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Inside The Cage Classics #204: WWF Fully Loaded 2000 – Überzeugung auch beim B-PPV

Kolumne

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Published on:
29.08.2017, 18:52
Category:
Series:
Inside The Cage Classics (All entries of this article series)
Author(s):
Wir sind mittlerweile bei der Hälfte des Jahres 2000 angekommen und bis auf zwei Ausnahmen dürfte dieses Jahr durchaus das beste Jahr der Liga sein. Nicht nur die Haupt-PPVs überzeugen, nein, es sind vor allem die B-PPVs, die sowohl die Stories super voran treiben und auch im Ring absolut überzeugen. Auch heute gibt es zwei Anwärter auf das Match des Jahres, Eddie hat sich den PPV für euch angesehen!



Triple Main Event

Eddie: Das war der offizielle Untertitel von Fully Loaded, denn mit The Rock vs Chris Benoit im Main Event, Triple H vs. Chris Jericho im Co Mainer und The Undertaker vs. Kurt Angle davor hat man drei Kämpfe die allesamt die WrestleMania headlinen könnten. Wenn auch nicht in 2000 (Benoit, Jericho & Angle hatten im März noch ein ganz anderes Standing), doch für 2001 wären das allesamt logische Kämpfe gewesen.
Den Anfang machten der neu erfundene Undertaker, der während der gesamten Show schon Kurt Angle in die Finger bekommen wollte, der sich unter anderem am Motorrad vom Taker zu schaffen machte. Neben dessen Maschine musste auch sein Knie einiges aushalten, da Kurt den Undertaker mit einem großen Schraubenschlüssel Backstage attackierte. Feuer genug für ihr Aufeinandertreffen. Dieses war dann zwar sehr kurz, aber durchaus intensiv. Angle versucht sich mit vielen Griffen auf das angeschlagene Bein einen Vorteil zu verschaffen, auch für seinen Ankle Lock natürlich nur logisch. Das Ende mit dem Comeback und dem Last Ride als neuen Finisher ist richtig cool.
Dann kommt mein Match of the Night und klarer MOTYC. Was sich Triple H und Chris Jericho geben – kombiniert mit den ängstlichen Gesichtsausdrücken von Stephanie McMahon ist ganz ganz großes Kino! Diese 23 Minuten vergehen wie im Flug, die gesamte Story zwischen den Beiden wird aufgegriffen inklusive einer Walls of Jericho an Steph. Und als ganz große Krönung kommt dann noch dieses Finish wie es ist. Y2J als ganz großer Gegner von Hunter, der am Ende nur einen winzigen Fehler macht, indem er einen Move zu viel drauf setzen will, das ist genial. Triple H liegt nach einem Schlag mit dem Sledgehammer auf dem Ansagertisch, Y2J will einen Lionsault zeigen, doch Hunter ist schnell genug auf den Beinen um ihn mit einem Back Drop durch selbigen zu jagen. Beim 9-Count steht Helmsley auf, direkt nach dem 10-Count und dem Sieg sackt er erneut zusammen. Das ist so gut, da bekommt man fast Gänsehaut nur davon zu schreiben. Das ist wirklich Storytelling Pro Wrestling vom Feinsten. Für dieses Finish habe ich nur Liebe übrig. Und nun hör ich auch damit auf. Versprochen!
Dann denkt man natürlich, nach so einem Match, da kann man nur schwer mithalten. Aber dann kommen The Rock und Chris Benoit um die Ecke, und was soll ich sagen? Lest noch einmal die Namen, und ihr wisst wie gut es wird. Im Jahre 2000 gab es eine ganz einfache Gleichung. Die WWF will einen Heel erschaffen? Stellt ihn gegen The Rock. Wie simpel das hier klappt, dass Benoit die Hassfigur Nummer 1 ist, nur weil er gegen The Rock fehdet, göttlich. Nicht einmal John Cena kommt an diesen Heldenstatus von Rocky heran. Abseits des Rings ist Cena noch größer, doch was hier an Emotionen bei den Fans ausgelöst werden, einfach nur schön. Am Ende gibt es die Überraschung schlechthin. Benoit gewinnt den Titel durch DQ. Oder doch nicht? Nein, denn Commissioner Mick Foley kommt heraus und erklärt, dass das keine DQ (eigentlich ja schon, nur für Benoit, denn Shane McMahon hatte Hebner hinterrücks mit dem Stuhl attackiert, aber so kleinlich wollen wir mal nicht sein) war und fordert den Restart und es gibt das Happy End mit der Titelverteidigung, was ja auch nicht selbstverständlich war zu dieser Zeit mit den vielen Titelwechseln um den WWF Championship. Schönes Ding und klasse Abschluss des PPVs.

Die Midcard-Titel

Eddie: In allen drei weiteren Titelkämpfen hat man es super geschafft eine Story einzubauen und die Fans so absolut bei der Stange zu halten.
Im dritten Match des Abends waren es die Radicalz Eddie Guerrero und Perry Saturn, die den European Title untereinander ausmachten. Der Neid auf den Erfolg von Eddie steckte Perry weiterhin in den Knochen und auch die beiden Valets Chyna und Terri bekamen sich in der Zwischenzeit immer mehr in die Wolle. Diese Ablenkung der Beiden war es am Ende auch, die Saturn den Sieg und damit seinen ersten Singles Title in der WWF bescherten. Hier ist das letzte Wort sicherlich noch nicht gesprochen.
Ich liebe Edge & Christian. Wie sie sich bis zu ihrem Match versuchen aus selbigen bei Mick Foley herauszureden ist einfach nur witzig. Auch als Foley herausfindet, dass sie nur schwindeln ist hervorragend. Das Match selbst ist dann ein typisches Match der Acolytes. Und das ist nicht zwingend ein Qualitätsmerkmal. Nicht dass das hier wirklich schlecht ist, aber gut ist auch was anderes.
Seit kurz vor dem King of the Ring sind Rikishi und Val Venis immer wieder aneinander geraten. Der Big Valbowski konnte dem Samoaner kurz danach den Intercontinental Titel abnehmen und auch Tazz wurde ins Geschehen involviert. Das Steel Cage Match ist durchaus ganz gut inklusive einem Big Splash vom Käfigrand von Rikishi. Hier war es dann wie schon bei SmackDown zwei Wochen zuvor Tazz, der mit einer Fernsehkamera den Unterschied macht und einen sicheren Sieg zu Nichte macht und Venis zur Titelverteidigung verhilft. In einer Randnotiz bekam Lita hier ihre Rache an Trish Stratus für das, was nach dem Opener geschah.

Was sonst noch passierte

Eddie: In jenem Opener waren es Lita und die Hardy Boyz, die auf T&A und Trish trafen. Hört sich ganz unspektakulär an, hat durch die Fehde zwischen Lita und Trish aber die Fans vollends hinter sich. Wie sehr sich diese ein Aufeinandertreffen der Beiden wünschen, und wie sehr sie Albert oder Test hassen, wenn diese in den Ring kommen, unfassbar. Alleine durch diese Erwartung der Fans wird dieser Opener echt sehenswert und macht sehr viel Spaß. Nach ihrer Niederlage attackierten T&A die Hardys weiter und Trish verprügelt Lita mit einem Gürtel – was sich später beim Intercontinental Titelmatch rächen wird.
Ansonsten gab es nur noch ein weiteres Match, in dem Tazz Al Snow besiegen konnte. Viel mehr gibt es dazu schon fast nicht zu sagen, war hald da.

Fazit

Eddie: Was soll ich sagen, diese letzte Stunde war mit das beste was man erwarten kann. Und alles davor war ebenfalls richtig, richtig gut mit Ausnahme vom Tag Title Match (was eben "nur" ok war) und dem unbedeutenden Tazz vs. Snow. Aber das ist meckern auf hohem Niveau, 8 Punkte.

Die PPV-Gesamtwertung

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