Im Januar diesen Jahres wechselte IMPACT Wrestling seine TV-Heimat und ist seither auf
Destination America zu sehen. Der Wechsel brachte neben einem neuen Logo auch eine Qualiätssteigerung mit sich, so erhält das Produkt seit einigen Wochen stets gute Kritiken. Somit wirkt es auf den Zuschauer so, als sei man bei
Total Nonstop Action Wrestling wieder auf dem Weg der Besserung. Damit müsste doch auch die Moral bei den Wrestlerinnen und Wrestlern backstage steigen, nachdem diese gerade Ende 2014 doch arg im Keller hing (
wir berichteten).
Glaubt man einem neuen Artikel des PWInsiders, ist dies jedoch keineswegs der Fall, ganz im Gegenteil. Denn laut Mike Johnson ist die Carter-Promotion bei vielen Mitarbeitern im Zahlungsverzug. Während einige ungenannte Quellen von zwei ausgebliebenen Zahlungsperioden sprechen, behaupten andere anonyme Wrestler, dass sie sogar seit Februar 2015 nicht mehr bezahlt wurden. Da die nächsten TV-Tapings erst am 8. Mai in Orlando, Florida stattfinden versuchen die meisten Wrestler, bis dahin so viele Independent-Auftritt wie möglich zu absolvieren, um den Gehaltsverlust irgendwie auszugleichen.
Um nicht nur eine Seite der Story darzustellen hat Mike Johnson auch in den TNA-Büros in Nashville nachgefragt. Dort bestätigten ihm seine Quellen, dass die Zahlungsprobleme tatsächlich existieren und lieferten auch gleich einen der Gründe dafür. So hat man die Abwicklung der Gehaltsabrechnungen und das Ausstellen der Checks an Panda Energy, den Geldgeber von TNA, ausgelagert. Das Unternehmen der Carter-Familie wechselt allerdings gerade die Geschäftsräume. Dieser Schritt war zwar seit langem bekannt, allerdings ist aufgrund des Umzuges die betroffene Abteilung komplett geschlossen. Aktuell arbeitet man aber wohl in Nashville fieberhaft daran, die Probleme in den Griff zu bekommen.
Es ist natürlich schwer zu beurteilen, ob dies der einzige Grund ist oder vielleicht doch stärkere finanzielle Probleme hinter dieser Sache stecken. Ein verstärkender Faktor dürften auf jeden Fall noch die Februar abgehaltenen One Night Only-Tapings gewesen sein. Denn diese hat man wohl primär mit Fans gefüllt, die für die Events nichts bezahlen mussten, um die Universal Studios mit einer vollen Kulisse zu präsentieren. Somit musste man aber mehr oder weniger für alle Shows in Vorkasse gehen, da diese erst nach und nach im Laufe des Jahres als Pay Per Views angeboten werden.
So oder so ist diese Meldung erneut keine gute Werbung für die in Nashville beheimatete Promotion. Gerade die Angestellten, die trotz der kritischen Situation Ende letzten Jahres geblieben sind, dürften über den aktuellen Zustand mehr als gefrustet sein.