Bushwhacker-Manier rumgeblödelt.


13. Match: “Ravishing” Rick Rude gegen Superfly Jimmy Snuka

Rick Rude zieht wieder seine übliche Entkleidungszeremonie ab und führt seinen Hüftschwung vor. Er hat einen ziemlich gut definierten Körper, dass muss man ihm lassen. Dagegen ist Jimmy Snuka, der nun reingeschoben einfach nur ein Tier. Aber seine Musik ist geil und er ist auch einfach im Ganzen betrachtet ein cooler Typ.
Rude fackelt nicht lange und greift Snuka beim Ausziehen direkt an. Doch bei einem Dropkick hält sich Snuka einfach im Seil fest und Rude landet hart auf dem Rücken. Dann folgt ein Back Bodydrop gegen Rick und Snuka ahmt den Hüftschwung nach. Es folgt ein weiterer hoher Back Bodydrop, ein Flying Headbutt und ein Dropkick der Rude aus dem Ring befördert. Er kommt jedoch mit meiner Lieblingsaktion wieder rein. Zuerst gibt es eine Schulter in den Bauch und dann erfolgt der Sunset Flip über den Gegner in den Ring. Das Einrollen gelingt aber nicht. Nachdem die Initiative ein paar mal gewechselt hat, steigt Snuka zum Superfly aufs Seil. Rude kommt jedoch rechtzeitig hoch und Rude springt über ihn hinweg. Kurze Zeit später soll der Superfly dann vom zweiten Seil erfolgen, doch dieser geht daneben. Rick Rude zeigt seinen Rudes Awakening und der Kampf ist gelaufen.
Es war zwar kein überragender Kampf, aber für die damalige Zeit ganz nett. Ich gebe ein Befriedigend plus.


14. Match: WWF Intercontinental Champion Ultimate Warrior gegen den WWF World Heavyweight Champion Hulk Hogan

Der Kampf auf den die Welt gewartet hat kann beginnen. Es soll die ultimative Herausforderung sein, quasi dem Tag des jüngsten Gerichts gleichkommend.
Die Musik des Warriors beginnt, und man sieht ihn erst mal nicht, doch das Publikum jubelt als gäbe es was umsonst. Da er ja immer wie ein Wahnsinniger zum Ring stürmt, wartet der Warrior ein wenig, damit sein Einmarsch nicht zu kurz gerät. Schließlich rennt er zum Ring, so dass die Kamera ihm kaum folgen kann und er beginnt wie ein Irrer an den Seilen zu rütteln, im Ring rumzurennen und zum Bejubeltwerden  in die Ecken zu steigen. Dann hört man die ersten Klänge von „Real American“, der Musik des Hulksters. Der Jubel wird noch lauter und Hogan kommt zum Ring, wobei er wie immer etwas vor sich hin brabbelt. Im Ring angekommen wird erst mal das Shirt zerrissen und ins Publikum geworfen. Der Kampf der Wrestlingtitanen (leider nicht was ihre Fähigkeiten angeht) kann beginnen.
Die Kontrahenten stehen sich nun Auge in Auge gegenüber und tauschen Nettigkeiten aus. Der Warrior schubst Hogan und umgekehrt. Dann kommt es zum ersten Lock und der Warrior stößt Hogan in die Ecke. Der steht auf und das Ganze wiederholt sich, wobei diesmal der Warrior in die Ecke fliegt. Der will daraufhin die Kraftprobe und nachdem Hogan sich durch Blicke ins Publikum das Einverständnis der Hulkamaniacs geholt hat, versuchen sich die Beiden runterzudrücken. Schließlich kämpfen beide, wie Carsten richtig anmerkt, nur um die Fans des Anderen in eine bessere Welt zu führen und dazu ist es nötig herauszufinden, wer der Stärkere ist. Alles ganz normal und nachvollziehbar halt! Der Warrior drückt Hogan zuerst runter auf die Knie, doch dieser kann sich überraschenderweise wieder uphulken und nun seinerseits den Warrior runterdrücken. Das Ganze ist echt eine Riesenshow, und damit sich die Titanen des Wrestlings nicht zu sehr verausgaben, dauert das Ganze ein paar Minuten an.
Der Warrior kommt schließlich wieder hoc, doch Hogan zieht ihm mit einem Legsweep die Beine weg, lässt den Elbow Drop folgen und versucht sich am ersten Cover, aber der Warrior kommt locker raus. Beim folgenden Shoulderblock bleiben beide stehen, auch wenn sie sich, wie Carsten zumindest meint, keinen Zentimeter bewegen sollen, wanken sie doch ein wenig. Dann beginnt das Cris-Crossing, welches beim ersten Mal mit einem Bodyslam gegen den Warrior endet und beim zweiten Mal mit einem Bodyslam gegen Hogan. Während des ganzen Kampfes ziehen die beiden eine Riesenshow ab und vor allem der Warrior posed immer wieder vor sich hin.
Der Hulkster muss nun nach einem Clothesline aus dem Ring und verkauft dann sehr theatralisch eine Knieverletzung. Der Warrior wird unfair und tritt außerhalb des Rings auf das angeschlagene Knie ein. Im Ring geht es nach weiteren Tritten mit abwechselnden Gesichtskratzern weiter. Beim folgenden Geprügel übernimmt Hulk wieder die Führung und schickt den letzten Krieger mit einem Whipin in die Ringecke, wo ein Clothesline und ein paar Schläge vom Seil folgen. Nach einem Bodyslam und einem Elbow Drop, versucht der Hulkster wieder mal ein Cover. Nachdem dieses nicht klappt wird nun mit einer lange Reihe von Haltegriffen begonnen, die immer wieder von Tritten und Schlägen unterbrochen werden. Als Ersten zeigt Hogan einen Front Facelock und nach einem gescheiterten Small Package einen Double Chinlock. Es folgt ein Clothesline, ein Coverversuch und mit einem Side Backbreaker mal wieder eine vernünftige Wrestlingaktion, wobei der Warrior lange oben gehalten wird. Nach einem weiteren Coverversuch, geht es aber prompt mit einem Reverse Chinlock weiter. In dieser recht langweiligen Phase habe ich noch mal Zeit zu erwähnen, wie unterirdisch schlecht die deutschen Kommentatoren sind. Hogan hat irgendwann keinen Bock mehr auf den Aufgabegriff und tritt den Warrior dreimal mit dem wieder vollkommen gesundeten Knie in den Rücken. Es folgt ein Side Suplex, was Carsten Schäfer jedoch nicht davon abhält von einem Back Suplex zu sprechen. Wieder folgt ein Coverversuch (der wievielte Versuch von Hogan mag das sein???) und ein weiterer Reverse Chin Lock. Nach einer langen Zeit pusht sich der Warrior wieder hoch und befreit sich mit Ellenbogenschlägen. Beim Double Clothesline gehen erst mal beide zu Boden und werden angezählt. Der Warrior ergreift das Seil und powert sich nun durch schütteln und zappeln endgültig hoch, so dass Hogans Schläge ohne Wirkung bleiben. Nun bekommt Hogan mächtig Prügel, Clotheslines und Whipins. In einer Szene muss der Warrior tatsächlich zweimal einen Clothesline aus dem Seil abbrechen, weil Hulk nicht früh genug hochkommt. Nach einem Whipin in die Ringecke, fällt Hogan auf den Boden und klammert sich erschöpft an den Beinen des Warriors fest. Der aber ist gnadenlos und versucht nach einem schönen Back Suplex das Cover. Da dieses natürlich nicht gelingt, muss mal wieder ein wenig Zeit zum Ausruhen kommen. So nimmt der Warrior den Hulkster in einen unglaublich laaaaangen Bearhug. Nach Minuten des Verharrens kommt die Geschichte mit dem dreimaligen Heben des Armes. Wie nicht anders zu erwarten, bleibt der Arm beim dritten Mal oben und Hogan befreit sich mit Schlägen. Nach einem Whipin knockt der Warrior den Ringrichter aus, der fortan im Ring vor sich hin schlummert. Der Ultimate Warrior steigt zweimal aufs Seil und lässt zwei Double Axhandleblows auf Hogan runterfahren. Danach will er den Kampf beenden, doch der Flying Shoulderblock geht daneben und der Warrior muss sich mit dem Gesicht auf den Boden slammen lassen. Hogan will nun covern, aber der Ringrichter schläft den Schlaf der Gerechten und so muss Hogan selber zweimal bis drei zählen. Da das jedoch nichts nützt, will er dem Ringrichter aufhelfen. Der Warrior nutzt diese Ablenkung und zeigt einen Side Suplex. Auch er covert und muss selber zählen. Der Ringrichter wird langsam wach, kriecht zum Ort des Geschehens und beginnt superlangsam das Cover anzuzählen.
Aber was passiert jetzt wohl? Genau, Hogan kommt raus und das Publikum entwickelt eine unglaubliche Lautstärke. Hogan rollt nun den Warrior ein, was natürlich wieder nicht klappt. Ein paar Schläge und einen Elbow später, muss der Warrior raus. Hogan folgt ihm und draußen entwickelt sich eine wilde Keilerei, in deren Folge Hogan einmal sehr schlecht verkaufend gegen den Ringpfosten muss. Im Ring geht die Show weiter und der Ultimate Warrior schafft tatsächlich einen Gorilla Press bei Hogan. Der dauert zwar nicht lange und man sieht deutlich wie Hogan mithilft, aber es sieht schon sehr geil aus. Es kommt nun was einfach kommen muss. Der Warrior Splash auf den Rücken gelingt und das muss eigentlich das Ende sein. Aber Hogan wirft den Warrior von sich runter und zeigt sein typisches Uphulken. Mit Kopfschütteln und dem hocherhobenen Zeigefinger, lässt er die Schläge des Warriors an sich abprallen. Hogan schlägt den Warrior jetzt seinerseits und nach einem Whipin folgt der Bigfoot.
Hulk Hogan geht nun in die Seile und will den Legdrop ansetzen, doch der Warrior rollt sich weg, geht seinerseits ins Seil, zeigt den Warrior Splash und schafft das was noch keinem Anderen gelungen ist. Er besiegt Hulk Hogan fair durch Pin und holt sich damit den Titel.
Hogan verlässt den Ring mit Tränen in den Augen und holt sich seinen Gürtel. Die Musik verstummt und unsere tollen Kommentatoren behaupten trotz dem Getöse im Hintergrund, dass alle Zuschauer gebannt zuschauen und schweigen. Hogan steigt in den Ring und übergibt dem Ultimate Warrior den Heavyweight Gürtel. Die beiden umarmen sich noch und feiern sich gegenseitig. Hogan verlässt in dem kleinen fahrbaren Ring die Halle, es gibt ein Feuerwerk, der Warrior verabschiedet sich schließlich noch mit einer Art Indianergruß mehrfach von Hogan. Erschöpft feiert er sich bis zum Ende selbst im Ring.

Der Kampf ist von der Atmosphäre her natürlich hervorragend und auch ganz gut gebookt, allerdings sind die wrestlerischen Fähigkeiten der beiden Kontrahenten doch eher dürftig. Wobei Hogan neben dem Warrior natürlich ein Wrestingwunder ist. Aber Dank der Atmosphäre und der Tatsache, dass die beiden Wrestlinggötter dieser Zeit dort kämpften, gebe ich ein Sehr Gut.
Nichtsdestotrotz ein toller Main Event und ein guter Abschluß für WrestleMania VI, wo wir für damalige Verhältnisse einige gute Leistungen, aber auch entsetzliche Dinge sahen, die uns erschaudern lassen. Mit dem heutigen Wrestling lässt sich eine solche Veranstaltung natürlich nicht mehr vergleichen.

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