Willkommen zum „Rumor Report“ auf Cagematch.de, dem einzigen Original aller Kolumnen dieser Art! Hier findet ihr die heißesten Gerüchte aus dem Wrestling-Business, die in dieser Woche aufgekommen sind. Zwar mag sich hinter jedem Gerücht ein Fünkchen Wahrheit verstecken, doch manchmal muss man bei einigen Meldungen schon sehr lange danach suchen. Daher werde ich zu jedem Gerücht ein persönliches Statement abgeben, in dem ich den Wahrheitsgehalt der „Neuigkeiten“ einschätze. Unter Umständen sind in diesem Report einige Spoiler enthalten. Wer sich also von den kommenden Storylines überraschen lassen will, sollte besser nicht weiterlesen.
Die Top-Themen dieser Woche:
Neue Matches für WrestleManiaDie Card von WrestleMania sieht schon sehr vollständig aus, ist aber noch nicht komplett. Denn hinter den Kulissen sei noch ein Diva-Match in der Diskussion. So sollen in einem Six-Diva-Tag höchstwahrscheinlich
Maryse,
Michelle McCool und
Layla gegen
Mickie James,
Beth Phoenix und noch eine RAW-Diva antreten. Auch bei den Männern könnte sich noch etwas tun, denn eventuell werden die neuen NXT-Worker in einem Eight-Man-Match aufeinander treffen – dann wahrscheinlich aber unter Ausschluss der breiten Öffentlichkeit in einem Pre-Match vor der Show. Die wichtigste Meldung dreht sich jedoch um
Bret Hart und
Vince McMahon. Hier heißt es, dass die Idee, sie beide in das Match um
Batista und
John Cena zu integrieren, vom Tisch sei. Stattdessen dürften die beiden wohl in einem Street Fight aufeinandertreffen. Die Stipulation soll schon bald bekannt gegeben werden.
Mein Kommentar: Das Diva-Match ziehe man in Erwägung, da man möglichst vielen Damen die Chance geben wolle, einen ordentlich Gehaltsscheck zu erhalten. Wie ehrenhaft. Die Idee ist aber okay, denn bei der Card können die Diven eh nicht gegen die Herren anstinken. Also einfach einen Haufen nehmen, ein bisschen Geschwindigkeit reinbringen – und gut ist. Dass die NXT-Worker in einem Match aufeinander treffen, ist reine Spekulation und begründet sich darauf, dass die WWE sie alle zu WrestleMania beordert haben soll. Kann also sein, dass das Match stattfindet, muss aber nicht. Die Idee eines Pre-Matches ist aber nett, auf die Maincard gehört schließlich noch keiner von ihnen. Das spricht gegen das NXT-Konzept. Doch das eigentliche Thema ist natürlich Hart vs. McMahon. Ja, bitte gebt uns das Single-Match. Her damit. Das wollen wir sehen und keinen Bret Hart, der um den WWE-Championship kämpft. Der Street Fight wäre eine gute Stipulation, denn sie dürfte die körperlichen Einschränkungen der beiden Kontrahenten kaschieren, die Emotionen im Publikum aber eher noch steigern. Ich denke, das ist der Weg, den die WWE mit dem Match gehen sollte. Darauf würde ich mich freuen.
Wird Abyss der neue TNA-Champion?Hinter den Kulissen TNAs geht einiges vor sich. Neue Worker kamen und mischten das Roster auf, wie zum Beispiel die
Nasty Boys. Sie legten sich gleich mit dem
Team 3D an, woraus sich eine Fehde entwickelte. Wie es backstage heißt, seien Brother Ray und Brother Devon jedoch nicht sonderlich von den Tag-Team-Veteranen begeistert. Sie sollen sich wünschen, die Fehde so schnell wie möglich zu beenden. Kurioserweise sei die Meinung der Nasty Boys da aber ganz anders, sie wollen angeblich gerne ein halbes Jahr gegen das Team 3D fehden. Letztendlich wird es wohl die goldene Mitte werden, denn einigen Stimmen nach soll die Story beim Lockdown-PPV enden. Eine andere Änderung des neuen TNAs ist, dass
Abyss einen großen Push erhält.
Hulk Hogan gilt als ein Fan von ihm und wolle ihn voranbringen. Deswegen soll Abyss am Ende seiner Charakterwandlung all seine neurotischen Charakterzüge abgelegt haben. Ab dann soll er eine Art unantastbaren Charakter darstellen. Ob er dann noch seine Maske tragen wird, sei zumindest fraglich. Und gar der TNA-Championship soll für Abyss nicht mehr unerreichbar sein.
Mein Kommentar: Fangen wir mit den Nasty Boys an: Will diese Fehde wirklich jemand sehen? Ich erkenne an, dass die Nasty Boys ein Tag-Team mit einer nicht unbedeutenden Geschichte im Wrestling-Business sind. Aber sie sind nicht nur über ihren Zenit hinaus, sondern auch nicht mehr up-to-date. Der heutige Wrestling-Fan will die Nasty Boys nicht mehr sehen. Ihre letzte große Zeit ist fast 15 Jahre her. Der heutige Wrestling-Fan fragt sich, wer die Nasty Boys sind und was die alten Männer im Ring verloren habe?. Mit dem Team 3D kann man ganz gewiss sinnvollere Dinge anstellen, als ein Team over zu bringen, das keine Zukunft mehr hat. Dass sich die Nastys hingegen eine lange Fehde wünschen, glaube ich gerne. Denn am Ende dieser Fehde wird es hoffentlich so sein, dass ihre TNA-Karriere wieder vorbei ist. Abyss ist da schon ein viel angenehmeres Thema. Abyss ist als das Monster von TNA bekannt und hat als solches sicherlich auch schon einen gewissen Kultstatus. Aber sein Charakter ist limitiert. TNA hat die Hardcore-Züge seines Gimmicks so weit ausgereizt, wie es ging. Ich begrüße daher eine Charakterwandlung. Setzt man diese gut um, kann sich Abyss weiterentwickeln, was tatsächlich einen großen Push rechtfertigen kann. Und nur, weil er sich jetzt wandelt, heißt es nicht, dass sich Abyss eines Tages nicht wieder zum „Monster“ zurückentwickelt. Auch
The Undertaker schaffte es schließlich vom Totengräber zum Biker und wieder zurück. Doch ist der TNA-Championship für Abyss tatsächlich realistisch? Nun, Hulk Hogan ist an seiner Seite und ein Fan von ihm. Es sollte also mit allem gerechnet werden.
Schlechte Stimmung wegen Live-Impact!Nun ist es passiert: Am vergangenen Montag kehrte TNA zurück, um es mit einer Live-Show mit dem WWE-Flaggschiff RAW aufzunehmen. Doch im Vorfeld zu der Show soll es im TNA-Lockerroom keine gute Laune gegeben haben. Der Grund dafür sei, dass viel Skepsis vorgeherrscht habe. Zum einen sollen einige Worker daran zweifeln, dass alternde Stars wie
Hulk Hogan oder
Ric Flair tatsächlich einen Effekt auf das Produkt haben, zum anderen habe man das Gefühl gehabt, die Show am Montag sei zu wenig gepusht worden. Die letzte Impact!-Ausgabe am Donnerstag habe nur wenig Hype für die Montagsshow beinhaltet. Darüber hinaus gebe es auch interne Kritik, die Company verfehle hier Ziel, den Destination X-PPV vernünftig zu promoten. Es herrschte einzig Zuversicht darüber, dass einige Überraschungen das Live-Impact! retten könnten. Doch wie man am Rating erkennen konnte, hat auch das nicht funktioniert.
Mein Kommentar: So, da haben wir es. Der Monday Night War ist zurück…wobei „War“ schon fast übertrieben klingt. Total Nonstop Action konnte mit ihrer Show head-to-head gegen RAW gerade mal ein aufgerundetes Rating von 1.0 Punkten einfahren. Das ist eine deftige Klatsche. Schließlich ging man mit einer Show an den Start, die das Comeback von
Sting, das Debüt von
Rob Van Dam und der Rückkehr von
Jeff Hardy beinhaltete. Zwar erklärte der TV-Sender Spike TV, das eigentliche Rating würde höher liegen, da viele Fans die Show wohl aufgenommen hätten, doch frage ich mich, ob das logisch klingt. TNA musste eine spektakuläre Show aufbieten, bei RAW gab es hingegen nichts Außergewöhnliches zu sehen. Für mich wäre es logischer, wenn die Fans RAW aufgenommen hätten. Vielleicht haben die Kritiker in den eigenen Reihen Recht und der Hype war nicht groß genug. TNA hätte auch in der Tat mehr tun können. Es könnte jedoch auch sein, dass das eingetreten ist, was so mancher schon befürchtet hat: TNA hat sich übernommen. Ohne Konkurrenz am Donnerstag könnte Impact! trotz Hogan, Flair & Co keine besonderen Ratings einfahren. In direkter Konkurrenz zu RAW schmierte man nun ab, die Fans entschieden sich für die WWE-Show oder schalteten gar nicht erst ein. Das ist bitter. TNA kann nur hoffen, dass es morgen besser läuft, doch eigentlich sollte die „Pilotshow“ diejenige sein, die ein besonders gutes Rating einfährt. TNA ging mit dem Monday Night War ein erhebliches Risiko ein, das sich dem ersten Eindruck nach nicht auszuzahlen scheint.
Soviel zu den Top-Themen, alle weiteren Gerüchte dieser Woche folgen nun:
Lange ist es nicht mehr hin bis WrestleMania…doch etwas fehlt bisher. Wo zuvor Namen wie Donald Trump oder Floyd Mayweather auftauchten, ist in diesem Jahr nichts zu hören. Anscheinend will man bei der WWE in diesem Jahr auf Prominente bei der Show verzichten. Ein Grund dafür könnte sein, dass es die Promis schon in wöchentlichen Häppchen bei RAW zu sehen gibt. Wobei…ganz ohne Promi soll es dann doch nicht sein. Man versuche wohl, die Freundin von NXT-Star David Otunga, Jennifer Hudson, für die Nationalhymne zu gewinnen.
Mag sein, dass es das ist. Mag sein, dass man auch mit einigen Promis verhandelt hat, aber sich kein richtiger Kandidat fand. Mag alles sein. Vielleicht hat man bei der WWE auch einfach nur erkannt, dass die diesjährige WrestleMania-Card so verdammt stark ist, dass man kein albernes Celebrity vs. Superstar-Match braucht. Denn so isses nämlich.
Maria ist von der WWE gefeuert worden, obwohl sie die Wrestling-Welt (noch) gar nicht verlassen wollte. Möglicherweise haben wir aber noch nicht das letzte von ihr im Business gesehen. Bei einem Radiointerview wurde sie nun gefragt, ob sie sich ein Engagement bei TNA vorstellen könnte? Zwar bejahte Maria dies nicht, jedoch erklärte sie, dass zirka sieben Promotions bereits bei ihr angefragt hätten…und noch wäge sie ab, was zukünftig das Beste für sie sei.
Der Vorteil an Maria ist, dass sie eine bei den Fans sehr begehrte Diva war. Außerdem wird sie bald in der Trump-TV-Show „The Apprentice“ zu sehen sein, was ihr eine gewisse Popularität sichern dürfte. Ihr Nachteil ist, dass sie keine gute Wrestlerin ist. Wahrscheinlich dürfte TNA Interesse an ihr haben – und ich könnte es auch verstehen. Vielleicht überzeugt sie bei The Apprentice als toughe Geschäftsfrau – da hätte man doch gleich eine gute Rolle für sie als Managerin gefunden.
Der Rauswurf von Paul Burchill soll im WWE-Lockerroom für Verwunderung und Kopfschütteln gesorgt haben. Denn er galt hinter den Kulissen als ein respektierter Worker, der keinen Ärger im Lockerroom veranstaltete. Außerdem werde das Timing seines Rauswurfes kritisiert, da er und seine Frau in diesem Jahr ein Baby erwarten. Fans von Burchill sollen aber aufatmen können: Wie es heißt, wolle er mit dem Wrestling weiter machen.
Gute In-Ring-Qualitäten und vernünftiges Backstage-Verhalten sind für eine Company, die Dollar verdienen und ihre Aktionäre zufrieden stellen will, leider keine Begründung, um einen Worker nicht zu feuern. Mit Burchill ließ sich kein Geld verdienen, auch wenn unstrittig ist, dass die Company daran durchaus eigene Schuld trägt (man erinnere sich nur an das Piraten-Gimmick). Auch ist es unglücklich, dass Burchill bald ein Kind erwartet und sich nun einen neuen Job suchen muss, aber auch das kann für die WWE nur bedingt ein Kriterium sein. Schließlich haben viele Worker Familien.
Obwohl das Money In The Bank-Ladder Match in diesem Jahr sogar einen eigenen Pay-Per-View spendiert bekommt, hat es das Match auch auf die WrestleMania-Card geschafft. Backstage gebe es dazu übrigens die Spekulation, dass der Sieger des MITB-Koffers sein Titel-Match dieses Jahr recht früh einlösen könnte. Vielleicht sogar schon in der gleichen Nacht – bei WrestleMania.
Der Gedanke, dass der Koffer schon früher eingelöst wird, weil es später im Jahr noch einmal einen MITB-Koffer zu gewinnen geben wird, ist so abwegig sicherlich nicht. An eine Einlösung bei WrestleMania glaube ich aber nicht. Da müsste die WWE einen Worker aus dem MITB-Match schon zu einem großen Star machen wollen – und das sehe ich nicht. Es sei denn, dass dieser Sieger der Erste sein wird, der nicht den Titel gewinnt. Damit wird man zwar vielleicht auch berühmt, aber nicht zwangsläufig ein Star.
Fans von Samoa Joe sollten sich aktuell nicht zu vielen Sorgen um ihren Star machen, denn auch wenn die aktuelle Storyline um die maskierten Männer, die ihn vor wenigen Wochen auf den Parkplatz überfielen, trashing wirkt – angeblich soll der Langzeit-Plan des Ganzen sein, Joe einen dicken Push zu geben. Und das kann ja nicht so schlecht sein…
Man sieht bei TNA eine durchaus interessante Entwicklung. Während in der TV-Show die alten Stars stark Oberwasser haben, standen bei den jüngsten PPVs vor allem junge und/oder frische Stars im Fokus. Auch Destination X scheint da keine Ausnahme zu sein. Wenn nun auch noch Samoa Joe im Mainevent dazustößt…nichts dagegen. Was mich nur sehr interessieren würde, ist, ob dieses Konzept es auch schafft, eine vernünftige Buyrate zu generieren?
In einem Radiointerview ließ der inzwischen vollberufliche Chiropraktiker Shawn Stasiak mal wieder von sich hören und gab da zu Protokoll, er denke über eine Rückkehr zum Wrestling nach. Angeblich wäre er schon bald bei Total Nonstop Action zu sehen. Gute Quellen hinter den Kulissen bei TNA geben allerdings an, Stasiaks Name sei bisher in Orlando nicht einmal geflüstert worden.
Oh Gott, bei dem Namen denke ich an Planet Stasiak – und bei dem Gedanken wird mir sofort schlecht. Warum sollte TNA ihn auch verpflichten wollen? Mir fällt nicht ein einziger Grund ein. In der WCW bei den Natural Born Thrillers fand ich ihn noch okay, aber da konnte er sich im Stable auch gut verstecken. Solo war er aber nur noch nervig. Stasiak soll bleiben wo der Bandscheibenvorfall wächst…
Das war es mit dem "Rumor Report" für dieses Mal. Die nächste Ausgabe wird es am kommenden Sonntag geben.
Quellen: PW Insider / Wrestling Observer / PW Torch Newsletter / Wrestling Observer Newsletter