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Singles Match: Rocky Romero vs. TJ Perkins
Das Match läuft fast komplett auf der Matte ab, wobei Perkins einen überraschend guten Eindruck macht, den erfahrenen Romero das ein oder andere Mal ausspielt und in fiesen Submission Holds gefangen nimmt. Rocky hingegen bringt immer wieder stiffe Kicks ins Ziel, um TJ zu verunsichern. Trotz Erfahrungsvorteilen weiß Perkins einige Aktionen seines Gegners mit entsprechenden Kontern zu versehen und findet sich nie lange im Hintertreffen wieder, genauso wenig natürlich Romero, was den Kampf über die volle Distanz offen und ausgeglichen läßt. Mit einer Kickcomco wird Rocky kurz vor Erreichen der 10-Minuten-Grenze zu Boden gebracht und die Schlußphase eingeläutet. Es gibt duellierende Chants der Zuschauer, doch die bessere Übersicht behält schließlich der Havana Pitbull, der sich den Sieg mit einem German Suplex Hold sichert.
Sieger: Rocky Romero (14:48)
Singles Match: Austin Aries vs. Chris Sabin
Nach dem stiffen Opener legen Aries und Sabin mit PWG-Humor nach: Austin tänzelt in bester Macho Man-Manier durch den Ring und läßt sich auch sonst kaum anmerken, eine eigene Persönlichkeit zu haben. Die Fans danken es ihm mit lautstarken "Macho Aries!"-Rufen und stilgetreu wird Sabin zu einem klassischen Kräftemessen herausgefordert. Nachdem er seinen Gegner aus dem Ring buchsiert hat, folgt Aries mit einem Top Rope Double Axe-Handle Blow vom Top Rope und deutet an, den Ernst der Lage walten zu lassen. Lange geht das natürlich nicht gut, einen Knee Drop wiederholt Macho Man Jr. in Slowmotion, bis Sabin die Faxen dicke hat. Mit der Unterstützung der Zuschauer kann er sich aus den Klauen Aries' befreien und zelebriert den Spaß mit seiner patentierten Kombination aus Tree Of Woe und Dropkick. Mit einem Enzuigiri sowie einer Powerbomb hält Sabin Austin vor weiteren Mätzchen ab, bis dem selbst ein Dropkick in die Ecke gelingt. Ein viel umjubelter Flying Elbow folgt, doch Sabin kommt bei zwei aus dem Cover raus, nur um letztendlich mit einem Cradle aufgerollt zu werden, bei dem Aries die Hebelwirkung mit einem galanten Griff ans Höschen verstärkt. Die Schummelei reicht zum Sieg, Sabin hat verloren.
Sieger: Austin Aries (15:30)
- PWG Champion Joey Ryan steht im Ring bereit und erklärt sich nach der Abreibung, die er dem Necro Butcher verpaßt hat, zum "Hardcore Wizard". Er gibt zu Protokoll, daß durch Davey Richards' Verletzung das geplante Match um die PWG Tag Team Titel ausfällt und er seinen Vertrag daraufhin genauer durchgelesen hat. Und siehe da: Dort steht eindeutig, er müsse den Titel nur alle 60 Tage verteidigen. Konkret für den heutigen Tag heißt dies, daß sich B-Boy sein Titelmatch abschmieren kann, stattdessen gibt es ein Tag Team Match. Seinen Partner hat er auch gleich dabei: Scorpio Sky, der sich mit Jade Chung in den Ring begibt. Die beiden schleimen sich mit homosexuellen Andeutungen zu, bis Frankie Kazarian und B-Boy den Spaß unterbrechen. Kazarian macht sich verbal nicht nur über Ryan und Scorpio her, sondern auch über Jade, die laut ihm mehr "Kontakt" mit schwarzen Männern hatte als Hurricane Katrina. Der vorerst letzte im Ring ist PWG Commissioner Dino Winwood, der das Match offiziell macht und starten läßt.
Tag Team Match: B-Boy & Frankie Kazarian vs. Joey Ryan & Scorpio Sky (w/Jade Chung)
Ryan und Scorpio gewinnen in den ersten fünf Minuten keinen Blumentopf. Im Gegensatz dazu machen B-Boy und Kazarian gleich dort weiter, wo die Heels aufgehört haben und positionieren sie nach den ersten Aktionen in eindeutige Stellungen, welche die Heterosexualität der beiden amtlich in Frage stellt. B-Boy kann sein Team weiter auf der Siegerstraße lenken, bis es den Bösewichten mit Hilfe von Jade Chung gelingt, Kazarian zu isolieren. Frankie kann sich schließlich mit einem Neckbreaker gegen den Champion befreien und B-Boy ins Match schicken, der sofort mächtig aufräumt und Joey Ryan mit seinem Running Dropkick ins Land der Träume schickt. Es folgen weitere Aktionen gegen den "Technical Wizard", doch gleich zweimal kann Scorpio den drohenden Pinfall verhindern, bevor er B-Boy mit einem Top Rope Frankensteiner schwächt. Als Sky ein sicherer Pinfall bevorsteht, geht Jade Chung dazwischen und B-Boy hat die Schnauze voll. Er schaltet Ryan mit dem Go 2 Sleep aus, doch wieder rettet dessen Partner, der von B-Boy zum Dank an den Ringpfosten geschickt wird. Kurz bevor der "New Age Punisher" den armen Joey mit einem Shining Wizard endgültig die Lichter ausknipst, gelingt Kazarian ein Blind Tag, den er zum sofortigen Three-Count ausnutzt.
Sieger: B-Boy & Frankie Kazarian (18:14)
- Für Frankie ist die Sache klar: Er hat den PWG Champion gepinnt, er will zum #1 Contender erklärt werden, was B-Boy gewaltig anstinkt. Immerhin ist nicht nur er der rechtmäßige Herausforderer auf Ryans Titel, Kazarian hat den Sieg auch noch nach seinem Finishing Move abgestaubt. Dino Winwood ist zwiegespalten, spricht jedoch Kazarian den #1-Contenderposten zu. Außerdem entschuldigt er sich bei B-Boy, doch der zieht es vor, den Hallenbereich zu verlassen. Dazu kommt es dann allerdings nicht so schnell, denn kaum will B-Boy verschwinden, kommt ihm Joey Ryan mit einem Stuhl entgegen geflogen. Im Ring geht es weiter: Dort wird Kazarian Opfer von Scorpio Sky, der die Sitzgelegenheit mit ordentlicher Zielsicherheit an seine Birne klatscht. Scorpio kündigt an, das zu tun, was nicht einmal Vince McMahon gelang, und schneidet das Pferdeschwänzchen von Frankie ab. Als die Sache völlig aussichtslos erscheint, macht der Human Tornado den Save, wonach sich auch Dino und B-Boy um den angeschlagenen und beschnittenen Frankie kümmern.
- Vor seinem Match gegen Bryan Danielson schnappt sich "Mr. Wrestling" Kevin Steen das Mikro und regt sich auf. Der Grund liegt auf der Hand: Er hat morgen Geburtstag und noch keiner hat ihm gratuliert! Er verweigert den Kampf, bis Danielson ihm "Happy Birthday" singt, woraufhin der Dragon das Sprachrohr schnappt. Er will gerade mit dem Gesang beginnen, nur um doch wieder abzubrechen. Wie es sich für ihn gehört, beläßt es Danielson nicht dabei und gibt zu verstehen, Steen das Ständchen darzubringen, wenn er ihn besiegen sollte. Als Gegenleistung muß Steen Pro Wrestling Guerrilla verlassen, wenn er verliert. "Mr. Wrestling" akzeptiert.
Kevin Steen's PWG Career On The Line Match: American Dragon vs. Kevin Steen
Der mattenbasierte Stil vom American Dragon wird schnell zur Zerreißprobe von Steen, der Danielson auf dem Boden einfach nicht gewachsen ist. "Mr. Wrestling" probiert sich an mehreren Aktionen, aber nie dauert es lange, bis sich der ROH World Champion befreit und mit einem eigenen Griff antwortet. Erst als Steen nach etwas mehr als zehn Minuten einen Superkick landet, findet er zum ersten Mal ins Match, das sich mit einem Abstecher in den Zuschauerreihen fortsetzt. Nachdem der American Dragon ein wenig dominiert wird, schmeißt er Steen an die Hallenwand und buchsiert ihn zurück ins Seilgeviert. Die Aktionen werden zunehmend aggressiver. Danielson patzt bei einem Swandive Headbutt und wird von einer Offensive Steens überrascht, bis ein Top Rope Senton Splash auf den Knien Dragons endet. Mit der Cattle Mutilation will Danielson den Sack zumachen, aber Steen rollt sich mitsamt seiner Kampfmasse über seinen Gegner und erreicht beinahe den Three-Count. "Mr. Wrestling" gelingt ein Pumphandle Slam aufs Knie, wonach er das Seil erklimmt und mit einem Moonsault für den Schlußpunkt setzen will. Trotz aller Schnelligkeit ist der Dragon rechtzeitig da, um den ehemaligen PWG Champion zu unterbrechen und einen Top Rope Back Suplex folgen zu lassen. Ein zweites Mal kämpft sich Steen geistesgegenwärtig aus der Cattle Mutilation und kann die Aktion sogar selbst ansetzen, was gegen den Dragon aber nichts nützt. Danielson kämpft sich aus seinem eigenen Finisher und beendet Steen's PWG-Karriere mit einem Tiger Suplex.
Sieger: American Dragon (23:07)
- Dino Winwood wuselt zum Ring und sträubt sich dagegen, Steen zu feuern, was die Fans mit "Let him stay!"-Chants begrüßen. Der Commissioner überläßt Danielson die Entscheidung und fragt, ob er das Leben von Steen wirklich zerstören will. Der Kanadier ergreift das Mikro und erklärt, daß das einzige, was ihm bliebe, Combat Zone Wrestling sei und er ihm das nicht antun könne. Der American Dragon fragt die Fans, die "Mr. Wrestling" eindeutig in der Promotion behalten wollen. Im Anschluß stellt er Steen vor eine Herausforderung: Da auch er bald Geburtstag hat, muß Kevin ihm ein Ständchen darbringen und zusätzlich den Booty Dance aufs Parkett legen. Steens Antwort läßt keine Fragen offen: "Between CZW and the booty dance... I'll take the booty dance." Da Kevin jedoch keine Ahnung hat, wie der Booty Dance funktioniert, braucht er einen Lehrer und fragt, ob Chris Sabin noch hinter den Kulissen sei. Als es keine eindeutige Antwort gibt, springt Dino ein und legt mit einer großartigen Variation des "Tanzes" vor. Im Anschluß traut sich auch Steen und singt dabei wie gewünscht "Happy Birthday!", wobei er sogar den Worm in seine Vorstellung einbaut. Danielson ist beeindruckt und kann nicht anders, als "Mr. Wrestling" von der Matchklausel zu erlösen.
Six Man Tag Team Match: Alex Koslov, Ronin & Super Dragon vs. Bino Gambino, Disco Machine & Nemesis
Keine drei Minuten im Match legt sich Gambino mit Super Dragon an und wird mit stiffen Chops in der Ringecke bestraft. Nicht viel besser ergeht es Bino-Partner Nemesis, der sich von Alex Koslov vorführen lassen muß, bis ein Backbreaker aufs Knie die Offensive des Russen beendet. Dragon kann die Sache richten und weicht einem Senton Splash von Disco Machine aus, der vom Apron aus direkt auf den Hallenboden prallt. Disco wird zusätzlich mit einem Catapult zwischen zwei Sitzbänken belohnt, bevor im Ring Chops von gleich allen drei Gegnern auf ihn niederfliegen. Nach mehreren Minuten Isolation rettet sich der Mitbesitzer von Pro Wrestling Guerrilla schließlich in seine Ecke und schickt Gambino ins Geschehen. Kurzerhand bricht Chaos aus und zwei klatschende Lariats von Dragon und Ronin bringen Bino und Nemesis zu Boden. Koslov macht weiter und erniedrigt Gambino mit einem Surfboard am Ringseil, dem Ronin und Dragon mit mehreren Chops und einem simultanen Dropkick folgen. Ein Curb Stomp sorgt für weiteren Schaden am armen Bino, der sich dann jedoch mit einem Stroke befreien kann. Der Wechsel mit Disco Machine bringt auch einen kompletten Wechsel in Sachen Momentum. Team Dragon sieht sich nach einer Triple Team-Aktion, inklusive zweier Dives und einem Tope, zum ersten Mal ernsthaft in Gefahr wieder, doch Ronin kann nach nur zwei Minuten für das Ende der Durststrecke sorgen. Die Schlußphase beginnt und bringt eine Reihe Nearfalls mit sich. Koslov gelingt es, Disco Machine und Nemesis mit einem Top Rope Dive auszuschalten, wonach Gambino Super Dragon und Ronin hilflos ausgeliefert ist. Es gibt einen Death Valley Driver von Ronin, einen Top Rope Double Stomp von Dragon und schon ist der Pinfall die logische Konsequenz.
Sieger: Alex Koslov, Ronin & Super Dragon (27:10)
Singles Match: Colt Cabana vs. Human Tornado
Cabana, Tornado, da ist alles drin, nur kein gewöhnliches Match. Nach einem doppelten Dropkick liegt Cabana am Boden, probiert sich elegant wieder auf die Beine zu wuseln und scheitert - bei ganzen vier Anläufen. Beim Fünften ist Tornado hilfreich dabei und wird nach Gelingen der Mission mit einem Armdrag aus dem Ring geschleudert. Tornado revanchiert sich für die Höflichkeit mit dem Pimp Slap, was Cabana gar nicht fassen kann. Er erkundigt sich beim Ringrichter, ob die Aktion überhaupt legal sei und läßt sich danach auf einen Lock-up ein. Nach einer Brücke hat Colt Probleme plötzlich Probleme, sich aus der eigenen Position zu erheben und benötigt erst die Hilfe des Ringrichters, bevor das Geschehen ansatzweise normal weiterlaufen kann. Das tut es dann, mit reichlich vorhandenen Comedyspots natürlich. Daß die "balls of steel" auch vor Colt Cabana keinen Halt machen, bemerkt der Second City Saint nach einem "tiefen" Headbutt, der ihm selbst deutlich mehr Schmerzen bereitet als seinem Gegner. Doch Cabana wäre nicht Cabana, hätte er mit dem Flying Asshole nicht gleich eine Antwort im direkten "Schwanzvergleich" parat. Anlauf numero dos geht aber schief, Tornado befördert seinen Gegner mit einer Hurricanrana ins Publikum und springt einen verrückten Dive in die Stuhlreihen hinterher. Der Ansatz zum Tornado DDT verläuft sich im Sand, dennoch zaubert Tornado sofort im Anschluß ein Small Package aus seinem Repertoire und überrumpelt Cabana zum Sieg.
Sieger: Human Tornado (11:33)
- Colt sieht zunächst nicht zufrieden aus, läßt es sich dann aber doch nicht nehmen, noch einen kurzen Moment mit seinem Gegner zu... tanzen.
Eight Man Tag Team Match: Arrogance (Chris Bosh & Scott Lost) & The Kings Of Wrestling (Chris Hero & Claudio Castagnoli) vs. Cape Fear (El Generico & Quicksilver), Kevin Steen & Super Dragon
Durch die "no show" der Los Luchas werden Cape Fear neue Partner zugelost, wobei der Zufall ironischerweise die Erzfeinde schlechthin, Kevin Steen und Super Dragon, auf die Seite von El Generico und Quicksilver stellt. Die ersten fünf Minuten verlaufen ausgeglichen und sind von vielen Tags geprägt, bis Generico sich, Chris Bosh im Armbar, auf das Seil wagt. Der Seiltanz geschieht PWG-klassisch: Generico marschiert einmal um den ganzen Ring, tritt seine drei Gegner vom Apron und ermöglicht seinen Partnern jeweils einen Chop am armen Bosh, der nach dem finalen Armdrag auch noch aus dem Ring gefegt wird. Die Kings Of Wrestling erkennen Quicksilver als schwächstes Glied der gegnerischen Kette und versuchen, ihn so gut es geht von seinen Partnern zu isolieren, was mit Unterstützung von Arrogance ausgezeichnet gelingt. Nach langen Minuten der Qual und dem Einsatz der schlimmsten Waffe aller Zeiten, einem Pappbecher, kann das Cape Fear-Mitglied El Generico ins Rennen schicken, der die Wogen sogleich glättet. Die Schlußphase wird eingeläutet und die Anzahl an Spots steigt rapide: Castagnoli und Hero schleudern Bosh auf den außerhalb des Ringes stehenden Steen, Dragon und Quicksilver überraschen die amtierenden Campeones de Parejas mit einem Dive bzw. Tope und Steen sowie Generico springen gleich auf den ganzen Haufen gegnerischer Mannen. Es geht mit einer Reihe Nearfalls und undurchsichtigem "Tag" Wrestling weiter, bei dem besonders Claudio Castagnoli zu leiden hat, der sowohl einen Top Rope Double Stomp von Super Dragon als auch den 450 Splash von Kevin Steen über sich ergehen lassen muß. Im Endeffekt behält sein Team dennoch die Oberhand, Bosh gelingt der Steiner Screwdriver gegen El Generico und jener reicht zum Sieg.
Sieger: Arrogance & The Kings Of Wrestling (25:21)