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ROH/NJPW Global Wars 2016

Review

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Published on:
16.05.2016, 16:00 
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Zum nun schon dritten Mal treffen sich Ring Of Honor und New Japan Pro Wrestling in den Vereinigten Staaten, um zusammen Shows abzuhalten. Mit dem Pay-per-View Global Wars 2016 in Chicago Ridge, Illinois im Frontier Fieldhouse begann am letzten Sonntagabend die einwöchige Tour der zwei kooperierenden Promotionen. Mit Global Wars präsentierte ROH nicht nur die bis dato sechste gemeinsame Show, sondern auch den zweiten Pay-per-View in diesem Jahr. Mit von der Partie waren neben den Main Event-Playern Kazuchika Okada und Tetsuya Naito auch Hiroshi Tanahashi und der amtierende ROH World Television Champion Tomohiro Ishii sowie IWGP Junior Heavyweight Champion KUSHIDA, Jushin Thunder Liger und Gedo. Kommen mir aber zur Card der Global Wars-Show:

ROH & NJPW
08.05.2016
Frontier Fieldhouse
ca. 2.000 Zuschauer


ROH World Television Title #1 Contendership Four Corner Survival Match: ACH vs. Adam Page vs. Dalton Castle vs. Roderick Strong
Tag Team Match: Cheeseburger & Jushin Thunder Liger vs. The Addiction (Christopher Daniels & Frankie Kazarian)
ROH World Tag Team Title Match: War Machine (Hanson & Ray Rowe) (c) vs. The Briscoes (Jay Briscoe & Mark Briscoe)
Singles Match: Kyle O'Reilly vs. Tetsuya Naito
Tag Team Match: Hiroshi Tanahashi & Michael Elgin vs. Kazuchika Okada & Moose (w/Gedo & Stokely Hathaway)
ROH World Television Title Match: Tomohiro Ishii (c) vs. Bobby Fish
Eight Man Tag Team Match: BULLET CLUB (The Guerrillas Of Destiny (Tama Tonga & Tanga Loa) & The Young Bucks (Matt Jackson & Nick Jackson)) vs. KUSHIDA, Matt Sydal & The Motor City Machine Guns (Alex Shelley & Chris Sabin)
ROH World Title Match: Jay Lethal (c) vs. Colt Cabana

Zu Beginn sehen wir ein Videopaket, das die letzten Zusammentreffen der Ligen sowie die Rückkehr des verlorenen Sohns, Colt Cabana, beleuchtet. Eines wird schon hierbei deutlich: Auch wenn der Hauptanteil der Promo auf dem Main Event zwischen Lethal und Cabana lag, so waren doch die Szenen rund um die Joint Shows relevanter. Dazu sei gesagt, wurden die Finishes der Matches zwischen Kevin Steen und Shinsuke Nakamura sowie Roderick Strong und Tomohiro Ishii porträtiert, zwei Matches deren Sieger Wrestler New Japans waren. Sei mal dahingestellt ob Zufall oder nicht, ein wenig ungünstig ist es dennoch in meinen Augen.

ROH World Television Title #1 Contendership Four Corner Survival: ACH vs. Adam Page vs. Dalton Castle (w/The Boys) vs. Roderick Strong
Die Show startet mit dem Four Corner Survival, welches den nächsten Herausforderer des heute siegreichen Mannes im Match um den Television Titel bestimmen wird. ACH gewinnt dabei vorerst mein Herz, indem er als Monkey D. Ruffy (oder auch Luffy) aus One Piece gekleidet zum Ring rennt. Mal abgesehen davon, dass Mr. Wrestling 3 One Piece als Cartoon bezeichnet, während Kevin Kelly zumindest das Wort Anime (gefolgt von "oder Videospiel") raus kriegt, sehr gelungen. Desweiteren erwähnen Kelly und #3 die Fehden von Page (gegen BJ Whitmer) und Castle (gegen Silas Young) - zwei Fehden die man dank des geistreichen Re-Runs der Honor Rising-Shows in Form von Road Rage fasst schon vergessen hat, grandios.
Das Match ist ein guter rund neun-minütiger Sprint, auch wenn ich Sprints nach dem Cinderella Tournament World Wonder Ring Stardoms mindestens eine Woche nicht mehr sehen will. ACH bekommt verhältnismäßig wenig zu machen, während vor allem Page und Strong im Fokus liegen und Castle als eine Art Beiwerk agiert. Dass Page und Strong zusammen im Decade geteamt haben, wird sehr wenig aufgespielt, zumeist nur vom Kommentar. Dalton Castle mit seinen üblichen Spots, die auch genügend Reaktion aus der Crowd bekommen haben, während Page beispielsweise eher verhalten angefeuert wurde. Was will man's ihnen aber auch verübeln? Wer feuert schon jemanden an, der eine Somersault Lariat und eine Standing Shooting Star Headbutt/Lariat vom Apron zeigt? Ganz ehrlich, Page ist ganz und gar nicht mein Fall. Umso erfreulicher der Ausgang des Matches, in dem insbesondere ACH nicht all zu gut aussieht und von Strong mit einem schönen Superplex zu Boden geschickt wird. Castle sichert sich den Sieg schlussendlich mit dem Bang-A-Rang.
Sieger: Dalton Castle

Cheeseburger & Jushin Thunder Liger vs. The Addiction (Christopher Daniels & Frankie Kazarian)
Cheeseburger ist ein Phänomen und Liger als Mentor macht den Act nur noch besser. Bei den beiden ist gute Laune und ein Lächeln garantiert - und das merkt man auch an den Pops, die sowohl Liger als auch jedermanns liebster Underdog Cheeseburger von der Chicago-Crowd erhalten. Im Gegensatz dazu erhalten die Addiction sehr verhaltene Reaktionen, die aufgrund ihrer Heel-Gesinnung eher negativ ausfallen. Leider sind die Addiction seit ihrem Debüt bei Best In The World 2014 stetig langweiliger geworden. Auch wenn ich sie mir gern anschaue, es fehlt doch deutlich an Relevanz. Doch nochmal zurück zu Cheesy; der nämlich trägt eine Maske (die meiner Meinung nach sehr an sein Leech Lunda-Gimmick erinnert, ich aber keine handfesten Beweise habe), bei welcher #3 der Meinung ist, dass er und Liger dadurch Twing Magic vollführen können. Wegen solcher kleinen Details liebe ich den Mann unter der Mr. Wrestling #3-Maske. Der nach einer Speise bei McDonald's benannte Mann zieht die Maske jedoch leider vor Matchbeginn aus und aus dieser tollen Strategie wird kein Kapital geschlagen.
Das Match ist hinsichtlich Qualität natürlich nicht unbedingt brauchbar, aber darum geht es hierbei auch absolut null. Hierbei geht es um so vieles mehr als eine tolle Leistung in der Undercard. Beispielsweise der Spaß an dem, was im Ring veranstaltet wird. So wenig insgesamt gesehen auch passiert, so sehr habe ich es wirklich genossen, das Schauspiel der vier anzusehen. Cheeseburger und Liger als Gespann passt wunderbar und auch die Addiction waren nett mit anzusehen. In mitten des Matches ein kleiner Schocker, als Liger beim Celebrity Rehab volle Kanne mit dem Kopf voran auf den Boden knallt. Ein Glück ist nichts schlimmes passiert, wenn man mal anderes dieser Art gesehen hat. Mit Cheeseburger als Sieger hat man sicherlich eher weniger gerechnet, dass er dazu der ist, der das Cover macht, wohl noch weniger, doch er hat sich und Liger den Sieg per Victory Roll zu einer fantastischen Zuschauerreaktion gesichert. Schöne Bilder.
Sieger: Cheeseburger & Jushin Thunder Liger

ROH World Tag Team Title Match: War Machine (Hanson & Ray Rowe) (c) vs. The Briscoes (Jay Briscoe & Mark Briscoe)
Was Cheeseburger als liebenswerter Comedy-Charakter ist, sind War Machine und auch die Briscoes in der Tag Team Division. War Machine sind zwei HOSS-Kämpfer; wer sich fragt was ein "HOSS" ist: Allgemein gesagt ein eher kräftiger Mann, können Muskeln aber auch ein wenig Bauch sein - der Beer City Bruiser ist zu Teilen auch einer dieser Sorte. Hauptsache es klatscht und scheppert. Zurück aber zum Match und der Betrachtung: Die beiden Teams sind schon öfters aneinander geraten. Sei es gemeinsam oder auch gegeneinander, bei ihnen ist es immer interessant anzusehen. War Machine gelang es bei Final Battle sich die Titel zu sichern und das Kingdom zu besiegen. Seither jagen auch die Briscoes wieder die Titel um sich abermals in die Geschichtsbücher eintragen lassen zu können.
Doch an diesem Abend blieb ihnen dies vorerst verwehrt. Hanson, Rowe, Jay und Mark bieten sich eine gnadenlose Schlacht, die verglichen mit weiteren Tag Matches der letzten Zeit seines Gleichen sucht, das hat sich alles richtig schön vom sonstigen Durchschnitt abgehoben. Das ganze fing mit einer meiner Meinung nach sehr ruhigen Abtastphase an, hat sich dann aber immer weiter gesteigert, bis zu dem Punkt, an dem sich alles nach draußen verlagert hat. Draußen gab es auch allerhand an Verrücktheiten,- so beispielsweise Hanson, der mit einem schönen Suicide Dive die Briscoes abräumt. Doch damit nicht genug gibt es auch einen Stomp durch einen der Tische am Ringrand. Leider sieht man dies erst in einer Wiederholung, da die Navigation der Kameras besonders in diesem Match zum in die Tonne kloppen ist - was man schon im Opener zu sehen oder auch eben nicht. Ein kleiner Sprung direkt zum Ende, in dem War Machine als Übermacht dargestellt wird und dies gegen das Dienstälteste Team der Liga. Während Hanson Big Splash und Froggy Bow als auch später aus dem Jay-Driller kommen kann, ist Rowe der, der abschirmt und seinem Partner den Back-Up liefert. Der Sieg der Titelträger leider seitens Todd Sinclair, Scarlett Bordeaux und der Techniker überschattet, was dem ganzen einen milden Abriss getan hat. Letztendlich aber dennoch ein sehenswerter Titelkampf eines schon lange erwarteten Match.
Sieger: War Machine (Hanson & Ray Rowe)

Kyle O'Reilly vs. Tetsuya Naito
Auf dem Papier ein hervorragendes Match, besonders jetzt da O'Reilly langsam aber sich im Main Event platzierte wurde (wenn auch jetzt vorerst wieder auf einem absteigendem Ast) und Naito der Leader der Los Ingobernbles de Japon sowie Champion von New Japan ist. Schon im letzten Jahr gab es ein Match zwischen beiden, welches ich überaus toll fand und mich in den Bann gezogen hat. Unter den vorgegebenen Aspekten sollte dies auch in diesem Jahr zu schaffen sein. Jedoch sagt mir mein Bauch, dass mindestens zwei der letzten fünf Matches mit dem Pay-per-View-Fluch belegt sind, durch den die Qualität und Erwartungen nicht erfüllt werden.
Mehr oder weniger habe ich dann auch schlussendlich Recht behalten. Wirklich gepackt hat mich das Match nicht und auch, dass das Match gerade einmal 12 Minuten lief hilft dem ganzen ganz und gar nicht. Da fehlt die Struktur, die mir den Weg zum Finish erklärt. Das war alles eher so "Wir zeigen jetzt das und das und dann zeigen wir meinen Finisher, der ausgekontert wird und dann eine Minute später doch durchgeht". Im Gegensatz zum letzten Jahr bin ich nicht vertieft gewesen, es hat mich zuteilen auch ein wenig gelangweilt. Dennoch haben beide das Nötigste gemacht, um ein akzeptables Match zu zeigen, wovor ich meinen imaginären Hut ziehe. LOS~!
Sieger: Tetsuya Naito

Hiroshi Tanahashi & Michael Elgin vs. Kazuchika Okada & Moose (w/Gedo & Stokely Hathaway)
Ich meine jetzt mal, dass das ein random Match ist. Der Hintergrund hinter der Paarung Okada vs. Tanahashi ist mir bestens bekannt und natürlich auch Elgin vs. Moose ist (ein wenig) hängen geblieben. Aber ansonsten? Das Match basiert auf keinem getrocknetem Fundament, da gab es null Komma nichts im Vorherein. Die Qualität aller Matches dieser Card dahingestellt, möchte ich bei einem Pay-per-View zumindest einfache Storylines, so Sachen die man halt über Promos aufbaut, aber rein gar nichts ist bei rund 80% der Fälle dieser Card deutlich zu viel. Das Team Elgin/Tanahashi ist cool und funktioniert größtenteils gut und auch Moose/Okada ist nicht von schlechten Eltern, vor allem da dies ihr erstes gemeinsames Mal gewesen ist, nachdem Moose Okada bei der 14th Anniversary Show ROHs unterlag.
So random es dann auch gewesen ist, so gern habe ich es hinten raus dann doch gesehen. Zu Beginn eher weniger interessant, versprüht es von Minute zu Minute mehr von seiner Magie. Gut, Okada und Tanahashi haben sich zu Anfang gegenüber gestanden, chanten wir halt "This is awesome~!". Die Fankultur ist dahingehend leider schon längst gestorben, indem wirklich alles mit diesem Chant quittiert wird. Dass Buhen bei Elgin und Moose umso hirnrissiger. Jedem das seine, aber irgendwo muss eine Grenze gezogen werden, wenn man zu einer ROH-Show geht, wo es ein Tag Match mit Beteiligung beider Ligen gibt und die Leute der primären Liga ausgebuht werden, weil sie in das Tag Team Match eingreifen. Okada und Tanahashi arbeiten mit angezogener Handbremse, sieht für mich zumindest so aus. Auch Elgin ist nicht mehr so sehr darauf versessen all seinen Kram rein zu packen. Bei Moose kann man so oder so dazustehen: Ist es nun sein limitiertes Repertoire oder hält er sich auch zurück? Aber auch so bieten alle vier ein wirklich anschauliches Tag Match, dass zusammen mit dem ROH World Tag Team Championship Match das bis dato beste Match stellt. Ich persönliche hätte mit keinem Sieg des Moose gerechnet, nicht zuletzt aufgrund der Gerüchte um ihn und eine mögliche Unterschrifft in Stamford. Ob es nun dazu diente, ihn nochmal umzustimmen oder ob überhaupt nichts an den Gerüchten hing wird sich wohl über die nächsten Monate zeigen.
Sieger: Kazuchika Okada & Moose

ROH World Television Title Match: Tomohiro Ishii (c) vs. Bobby Fish
Huch, den Television Titel gibt's noch? Seit mehr als zwei Monaten nix mehr von dem Ding wahrgenommen - und das obwohl er in Japan verteidigt wurde. Dort besiegte Ishii EVIL, den ehemaligen Takaaki Watanabe. Aber warum auch das zeigen, wenn man lieber toll die Honor Rising-Shows au dem Februar bringen kann? Fish und Strong haben sich bekannterweise zuvor behackt, wodurch ein Match bei Final Battle das Resultat war - welches in einer Kontroverse endete und die Fehde vorantrieb. In dieser Zeit betrieb Strong ebenfalls seine "Roddy vs. The World"-Kampagne, durch die Ishii schließlich im Februar den Titel in Japan gewinnen konnte - während die Fehde mit Fish lief. Tolles Booking, Delirious, nicht.
Ich bin kein wahrlich großer Fan von Ishii, mir sagt weder die Wrestling-Persona "Tomohiro Ishii" zu, noch tut es sein Stil. Von Zeit zu Zeit hat er ein ganz anständiges Match, dennoch kann man nicht sagen, dass er in seinem Matches einen Hang zu neuem hat - kurz um: Seine Matches verlaufen in den meisten Fällen nach ein und dem selben Stigma. Fish versucht ihm dahingehend gut gegenzusetzen, muss sich ihm allerdings beugen und wird mehrmals zu Boden geschickt. Auch mit Headbutts, die allesamt verboten werden sollten. Unbrauchbar und unnötig gefährlich. Dass Match präsentiert Ishii als den großen, harten Hund während Bobby Fish alles erdenkliche versucht, sich gegen ihn zu behaupten. Umso verwirrender wirkt das Finish auf mich: Der Sleeper Hold ist ein gefährlicher Aufgabegriff, aber nach all dem was Fish im Gegensatz zum Champion eingesteckt hat, ist das ein wenig verkehrt herum. Dass Fish damit den Titel gewonnen hat, macht es nicht viel besser, auch wenn mich für ihn freut, hat er sich verdient.
Sieger: Bobby Fish - TITELWECHSEL !!!

BULLET CLUB (The Guerrillas Of Destiny (Tama Tonga & Tanga Loa) & The Young Bucks (Matt Jackson & Nick Jackson) vs. KUSHIDA, Matt Sydal & The Motor City Machine Guns (Alex Shelley & Chris Sabin)
Okay, ich nehme die Bezeichnung "random" bezüglich der letzten beiden Matches vollkommen zurück. Dieses Match ist die Definition von "random". Viel mehr gibt es auch kaum zu sagen, das meiste ist bereit bekannt. Bei Tanga Loa handelt es sich um Camacho aus der WWE, dem Kumpanen Hunicos, die zwei die immer mit ihrem freshen Bike die Stage runder geradelt sind, die coolen Dudes. Joa, das war es jetzt wirklich, es gibt nichts zu sagen. ... Zehn Sekunden vor Matchbeginn gibt es doch noch was~! #3 hat sich von seinem eigenen, hart verdienten Geld seinen eigenen "Mr. Wrestling #3/BULLET CLUB Young Bucks-Superkick-Counter" geleistet, der nun am Seitenrand des TV zu sehen ist und die Anzahl der Superkicks anzeigen wird. Das wird so manches Tippspiel erleichtern, wo die Frage "Wie viele Superkicks wird es heute Abend zu sehen geben?" enthalten ist!
Gelohnt hat es sich allerdings nicht~! Statt Superkicks gibt es Thrust Kicks und dann nicht mal von den Young Bucks, sondern von Sabin, Shelley und Sydal. Derbe Enttäuschung bei #3, der einmal mehr mit voller Sache dabei war. Dass die Superkicks fehlten wäre mir aber wahrscheinlich nicht mal wirklich aufgefallen, hätte mich der Kommentar darauf hingewiesen oder hätte ich bei Twitter die dazugehörigen Diskussionen gelesen. Ein perfektes Beispiel, dass die Jackson-Brüder auch ohne den Gebrauch dieses Movez gute Reaktionen ziehen und gute Matches zeigen können. Tama Tonga und Tanga Loa waren leider nicht sehr oft im Ring zu sehen, in den meisten Fällen leider nur zur Abschirmung oder um mal den ein oder anderen Move über das oberste Seil aufzufangen. Dennoch sah das alles ganz in Ordnung aus, vor allem Loa besser als in allen seinen Leistungen bei New Japan gegen Great Bash Heel. Finish kommt ein wenig überraschend, obwohl der Meltzer Driver den todsicheren Sieg bedeutet. Hätte von mir aus noch ein wenig länger gehen können.
Sieger: BULLET CLUB (The Guerrillas Of Destiny (Tama Tonga & Tanga Loa) & The Young Bucks (Matt Jackson & Nick Jackson))

ROH World Title Match: Jay Lethal (w/Taeler Hendrix) (c) vs. Colt Cabana
Als letztes Match, dem Main Event, präsentiert ROH das Homecoming von Colt Cabana, der nach fünf-jähriger Abstinenz in Dallas, Texas zurück gekehrt war und eine Titelchance von Lethal forderte. Schon in Dallas gelang es Cabana Lethal überraschend per Roll-Up-Pin zu besiegen und sich so als Herausforderer zu festigen. Leider gab es bekannterweise anschließend keinen wirklichen Aufbau; lediglich eine TV-Show in der Woche vor dem Pay-per-View die sich mit Cabana befasste.
Match hätte deutlich mieser sein können, so war es ein schlussendlich nett anzusehender Main Event mit ernsthaftem Verlauf, kein Rumgeblödel sondern zwei Männern denen es um den wichtigsten Titel der gesamten Liga geht. Etwas, was ich bei Matches von Lethal immer und immer wieder zu spüren kriege. Er hat Spaß, sich den Fans zu beweisen und zeigt dies auch in jedem seiner Titelkämpfe. Während seiner gesamten Titelregentschaft ging hauptsächlich um den Titel, so wie schon um den Television Titelgürtel vor mehr als einem Jahr nun schon. Es verleiht dem ganzen das Prestige, was man in der heutigen Zeit gerne mal vergisst.
Allerdings steht das nach rund 15 Minuten komplett im Schatten eines Angles. Delirious scheint World Championship Wrestling, Ed Ferrara und Vince Russo-Fan zu sein, anders kann ich mir das Ende dieses Pay-per-Views nicht erklären, denn es war absoluter Dreck und nichts anderes. Man kann mir gerne versuchen das Finish zu erklären, es mir schmackhaft machen, ich allein kann das nicht. Die Young Bucks kommen zum Ring, an sich gar nicht mal schlecht, doch dann gibt es außerhalb des Rings sowohl den Superkick gegen Sinclair als auch Hendrix. Apropos Taeler Hendrix: Die wurde rund fünf Minuten into the Match von Nigel McGuinness, welcher am Kommentar saß, vom Ring entfernt. Ich habe keine Ahnung wie sie es eigentlich geschafft hat, McGuinness zu entkommen und wieder zum Ring rennen zu können. Matt und Nick Jackson gehen derweil in den Ring - mit zwei BULLET CLUB-Shirts in der Hand. Nachdem diese Cabana und Lethal überreicht wurden geht das Licht aus,- diesmal nicht wegen technischen Problemen wie in Toronto, Ontario letztes Jahr, sondern weil Adam Cole als neustes Mitglied des BULLET CLUBs enthüllt wird.
Damit kann ich super leben, alles besser als auch ihn an World Wrestling Entertainment zu verlieren (so sehr ich NXT liebe). Das dazugehörige Segment allerdings zerstört mal eben den kompletten Moment. Es wird alles und jeder zerstört und mit einem Superkick durch den Ring geschleudert. Der Superkick-Counter von #3 geht in die Höhe - doch der kassiert schlussendlich auch einen Superkick. Warte, was? Warum? Stimmt, einfach weil BULLET CLUB, Baybay. Nein, ernsthaft, wozu? Cole verlor vor nicht einmal einem Viertel Jahr clean gegen Lethal in einem Three Way mit O'Reilly bei der 14th Anniversary Show - und nun soll er, weil er Teil des BULLET CLUB ist, Lethal doch gewachsen sein, oder was sollen mir die zig-fachen Superkicks gegen den Champion sagen?
Resultat: No Contest

Final Relax: Die Show zog sich hinten raus wie alter Kaugummi. Ich hatte kaum Interesse, mir den Co-Main Event anzuschauen, es erschien alles eintönig und irrelevant. Es tut halt auch nichts zu irgendeiner Storyline bei, weder bei New Japan noch bei ROH. Der BULLET CLUB ist eben da, der Nährwert ist der Gruppierung schon lange abhanden gekommen. Sie sind in meinen Augen nicht die Domination, die sie glauben zu verkörpern. Und das wird dem Ende der Show auch zum Verhängnis. Doch nicht nur das: Die Show kostete 45 Dollar bei manchem PPV-Anbieter. Wer kauft nach diesem Finish nochmal eine Show von der Liga in dieser Preisklasse? In der heutigen Zeit von 9,99 (Network) oder 999 (New Japan World) ist das nicht tragbar - allgemein ist ROHs VOD-System für die Tonne, aber darum soll es nicht gehen. Zu Beginn hat man den Standard-Hype aufgrund der Kooperation, ist halt immer noch irgendwo was tolles. Doch das verfliegt recht schnell, weil eben null Aufbau oder dergleichen getätigt wurde und das auch nicht nur bei den New Japan/ROH-Matches der Fall ist. Für den Fan sieht es aktuell nicht so rosig aus, ROH hingegen ist aktuell im Aufschwung und kassiert mehr denn je mit ihrem Produkt. Am letzten Montagmorgen gab es viel Häme aufgrund des Finishs zu lesen, zu Recht. Jedoch vermute ich stark, dass dies nicht Fall wäre, würde ROH direkt mit TV-Material nachlegen - im Kasten ist es schließlich schon! Stattdessen zeigt man Specials zu Lethal und dem BULLET CLUB. Bei diesem Tempo wird man auf eine mögliche Erklärung von Adam Cole bis Ende Mai warten dürfen.

Wer mehr zu "ROH/NJPW Global Wars" erfahren möchte und lieber zuhört als zu lesen, dem empfehle ich die heutige Ausgabe von Straight Wrestling mit Flosch und STRIGGA um ca. 18:00. Zu erreichen unter UStream.tv.

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