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Inside The Cage Classics #217: WWF Armageddon 2000 – Eine One Match Show schreibt Geschichte

Kolumne

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Published on:
28.11.2017, 13:05
Category:
Series:
Inside The Cage Classics (All entries of this article series)
Author(s):
Das ist er, der Jahresabschluss, zumindest innerhalb der WWF. Das grandiose Jahr 2000 wird mit einem Knall abgeschlossen, denn wir schreiben Geschichte! Sechs Männer – Hell In A Cell, das gab es zuvor noch nie und wird es danach auch bis heute nicht mehr gegeben haben. Was sonst noch so alles passierte schreiben euch Eddie und Deathrow666 im Folgenden.



Das Hell In A Cell Match

Eddie: Großartiger Aufbau für das Match! In den vergangenen Wochen sind wir bereits auf die einzelnen Fehden eingegangen, die zu diesem Match geführt haben. The Rock vs. Rikishi, The Undertaker vs. Kurt Angle und Triple H vs. Steve Austin. Austin hatte ja zuvor auch bereits mit Rikishi zu tun als Rache des Angriffs auf ihn und alle haben so ihre Differenzen miteinander. Im Laufe des Abends sieht man auch Flashbacks zu früheren Hell In A Cell Kämpfen sowie Live-Interviews (oder von Heat nachgereicht) aller Beteiligten. Vince McMahon versucht nach drei Kämpfen, den Kampf noch zu verhindern – doch vergebens.
An all diesen Segmenten sieht man schon, dass man eine One Match Show aufgebaut hat. Was aber zum Glück hier gar nicht so ins Gewicht fällt, denn auch für andere Nebenstories hat man einen Sinn gefunden und diesen ganz geschickt eingebaut. Doch nun zum Match selbst. Das ist von vorne bis hinten grandios gebookt und passt wie die Faust aufs Auge in die Attitude Era. Einen besseren Jahresabschluss hätte man glaube ich gar nicht bieten können für dieses grandiose Jahr 2000 in der WWF. Im Ring geht es zunächst natürlich chaotisch zu, irgendwann kommen sowohl Vince, als auch Mick Foley zum Ring, der Käfig wird geöffnet und es gibt einen wilden Brawl durch die Arena, einen Dive von Rikishi auf den Lastwagen, den bestimmt schon jeder in irgendeinem Video mal gesehen hat, danach erneut im Ring großes Chaos und Kurt Angle schafft das unmögliche und verteidigt seinen Titel. Diese Finish-Phase war perfekt! Spannung und Dramatik hoch zehn. Ich werde nicht viel mehr darüber schreiben. Man liest meine Begeisterung hoffentlich heraus, doch man sollte das alles durchaus selbst einmal gesehen haben! Wirklich!

Deathrow666: Man kann hier echt vom Highlight des Jahres 2000 sprechen – denn was die WWF sich für den letzten PPV aufgehoben hat ist wirklich allererste Güte. Was hier auch im Vorfeld vielen im Kopf bleibt und bis heute ein Highlight ist, ist das Interview von Rock der alle anderen Kontrahenten perfekt durch den Kakao zieht – unbedingt ansehen. Auch dass man hier mehrere Storylines zusammenfügt ist sehr gut gelöst. Schade auch dass es kein 6 Man HIAC mehr gibt – weil die Kombination ist echt gut – aber ich denke dass dies der Vorreiter für die Elimination Chamber war und es deswegen nicht wiederholt wurde.
Das Match selbst war gut und teils hart geführt mit einigen guten Spots – wie eben auch schon von Eddie erwähnt der Bump von Rikishi auf den Heuwagen. Auch der Brawl durch die Halle ist fast schon normal bei HIAC Matches – gab es eigentlich jemals eines wo das nicht der Fall war? Dass Kurt dann abschliessend doch den Titel verteidigt war eine gute Entscheidung und Überraschung – ich hätte ihn anhand der restlichen Starpower nicht so am Schirm gehabt. Und wer es noch nicht gesehen hat – Pflichtmatch!


Die weiteren Titelkämpfe

Eddie: Ich könnte mich zu Beginn der weiteren Titelkämpfe direkt vom Survivor Series PPV selbst zitieren. Denn erneut bekommt Hardcore Holly, dieses Mal in seinem Heimatstaat Alabama, eine Chance auf den European Title von William Regal erneut nicht das beste Match, erneut leider etwas hinter den Möglichkeiten zurück, aber ging auch nur fünf Minuten, so dass es nicht allzu stark ins Gewicht fällt. Außerdem bekommt man Raven zu sehen, was immer eine gute Sache ist.
Natürlich standen auch die Tag Team Titel auf dem Spiel. Da man am heutigen Abend nicht bereits genug Chaos geboten bekommt gibt es einen Four Way Dance. Vier Teams, Acht Mann, 10 Minuten. Das sollte als Beschreibung reichen. Was daran gut ist: Es hat definitiv keine Längen und jeder darf seine Moves zeigen und steht für kurze Zeit im Rampenlicht. Größter Pluspunkt: Edge & Christian können sich die Tag Team Titel, die sie in der Zwischenzeit im TV an die Hardy Boyz verloren hatten, zurückgewinnen. Richtig, auch die Hardy Boyz hatten noch vor Armageddon die Tag Team Titel verloren, an Bull Buchanan & The Goodfather von Right To Censor. Zum Glück sind die Titel wieder bei einem guten Team. Zusätzlich dabei waren noch die Dudley Boyz sowie K-Kwik & The Road Dogg.
Das vorletzte Titelmatch vor DEM Titelmatch gab es zwischen Billy Gunn, der 19 Tage zuvor bei SmackDown Eddie Guerrero um den Titel erleichtern konnte, und Herausforderer Chris Benoit. Schon zu Beginn des Matches habe ich mich extrem gefreut, denn ich wusste, was uns beim nächsten PPV erwartet. Wer Chris Benoit kennt, der weiß, dass das Match gut war, einfach weil dieser weiß, was Bodypartwork ist und das nahezu in Perfektion beherrscht. Billy Gunn war im Singles Bereich nie wirklich erfolgreich, so war es kaum verwunderlich, dass der Titel hier wechselte.
Im Co-Main-Event verteidigte Ivory noch ihren Women's Title gegen Molly Holly und Trish Stratus. In unter zwei Minuten. Das reicht auch als Beschreibung der Leistung.

Deathrow666: Hardcore Holly und William Regal haben nie ihr gesamtes Potenzial ausschöpfen können, aber ich glaube das hab ich letztens schon mal erwähnt. Aufgrund der Kürze kann man nicht allzuviel sagen – ausser dass Raven hier die Entscheidung brachte. Einfach wunderbar wie sich der ehemalige Jonny Polo gewandelt hatte.
Ja das Tag Team Titel Match – prinzipiell ein gutes Match – jedoch konnte ich nie wirklich viel mit RTC anfangen. E&C sowie die Dudleys können perfekt harmonieren. Auch Road Dogg ist im Tag Team Bereich kein Unbekannter – doch auch K-Kwik bzw jetzt R-Truth war für mich eher ein Fun-Wrestler, als ein ernstzunehmender Star. Aber sonst war das Match durchaus gut anzusehen und es kam auch keiner zu kurz. Kann man durchaus so lassen. Und die Titel hatten nach dem Match mit E&C wieder eine Berechtigung und Wertigkeit.
Billy Gunn hatte es mit Chris Benoit zu tun. Dass Benoit einer der besten war ist glaub ich keine Frage. Billy is zwar auch kein schlechter Wrestler, aber wirklich groß ist er nur im Tag Team Bereich. Es ist zwar schön, dass man kurzfristig ihn mit dem IC Titel würdigt, aber wenn er diesen hier verteidigt hätte, wäre das eine ziemliche Abwertung von Benoit gewesen, aber so passte es und Benoit ging als neuer Titelträger aus dem Match hervor.
Ivory konnte erfolgreich ihren Titel verteidigen. Ende. Irgendwie hab ich jetzt ungefähr solange an dem Satz gedacht wie das Match dauerte. Es war eine schnelle Angelegenheit und somit auch nicht viel zu erzählen. Ich hätte lieber Trish als Champ gesehen, aber ja....


Der Rest

Eddie: Den Beginn machen die Radicalz, Eddie Guerrero, Dean Malenko & Perry Saturn in einem Six Man Tag Team Elimination Match gegen die Hardy Boyz und Lita. Malenko wollte Lita für eine Affäre gewinnen, kurz bevor es soweit war, wurde er im Hotel von Team Extreme angegriffen und sehnte sich nun hier nach Rache. Schnelle Sache hier, die als Opener perfekt geplant ist. Am Ende steht jedoch mit Malenko der Heel als Sieger da, was eine sehr interessante Statistik wäre (wie oft gewinnt der Heel im Opener bei der WWE?). War ganz ok, aber bei fünf Eliminations in 10 Minuten kann man sich denken wie fix das Match war.
Val Venis vs. Chyna, ein Match das keiner sehen will und auch niemand sehen muss. Gesehen und vergessen. Ernsthaft, da ist mir außer die Attacke auf Ivory seitens Chyna nichts im Gedächtnis geblieben.
Chris Jericho bekommt es erneut mit Kane zu tun. Beide fehden nun bereits seit Anfang November und Kane konnte beide PPV Kämpfe (Survivor Series und Rebellion – welchen wir nicht reviewt haben) für sich entscheiden. Nun gab es das erste Gimmick Match auf der großen Bühne, ein Last Man Standing Match. Große Dramatik durch den ganzen Kampf, die Fans stehen – sofern es sie im Moment interessiert – klar hinter Y2J. Dieser zeigt auch ein typisches Babyface Comeback, indem er alle Finisher von Kane überstehen kann und am Ende den Sack überraschenderweise zumachen kann. Ganz clever gemacht am Ende mit den Fässern, die Jericho auf Kane wirft und dieser darunter begraben wird. Große In-Match-Story, das Wrestling dabei war auch ganz ok. Im Nachgang zu Armageddon wurde Y2J wieder in Richtung Intercontinental Title gepusht und darf da auf den neuen Champion Chris Benoit treffen. Auf dieses Match freue ich mich schon seit wir den Royal Rumble 2000 reviewt haben (seitdem ist mir das Ladder Match wieder im Kopf).

Deathrow666: Der Opener war ein 6 Man Elimination Tag Team Match – wobei – nicht ganz, denn auf Seiten der Hardys stand Lita – wohingegen die Radicalz nur männlich bestückt waren. Irgendwie war es abzusehen, dass der Sieg an die Radicalz geht, aber dennoch war es gut geführt und hat die Fans gut angeheizt. Die letzten beiden waren dann Dean Malenko und Lita – Dean machte recht schnell den Sack mit dem Texas Cloverleaf dicht. Guter Auftakt zu einem sehr guten PPV.
Mann gegen Frau (oder so...) – das stand auch noch am Plan mit Val Venis vs. Chyna – hätte man streichen können. Aber die 5 Minuten waren ganz praktisch zum Toilettenbesuch bzw. Knabbereien auffüllen.
Chris Jericho hatte es wieder mit Kane zu tun. Diesmal allerdings ging es auf Ausdauer, denn es sollte der Last Man Standing gefunden werden. Man dachte wieder an einen klaren Sieg von Kane, aber Jericho überrasche, indem er alles was Kane ihm entgegenstellte irgendwie kontern konnte, oder eben widerstand. Letztendlich schaffte es Jericho im Backstage Bereich ein paar Fässer auf Kane fallen zu lassen – somit konnte dieser sich nicht befreien und Chris hatte den Sieg in der Tasche. Damit war er bereit auf Titelkurs einzulenken und somit Benoit ins Visier zu nehmen – was das bedeutet sollte jedem Fan klar sein. Vorfreude pur.


Fazit

Eddie: Auch wenn es eine One-Match-Show ist im Grunde, so wissen die anderen Kämpfe durchaus ihren Platz zu nutzen, vor allem auch Y2J vs. Kane und der Opener. Schöner, runder Jahresabschluss, der zwar als Show hätte besser sein können, doch der Big Impact vom Hell In A Cell Match krönt das grandiose Jahr 2000, ich gebe 7 Punkte.

Deathrow666: Ein PPV mit Höhen und Tiefen – gottseidank überwiegen die Höhen – allen voran das exzellente HIAC Match. Man muss sagen mit dem Jahr 2000 hat die WWF (mit wenigen Ausnahmen) bewiesen dass sie es ja durchaus kann. Das Jahr hat mit diesem PPV einen mehr als würdigen Abschluss gefunden. Man kann nur hoffen, dass es so weitergeht – mal schauen was 2001 bringt. Von mir gibt's auf jeden Fall auch 7 Pünktchen. Hat er sich verdient.

Die PPV-Gesamtwertung

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