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Ein Clown in der WWF der frühen Neunziger. Das war ein nahe liegender Gedanke damals, als die Liga voll auf Familienunterhaltung ausgerichtet war. Doch was dieser Clown damals in der McMahon-Company trieb, war ganz und gar nicht kindgerecht.
Als der noch namenlose Clown – gespielt von Matt Borne – Ende 1992 in der WWF debütierte, sah man ihn zunächst nur im Publikum, ohne das er viel tat. Bald begann er aber, seine Späße zu treiben – und die gingen stets auf Kosten der Fans und ihrer Lieblinge. Er ließ Bob Backlund auf einer Bananenschale ausrutschen, übergoss Marty Jannetty mit Wasser und hing Lance Cassidy ein „Tritt-mich“-Schild ans Jackett.
Armattacke kostet Crush die Rumble-Teilnahme
Bei einer Superstars-Ausgabe Anfang 1993 sah man den Clown dann, wie er einem Kind aus dem Publikum einen Ball ins Gesicht warf. Das bemerkte Crush, der gerade ein Match bestritt, packte Doink am Arm und mahnte ihn, mit diesen Scherzen aufzuhören. In der Woche darauf sprach WWF-Interviewer Ray Rougeau dann mit dem Clown über seine Streiche und Crushs Warnung. Der Clown, der sich als Doink vorstellte und seinen Arm in einer Schlinge hatte, meinte, dass Crushs Warnung ihm egal wäre: Er hätte zu viel Spaß daran, das Lächeln kleiner Kinder zu sehen – und es ihnen dann wegzunehmen.
Wieder eine Woche später konfrontierte Crush Doink dann erneut – und er schien einsichtig zu sein. Er reichte Crush eine Blume zur Versöhnung – doch als er sich abdrehte, nahm er seinen (falschen) Arm aus der Schlinge und schlug Crush damit so lange, bis er von Sanitätern ins Krankenhaus gebracht werden musste. Wegen der bei der Attacke erlittenen Verletzungen, musste Crush seine Teilnahme am Royal-Rumble-Match absagen.
Klar, dass Crush Doink direkt als er wieder fit war ins Visier nahm. Bei der Debütausgabe von Monday Night RAW unterbrach er ein Interview mit dem Clown und jagte ihn um den Ring. Als Folge der Animositäten wurde ein Match zwischen Crush und Doink bei WrestleMania IX angesetzt. Einige Wochen vor der Show begleiteten die WWF-Kameras Crush in seine Heimat Hawaii, wo er eine Kokosnuss mit bloßen Händen zerdrückte – und Doink klar machte, dass bei WrestleMania dasselbe mit ihm passieren würde.
Ein Doink,zwei Doinks, 16 Doinks
Tatsächlich hatte Crush Doink dann bei WrestleMania kurz vor der Niederlage, als er ihn in seinen Finisher, den Cranium Crunch, nahm. Plötzlich aber trauten Publikum und Kommentatoren ihren Augen nicht mehr: Hinter Crush tauchte ein zweiter Doink („Skinner“ Steve Keirn) auf und schlug den Hünen dreimal mit einer Armatrappe nieder. Der erste Doink konnte darauf den Sieg einstreichen. Ringrichter Joey Marella wurde hinterher von seinem Kollegen Bill Alfonso über das informiert, was passierte. Doch unter dem Ring, von wo der zweite Doink auftauchte und wohin er wieder verschwand, war keine Spur mehr von ihm.
Crush wurde also von nun an gleich von zwei Doinks malträtiert. Einige Wochen nach WrestleMania kostete ihn das Duo bei RAW den Sieg gegen Lex Luger, als sie ihn getrennt voneinander ablenkten und dem Narcissist die Gelegenheit gaben, Crush mit dem Running Forearm Smash niederzuschlagen. Crush beschäftigte sich in den Wochen darauf zwar vor allem mit Intercontinental Champion Shawn Michaels, Doink aber kam für ihn direkt nach einem King-of-the-Ring Match gegen den Heartbreak Kid wieder auf die Tagesordnung.
Crush traf im Juli bei Superstars noch einmal auf Doink, der sich vor dem Match in einer Backstage-Promo zu Wort meldete und den Bildschirm dabei so teilen ließ, dass er schließlich 16-mal zu sehen war. Das Match endete mit einem Sieg für Crush durch Auszählen, danach wurde er aber wieder Opfer einer Doppelattacke der Doinks. Das war der Schlusspunkt der Fehde, denn kurz darauf wurde Crush von Yokozuna verletzt und aus dem Geschehen genommen – was Crushs Heelturn einleitete.