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CHIKARA Cibernetico & Robin

Review

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Published on:
04.01.2008, 11:02 
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CHIKARA "Cibernetico & Robin"

Alljährlich findet seit 2004 bei CHIKARA im Herbst das Cibernetico statt. Anstelle sie, wie viele andere Ligen ihre jährlichen Events, zu numerieren, benutzt CHIKARA an dieser Stelle einfach, bis auf bei der Ursprungsausgabe "The Cibernetico Cometh" einfach die Titel der Batmanfilme. So lautete die zweite Ausgabe "The Cibernetico Returneth" (Batman Returns), die dritte "Cibernetico Forever" (Batman Forever) und die dann wohl auffälligste vierte Ausgabe nun "Cibernetico und Robin" (Batman Robin). Wenn ich meine Vermutung anstellen dürfte, könnte die 2008er Varaiante dann sehr wohl "Cibernetico Begins" lauten, wohingegen man danach stark darauf hoffen muss, dass weitere Filme der Gerechtigkeits-Fledermaus gedreht werden.

Wie schon im vorherigen Jahr nutzte man die alte ECW Arena in Philladelphia dazu, um den vielleicht wichtigsten CHIKARA Event des Jahres abzuhalten. Was man diesbezüglich positiv erwähnen muss ist sicherlich die Zuschauerzahl, welche CHIKARA in der Arena erreicht. Bei dieser Ausgabe des Ciberneticos, wo man erstmals Samstag Abends anstelle einer Nachmittagsshow veranstatlete, konnte CHIKARA, welche weiterhin eine zwar zurecht immer beliebter werdende, aber dennoch sehr kleine Indypromotion ist, 450 Fans anlocken, was in keinem Verhältnis zu gewöhnlichen Zuschauerzahlen außerhalb von Philly steht, wo Chikara stets um die 100 Fans zieht. Mehr Positives kann man über die Zuschauerzahl jedoch nicht sagen, denn ohne Frage hat CHIKARA an dem Abend die qualitativ schlechteste Crowd gehabt, welche teilweise sehr negativ auffiel.


Brodie Lee vs. Mike Stevens
Der Opener war kurz und knackig und diente dazu, Brodie Lee als Zerstörer weiter over zu bringen. Kurz nach seinem Debut hatte der Claudio Castagnoli - Like - Aussehende Bigfoot anfang des Jahres arge Probleme, sich bei Chikara erfolgreich einbringen zu können. Trotz seiner Größe verlor er gegen Equinox und kehrte dann mit einer neuen Attitude wieder. Eine Musik, mit der man Knast-Filme untermalen würde, begleitet ihn nun zum Ring, sowie sein völlig verlorenes Lächeln, einem ungewaschenem Unterhemd und jeder Menge Aggression. Mike Stevens gab hier sein Debut, tritt normalerweise bei der Wrestling-Live-Musik-Kombi-Liga "Blood Sweat and Ears" an und nach wenigen Minuten konnte er dorthin auch wieder erfolglos zurückreisen. Eine Wertung gebe ich zwar, sollte aber nicht überbewertet werden, da das Match, wie angedeutet, sehr kurz war und meiner Meinung nach dem Charakter von Brodie Lee weitergeholfen hat. *3/4 für unter 5 Minuten tut auch keinem weh.


Candice LaRae vs. Daizee Haze
Hier kommen wir zur Entäuschung des Abends und ich bin eigentlich ein Freund von Frauenwrestling. Nachdem Daizee Haze, das wrestlende Hippie-Mädchen, welches bei hochgeschätzten 60 Kilo eine eigentlich kaum für möglich gehaltene Wucht hinter ihrer Tritte und Schläge bringt, zuletzt vor allem mit Sarah Del Ray bei CHIKARA zu tun hatte und dort auch einige nette Matches zustande brachte, stellte man ihr hier die debutierende Candice LaRae gegenüber, welche vielen Indyfans durch ihr Managing von Human Tornado bei Pro Wrestling Guerrilla bekannt ist. Candice hat jedoch leider starke Defizite im Ring, während man ihr als Valet ihre Daseinsberechtigung sicher nicht absprechen würde - sie ist schließlich eine hübsche Frau. Doch Schönheit steckte wahrlich nicht in ihren Moves und Daizee wirkte etwas hilflos beim Versuch, dieses Match zu retten. Man muss erwähnen, dass auch dieses Match - gottseidank - nicht allzu lange ging und somit lassen sich die *1/4 auch einigermaßen ertragen.


Incoherence vs. The Order Of The Neo Solar Temple
Incoherence bestehend aus den beiden grünen Freaks Delirious & Hallowicked gingen mit 2 Tag Team Siegen in Folge, welche sich zugegebenermaßen jedoch auf gut 10 Monate verteilen, in dieses Match und konnten mit einem Sieg über den Order of the Neo Solar Temple hier den nötigen 3. Punkt holen, der somit dem Team aus Delirious und Hallowicked ein Match um die CHIKARA Tag Team Belts, welche derzeit von Team FIST gehalten wurden, garantieren würde. Der Order war an diesem Abend durch das ca. Daizee Haze - gewichtige Mini-Monster Hydra (auch an diesem Abend mit aufgemalten Bauchmuskeln) und seinem Mentor, dem langzeit Chikara-Wrestler UltraMantis Black vertreten. Das Match ging auch hier mit ungefähr sieben Minuten relativ kurz und hätte durchaus länger gehen dürfen. Absolut grundsolides Wrestling und das Team von Incoherence ist für mich weiterhin eine heiße Empfehlung für Ring of Honor, welche Delirious weiterhin als Singleswrestler antreten lassen, wo er eigentlich seit über 2 Jahren stets das selbe tut und keinerlei Charakterentwicklung zeigt. Das Finish kam in diesem Match durch einen Running Big Boot von Hallowicked. Meines Erachtens nach war dies das erste mal, daß er mit diesem Move gewonnen hat und dann bezwingt er in diesem Fall auch noch das Mini-Monster. Über solche Dinge wird man in 1000 Jahren wie über David und Goliath reden (*g*). **3/4


Mike Quackenbush vs. Tim Donst
Es folgte das drittbeste Match des Abends. Tim Donst, der Schüler von Mike Quackenbush und der Chikara Wrestlefactory, hat einen Amateur Background, was schon bei vielen Wrestlern dazu führte, dass sie sehr schnell im Pro Wrestling ihren Platz fanden. Tim Donst könnte hier aber den Senkrechtstarter-Rekord aufstellen. Am Kommentar wurde darüber gegrübelt, wieviele Pro Matches Donst bisher hatte und man war sich sicher, dass es noch weiterhin unter 15 Matches sein müssten. Wenn man dies bedenkt, scheint es nahezu unfassbar, das folgende Match zu genießen, ohne sich die Augen zu reiben. Tim Donst nutzt sein Hintergrundwissen aus dem Ringen und setzt es perfekt ins Pro Wrestling um, liefert sich mit Quackenbush ein prima ausgeglichenes Match und zeigt einige sehr innovative Konter auf Quackenbushs Moveset. Leider fällt die Crowd hier durch eine sehr laute Gruppe gewaltig negativ auf, da sie Donst konsequent runtermachen, ihn als Jobber und Amateuer bezeichnen und dabei nicht akzeptieren wollen, dass sie gerade ein wirklich gutes Match zu sehen bekommen. Mike Quackenbush kann das Match am Ende gewinnen und Tim Donst ist nebenbei eine weitere Stufe nach oben gestiegen. Was für ein Talent. ***1/4


Cheech & Cloudy vs. The Olsen Twins (Colin Olsen & Jimmy Olsen)
Auch wenn ich ein gutes Match erwartet habe, folgte für mich die Überaschung des Abends, denn anstelle des Main Eventes sah man meiner Meinung nach bereits hier das Match of the Night. Die Olsen Twins haben sicherlich in vielen ihrer vorherigen Matches bereits angedeutet, dass sie gute Wrestler sind, konnten aber mehr durch Comedy und Unterhaltung glänzen und hielten die großen Matches bis hierhin völlig zurück. Cheech und Cloudy sind hingegen bereits bis hierhin die Tag Team MVP's der Promotion geworden. Jedes halbwegs wichtige Match der beiden war zuletzt ein Kracher und nachdem sie bei ROH im Special K - Raverstable als relativ nutzlose und leicht ersetzbare Spotwrestler gefeatured wurden, haben sie sich seit 2006 zu einem der besten Tag Teams der US Indies entwickelt. Das Match gegen die Olsen Twins sollte für beide Teams ein neuer Start werden, da sich beide bei 0 Punkten befanden und mit einem Sieg eine neue Serie eingeläutet werden sollte. Vielleicht war dies der Grund für die Olsen Twins hier seriöser als gewohnt aufzutreten und zumindest auf Chikara bezogen das Match ihrer Karriere zu wrestlen. Matchstory sowie Moves sind einfach fantastisch. Sei es der Tope durch die Seile von Jimmy Olsen, welcher in einem Tornado DDT gegen Cheech mündet und von da an die Matchstory auslöst, daß man Cloudy im Ring isoliert, während man Cheech versucht, vom Apron fernzuhalten, indem man konsequent auf seinen Nacken eingeht. So zeigt Colin Olsen einen wunderschönen Neck-Snap auf das zweite Ringseil, womit Cheech für weitere Minuten auf dem Hallenboden liegt, um im Ring Cloudy weiter zu bearbeiten. Irgendwann kommt Cloudy aber in das Match zurück und kann Cheech eintaggen. Dieser versucht einen Fishermans Suplex, kann aber die Brücke nicht halten, da sein Nacken zu sehr schmerzt. Das Finish ist einfach fantastisch: Cheech hebt Jimmy Olsen zur Powerbomb hoch. Cloudy steht auf dem Top Rope, zeigt einen Shining Wizzard gegen den hochgehaltenen Olsen Zwilling in der Luft und Cheech lässt ihn Powerbombartig dann auf sein Knie fallen. Das Cover ist hiernach Formsache und die beiden ehemaligen Ring of Honor Jobber haben hier ein weiteres mal bewiesen, wie großartig sind, während die Olsen Twins jetzt bei jedem Fan auf der Rechnung stehen dürften. ***1/2 mit leichter Tendenz nach oben.


Kris Chambers vs. Super Xtremo
Das nun folgende Match war eigentlich nur etwas fehlplatziert. Kris Chambers war ebenfalls ein Chikara-Debutant aus der Blood Sweat and Ears Promotion in Kanada und Super Xtremo hatte bisher erst zwei kleinere Chikara-Auftritte, weshalb die Crowd beide Wrestler noch nicht so wirklich kannte und viele Fans noch vom Tag Team Match ausgepowert waren. Die Stimmung litt ein wenig darunter und die Anfangsminuten des Matches konnten auch nicht unbedingt dagegen helfen. Die zweite Hälfte des Kampfes konnte jedoch überzeugen, beide Wrestler zeigten ein unterm Strich ein absolut grundsolides, wenn auch nicht überragendes Match und es gibt noch ***


ShaneSaw (Jigsaw & Shane Storm) vs. The Osirian Portal (Amasis & Ophidian)
Backstage vor diesem Match sieht man noch eine Promo in der Jigsaw seinem Tag Team Partner erklärt, dass sie mitlerweile 2 Punkte haben und noch ein Punkt zum Titlematch fehlen würde. Shane Storm schien aber seine Zweifel zu haben, ob dies überhaupt einen Nutzen hätte, da sie bereits einmal gegen FIST verloren haben. Jigsaw wurde darüber etwas wütend, da sein Partner Storm zuletzt häufiger an sich zweifelte. Im folgenden Match trafen sie auf the Osirian Portal, welches aus dem Wrestling-Newcommer Amasis, dem Funky Pharao und seinem Partner Ophidian, dem Schlangenmenschen, bestand. Nachdem Shane Storm die Anfangsphase des Matches gründlich versaut hatte, konnte Jigsaw mit beiden Gegnern ein anständiges Match auf die Beine stellen. Das Osirian Portal weis auf jeden Fall zu überzeugen, wenn auch Ophidians Maske sehr gewöhnungsbedürftig ist. Am Ende kam, was kommen musste: Shane Storm wurde von Ophidian in dessen sehr innovativen Form des Cobra Clutches gefangen und musste letztendlich aufgeben. Auf dem Papier sicher das CHIKARA Upset of the Year. Backstage sagte Jigsaw, dass er fortan mit einem anderen Partner auf Titlejagd gehen möchte und ich jubelte. Während ich Jigsaw sehr gerne sehe, hat Shane Storm all das verloren, was ihn 2005 in seinem wirklich tollen Jahr, ausgezeichnet hat. Dem Match hier gebe ich **3/4


BLKOUT (Eddie Kingston, Joker & Sabian) vs. The Colony (Fire Ant, Soldier Ant & Worker Ant)
Backstage gibt es eine Promo von BLKOUT welche die Nase voll haben vom CHIKARA Booking und das man ihnen nicht die Gegner gibt, die sie haben wollen. Vor allem Eddie Kingston konnte hierbei wieder sehr gut glänzen. Seine Promos wirken sehr real, wie auch seine ganze Wrestlingpersönlichkeit. Kingston würde ich trotz seiner zuletzt gesehenen Erfolge sogar noch als einen stark unterbewerteten Wrestler bezeichnen, sein Tag Team Partner hingegen als Karrierebremsen für ihn. Match war eigentlich zu Beginn wieder die selbe Frechheit, wie man es schon mehrmals 2007 sehen konnte. Joker und Sabian gehen mit den 3 Ameisen sehr unsauber um, nur um es stiff wirken zu lassen und ziehen das Match in der Anfangsphase unglaublich in die Länge. Match ist daher in den ersten Minuten wirklich schwach, ehe dann die Ants die zweite Hälfte dominieren und das Match wirklich gut wird. Letztendlich kann die Colony den Sieg über das Favoritenteam BLOUT holen, was auch der einzig sinnvolle Matchausgang war, wenn man mich fragt. Match hätte so viel besser sein können, wenn die Anfangsphase nicht verschlafen wurde. So gibt es nur **3/4 trotz der ordentlichen zweiten Hälfte.


Torneo Cibernetico 16 Man Elimination Match

An dieser Stelle schiebe ich mal eine Regelerläuterung ein, für diejenigen, die noch nie ein Cibernetico Match gesehen haben. Im Grunde lässt sich das Match als mexikanisches Survivor Series Match bezeichnen. Es treten zwei Teams von je 8 Wrestlern gegeneinander an und das erste Grundprinzip lautet: Eliminiere deine Gegner. Hierbei gibt es schon den ersten Unterschied bei der Tag-Regelung. Während man bei einem gewöhnlichen Multimen Elimination Match immer eintaggen kann, wen man möchte, steht beim Cibernetico immer nur ein Partner auf dem Apron und zwar genau derjenige, der als nächster in der vorher festgelegten Ordnung drann ist. Sprich: Die Wrestler sind von #1 bis #8 im Vorfeld teamintern festgelegt wurden und wenn sich beispielsweise #4 im Ring befindet, kann er hinterher nur mit #5 austaggen. Wir deiner eliminiert, wird halt der nach ihm seinen Platz einnehmen. Diese Ordnung hat sehr viele taktische Gründe für die beiden Teams. Der zweite wichtige Unterschied zu einem normalen Elimination Match ist, dass das Cibernetico nur einen Sieger zulässt. Dies bedeutet im Klartext: Man arbeit als Team zusammen, bis alle Gegner eliminiert sind. Ist dies geschehen hat das Team zwar schon moralisch gewonnen, es muss jedoch unter den Survivorn weitergekämpft werden, bis nur ein Wrestler gewonnen hat. In den letzten 3 Ausgaben des Ciberneticos kam diese Regelung bisher nicht ins Spiel, da immer nur ein Wrestler auf seiner Teamseite "überlebte". Es sei zudem für die Nicht-Chikara-Fans noch einmal angemerkt, dass bei Chikara in Tag Matches die Lucha-Tag-Rules gelten: Ein Tag findet also dann auch statt, wenn sich ein Wrestler aus dem Ring rollen kann.

Kings of Wrestling bestehend aus Chris Hero, Chuck Taylor, Claudio Castagnoli, Gran Akuma, Icarus, Larry Sweeney, Mitch Ryder & Shayne Hawke

vs.

Team Mexico bestehend aus Equinox, Incognito, Las Chivas Rayadas (Chiva #3 & Chiva #4), Lince Dorado, Los Ice Creams (El Hijo del Ice Cream & Ice Cream Jr.) & Magno


Der Hauptgrund für das 2007er Aufeinandertreffen der beiden Teams war die Fehde zwischen Kings of Wrestling Mitglied Mitch Ryder und Lince Dorado. Mitch Ryder nahm in dieser Fehde eine leicht fremdenfeindliche Patriotenrolle ein, in der er Lince Dorado als illegalen Einwanderer bezeichnete, welcher Männern wie ihm seinen Job wegnehmen will. Über Monate zog sich diese Fehde, ehe beim "International Invaders" Wochenende Ryder irgendwann so sehr der Kragen platzte, dass er Lince anbot sich sozusagen das restliche mexikanische Pack als Partner zu nehmen und gegen die Kings of Wrestling anzutreten. Aber dies war längst nicht alles, was in diesem Match an Backgroundstory vorhanden war. Chris Hero hatte beim International Invaders Wochenende erneut eine arge Niederlage eingesteckt. Nachdem er gegen Quackenbush bei "Aniversario?" aufgrund des Moves verlor, der sich in Folge als Heros Kryptonite rausstellte "das Chikara Special", konnte auch Lince Dorado, welcher seinerseits noch recht frisch bei Chikara ist, den Star Chris Hero mit diesem Move besiegen. Dies bewies schon recht früh, daß Quackenbush seine Androhung wahr gemacht hat, dass er allen Leuten diesen Move beibringen würde um Hero damit bloßzustellen. Damit sollte das Ende der Serie noch lange nicht erreicht sein. Bei Maximum Overdraft verlor Hero an der Seite von Claudio gegen Dorado und seinen Tag Team Partner El Pantera und erneut war die Chikara Special der Auslöser für seine Aufgabe. Nur einen Monat später war es dann der Edeljobber Equinox welcher ebenfalls mit diesem Move Hero besiegen konnte. Als weitere Matchstory hätten wir dann noch Claudio Castagnoli, welcher sich nur noch zwangsweise bei den Kings of Wrestling befand, nachdem er zu Jahresbeginn ein Vertragsmatch gegen Chris Hero verlor. Viel Backgroundstories, aber bei Chikara war man 2007 auch nichts anderes gewohnt. Die Promotion hat, wenn man mich fragt, derzeit das beste Storylineprogramm aller Wrestlingligen und gleicht damit auch hier und da wrestlerische Defizite bei manchen kleineren Shows aus.

Das Match war dann auch wirklich sehr ordentlich. Für knapp 50 Minuten lies man es im Main Event dieser Show nochmal schön krachen und einzig eine Mittelphase von 10 Minuten, die etwas vor sich herdümpelte, so wie auch einige Upfucks von den beiden Chikara-Neulingen Magno und Incognito (welche jedoch dafür auch ansonsten außerhalb dieser Unsauberkeiten einige sehr sehenswerte Phasen boten) zogen hier ein bischen herunter. Die Eliminierungen verteilten sich anfangs auf längere Phasen, ehe am Ende etwas rasanter Wrestler für Wrestler das Match verlassen musste. Am Ende waren es Hero, Claudio und Ryder auf Kings of Wrestling Seite und Lince Dorado bei den Mexikanern, welche übrig blieben. Nachdem man Dorado besiegen konnte hatten die Kings of Wrestling das Match zumindestens für ihren Stable schon einmal gewonnen. Aber während Hero und Ryder die eigentlichen Matchregeln auf anhieb gar nicht realisierten, konnte Claudio es gar nicht abwarten, sich nun auch im Interesse der Regeln gegen sein Team zu stellen. Sofort atackierte er Chris Hero und bezwang ihn mit der Chikara Special. Ein deutlicher Beweis, dass Mike Quackenbush diesen Move auch Heroes Zwangspartner beigebracht hat. Mitch Ryder konnte auch nicht mehr lange mit dem Schweizer mithalten und nachdem wenigen Sekunden hieß der Sieger des Ciberneticos 2007 Claudio Castagnoli. Bereits zum dritten mal in Folge gewinnen die Kings of Wrestling dieses Match, stets in leicht anderen Formationen. 2007 war es jedoch ein Mitglied des Stables, welches freiwillig kein Mitglied mehr sein möchte. Claudio feierte noch ein wenig, ehe die Show damit zu Ende ging. ***1/2 (aber knapp hinter dem Olsen Twins - Cheech & Cloudy Match).

Fazit: Keine Frage, diese Show hat richtig Spaß gemacht. Die Ratings drücken es nur ansatzweise aus, aber so subjektiv Sterneratings auch sowieso schon sind, so wenig sollte man ganz allein aufgrund ihrers Durchschnitts auf die Qualität einer Show schließen. Dazu dient nunmal das Fazit und ich sage einfach mal, dass diese Show die bis dahin beste Chikara Show 2007 war. Man hatte mit dem Main Event sowie dem tollen Match zwischen Cheech & Cloudy und den Olsen Twins zwei wirklich richtig gute Matches welche zusammen schon die Hälfte der gesamten Showzeit einnahmen. Der Rest war größtenteils solide bis gut, mit 2 kleinen Ausnahmen, die aber auch zusammengenommen nicht viel Zeit dieses Events in Anspruch nahmen. Und jetzt schäme ich mich auch nicht dafür, wenn ich sage, dass ich dem "Ich" aus der Vergangenheit liebend gerne die Tastatur um die Ohren hauen würde, als ich bei den Results des Ciberneticos schrieb, dass mich die Show überhaupt nicht reizen würde und bereits das International Invaders Wochenende so schlecht geklungen hätte. Tja und dann sieht man den Unterschied zwischen Results und Show Gucken, denn es waren bereits die International Invaders Shows, wovon v.a. die zweite recht weit oben bei den Chikara Shows des Jahres zu platzieren wäre und nun gab es mit dem Cibernetico sogar die meiner Meinung nach beste 2007er Chikara Show bis dahin. Aber ich schäme mich auch nicht, zuzugeben, dass ich hier komplett falsch lag und gut, dass ich bei Chikara mitlerweile einfach alle Shows sehen möchte, sonst hätte ich aufgrund der Results wohl noch die Show ausfallen lassen. Ich gebe eine glatte Note: 2
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