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Inside The Cage Classics #188: WCW Souled Out 2000 – Eine verfluchte Show

Kolumne

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Published on:
09.05.2017, 00:00
Category:
Series:
Inside The Cage Classics (All entries of this article series)
Author(s):
Inside The Cage Classics #188: WCW Souled Out 2000 – Eine verfluchte Show

Kurz vor ihrem ehemaligen PPV kehrte die New World Order zurück auf die Bildfläche des WCW-Wrestling. Auch dieses Mal verbreiteten sie wieder Schrecken und die WCW hatte keine Chance. Nun stand ein wichtiger PPV an, der dann allerdings vollkommen anders verlief als geplant. Aquifel und der WCWler berichten euch warum.



Backstagetheater

WCWler: Eigentlich geht es in unserer Kolumne ja um das Wrestling und eher weniger um das ganze Drumrum. Hier allerdings ist eine kleine Einleitung nötig.
World Champion Bret Hart zog sich zu der Gehirnerschütterung, die er bei Starrcade nach einem Kick von Goldberg erlitten hatte, in der Woche vor der Show noch eine weitere zu und fiel aus. Die Verletzung war dann am Ende so schwer, dass er seine Karriere beenden musste. Sein letztes richtiges Wrestlingmatch bestritt der Hitman dadurch gegen Kevin Nash. Dazu fiel der United States Champion Jeff Jarrett ebenso mit einer Gehirnerschütterung aus, der mit Benoit eine Serie über drei Matches haben sollte. Jarrett hatte einen Move vom Käfig durch Jimmy Snuka falsch abbekommen.
Backstage wurde nun in den Panikmodus geschaltet. Bret Hart sollte eigentlich gegen Sid Vicious antreten, aber dieses Match wurde nun hinfällig. Nachdem mehrere Varianten diskutiert worden sind, kam Chefbooker Vince Russo dann mit der Idee an eine Battle Royal zu veranstalten. Es war ja schließlich Januar. Aber seiner Idee nach, sollte dieses Match Tank Abott gewinnen und damit neuer WCW World Champion werden. Nach dieser grandiosen Idee kamen auch die Chefs von Russo darauf, was dieser Mann ist und entließen ihn. Es wurde ein neuen Bookingkommitee in Amt und Würden gehoben, aber in diesem saß Kevin Sullivan, der nicht viele Freunde in der Midcardriege der WCW-Wrestler hatte. So fragten dann nach diesem Schritt der WCW-Bosse ganze 14 Wrestler ihre Entlassung an. Darunter die komplette The Revolution, Chris Benoit oder Kidman. Vor dem PPV ging es noch hin und her und nicht alle haben die WCW dann doch verlassen...

Aquifel: Was für ein Chaos... die WCW hatte ja seit dem großen Kaufrausch immer mit Riesenegos zu kämpfen gehabt und jetzt kamen auch noch Verletzungen und die Einsicht, dass Russo ein Wahnsinniger war, hinzu. Russo zu entlassen mag der richtige Schritt gewesen sein, Sullivan als Ersatz zu ernennen wohl eher nicht. Da wurde der Bock zum Gärtner gemacht und der plötzliche Wechselwille vieler wurde noch weniger verwunderlich. Klar wirken sich solche Umstände aus heutiger Sicht leicht mildernd aus, aber eins wurde klar: In Krisensituationen zeigen sich die wahren Qualitäten von Führungskräften. Witzigerweise war dieser PPV einer der Momente, in denen die WCW sogar noch das Beste aus einer miesen Situation gemacht hat.


Ein neuer World Champion wird gekrönt und wieder vergessen

WCWler: Nach all dem Theater stand man nun ohne einen World Champion da. Und ohne eine Match. Aber da sowohl Sid, als auch Benoit nun ohne Gegner waren, kämpften diese beiden den neuen World Champion aus. Wie in der ursprünglichen Paarung war Arn Anderson Ringrichter des Matches. Das Match begann mit einem Handshake und hatte die sehr besondere Athmosphäre, dass der ganze WCW Kader von der Stage aus zusah. Sid dominierte mit einigen Powermoves, bevor der Kanadier gegen das Knie seines größeren Gegners ging. So zeigte er mehrere Kicks, aber auch einen Figure Four Leglock in der Ringmitte, den Sid aber drehen konnte. Benoit zeigte noch weitere Submissionmoves, aber alle ohne ein Ergebnis. Es folgte Nearfalls, sowie der Headbutt von Benoit. Doch ebenso wie der Chokeslam von Sid danach gab es nur einen 2 Count. Am Ende konnte der Kanadier Sid dann doch zum abklopfen bringen, da Sid im Crossface aufgab. Allerdings hatte er sein Fuß unter dem Seil, was der sehr gute und faire Ringrichter Arn Anderson nicht so. Chris Benoit gewann seinen ersten großen Titel und durfte sich WCW World Heavyweight Champion nennen. Wobei meiner Meinung nach der größere Erfolg war, dass er Sid zu einem anständigen Match, dem wahrscheinlich besten seiner WCW-Karriere, brachte.
Die kleine Unaufmerksamkeit von Anderson am Ende sollte wohl zu weiteren Matches und einer Fehde der beiden Freunde führen. Sollte, denn Benoit ließ sich auch durch den Titelgewinn nicht besänftigen und verlangte mit seinen Freunden weiterhin die Entlassung von Kevin Sullivan. Die WCW entließ ihn nicht und kurz vor Nitro drückte Benoit Nick Patrick den Titel in die Hand, reiste ab und wurde nie wieder gesehen. Der Titel wurde wieder verkannt. Mehr dazu bei der nächsten WCW-Ausgabe von ITC Classic...

Aquifel: Für einen quasi spontan aus dem hut gezauberten Main Event war das geradezu herausragend. Mit Benoit stand ein "junger" Up and Comer im Match, den die Leute schon lange aufgrund seiner Fähigkeiten mochten und mit Sid ein großer Name, der zwar nur bedingt Talent, dafür aber durchaus "Main Event"-Feeling hatte. Der Locker Room schaute sich das Match von der Rampe aus an, was dem Titel mehr Wert und Bedeutung verlieh, als viele gurkige Main Events und hundsmiserable Booking-Entscheidungen der letzten Jahre. Dazu war das Match vom Wrestling und der Dramatik sogar recht ansehnlich, was vor allem für Benoits Fähigkeiten spricht.
Dass er den gefühlt gewonnen Wert des Titels danach zu Nichte machte, indem er ihn quasi abgab und sich Richtung WWF verzog, zeigt, wie frustierend es damals in der WCW gewesen sein musste. So oder so: Das hier war, ebenso wie bei Saturn, ein würdiger Abschied von einem sinkenden Schiff.

Die Titel als nutzloses Blech

WCWler: Der TV Title lag seit Wochen im Müll, der US Champion war verletzt und die anderen drei Titel erlebten zu dieser Zeit auch keine Hochzeit. Die WCW World Tag Team Champions David Flair und Crowbar hatten bei diesem PPV wichtigere Sachen zu tun, als ihre Titel zu verteidigen, und kämpften mit Vampiro einen 3 Way aus. Es war für Vampiro aber mehr ein Handicap Match, da seine Gegner zusammenarbeiteten. Erst am Ende gab es einige Aktionen auch gegeneinander. Sieger des Matches wurde Vampiro, nachdem er Flair pinnte. Kein ganz schlechtes Match und besonders Crowbar überraschte mit ein paar guten Aktionen.
Im Vormonat sicherte sich Madusa den WCW Cruiserweight Title, was ja alleine schon kein guter Schachzug für den Titel war. Seit Starrcade fehdete sie dann aber mit Oklahoma, der Jim Ross Parodie von Booker Ed Ferrera und trat hier in einem Match gegen ihn an. Nach verschwendeter Lebenszeit aller Zuseher und einer Zumutung im Ring, gewann Oklahoma, der nie im Leben ein Cruiserweight Wrestler ist, den ehemals angesehenen Titel und wurde danach mit dem Titelgürtel geschlagen und von Madusa und zwei anderen Frauen mit BBQ-Sauce begossen. Ein ganz trauriges Schauspiel.
Nicht ganz so schlecht, aber auch nicht unterhaltsam, war das typische WCW Hardcore Title Match. Brian Knobbs gewann den Titel bei Thunder von Norman Smiley auf dem Parkplatz und musste ihn hier gegen Smiley, Fit Finley und Meng verteidigen. Das gelang ihm am Ende auch.

Aquifel: Irgendwo natürlich dumm, ein "prestigeträchtiges Titelmatch" gegen ein Triple Threat/Handicap Match auszutauschen. Egal, vampiro war zu dieser Zeit auf dem Höhepunkt und recht angesagt. Crowbar... nunja, er zeigte auf jeden Fall, dass er sich hier nicht komplett unter Wert verkaufen wollte. Flair hingegen... warum man diese Nase überhaupt in den Ring ließ, Nachname und Daddy hin oder her, erschließt sich mir bis heute nicht wirklich. Egal, Match war keine Katastrophe und immerhin kurzweilig.
Das "Cruiserweight Title Match" war wirklich ein Trauerspiel. Urigerweise war das sogar so geplant und nicht improvisiert, wenn man sich den Aufbau anschaut. Oklahoma, von einem Cruiserweight so weit entfernt wie Asya von einem Playboy-Cover (und ich bete, dass dieser Vergleich so stimmt), war nicht nur ein grenzenlos geschmackloses und debiles Gimmick, nein, er gewann hier auch noch den Cruiserweight Title. Warum Madusa nicht disqualifiziert wurde, weshalb die WCW erst eine Frau, dann einen Kommentator/Booker/Geschmacksausfall zum Champ machte und warum das bei einem PPV gesendet wurde, das wissen nur die Booking-Bösewichte der WCW. Grauenerregend.
Ein Hardcore Title 4 Way klingt erstmal lustig und mit Meng und Finlay waren auch zwei coole Tough Guys dabei, aber das war nur die obligatorische 08/15 Materialschlacht der WCW ohne großartiges Drama und am Ende mit einem siegreichen Brian Knobbs, den als Champion keiner brauchte. Gilt übrigens auch für Norman Smiley.


Kidmans Dreier

WCWler: Nach dem Ausfall von Double J fehlten drei Matches auf der Card und Kidman kam die Ehre zu teil, der Wrestler zu werden, der drei Matches bestreiten sollte. Anstatt ein Six Man Tag mit den Filthy Animals gegen The Revolution zu haben, war er alleine gegen die Revolution zu sehen. Seine Partner waren entweder verletzt wie Rey Mysterio Jr. oder Konnan oder auf dem Weg in den Norden wie Eddie Guerrero.
Im ersten Match nach Catch-as-catch-can Regeln trat Kidman gegen Dean Malenko an. Die Regeln war einfach. Ein pures Wrestlingmatch im Ring und wer draußen ist, verliert. Beide begannen ganz normal und als das Match die Marke von zwei Minuten überschritt, ging Malenko aus dem Ring. Er sah so aus, als ob er die Regel im Kopf hatte und Ringrichter Charles Robinson winkte ihn wieder zurück. Die Kommentatoren merkten aber ausnahmsweise mal was passiert ist und Tony Schiavone stellte fest, dass Malenko verloren hat. Das wurde dann augenscheinlich auch dem Ref mitgeteilt und Kidman gewann durch DQ. Beide verließen sehr angesäuert den Ring und Little Naitch schüttelte nur den Kopf. Malenkos letztes Match in der WCW.
Das zweite Match war ein Bunkhouse Brawl, den Kidman gegen Perry Saturn bestreiten musste. Bis auf einen Tisch und etwas Gebrawle draußen, war es hier aber ein richtig gutes Wrestlingmatch. Saturn dominierte recht früh und schickte Kidman später noch durch den Tisch. Das nützte ihm aber nichts, da Kidman am Ende nach einem sehr gebotchten Top Rope Move mit einem DDT gewinnen konnte. Saturns letztes Match in der WCW.
Am Ende musste Kidman im Käfig ran. Dieser war der Hell in a Cell Käfig der WWF, nur etwa zwei Etagen niedriger. Vom Top Rope aus konnte man ans Dach fassen. Sein Gegner war der Mystery Partner der Revolution und der stellte sich als The Wall heraus, was storylinetechnisch keinen Sinn machte. Der Käfig wurde dann im Match oft eingesetzt und beide flogen mal dagegen. Es gab viele Nearfalls und Kidman sprang dann vom Top Rope aus in den Chokeslam und wurde gepinnt. Nach zwei Siegen war diese Niederlage absolut nicht nötig, vor allem nicht gegen The Wall, und es brachte keinem was. Leider nicht das letzte Match von The Wall in der WCW.

Aquifel: Erstmal Hut ab an Kidman. 3 Matches an einem Abend, kurz wie zwei von ihnen auch waren, muss man erstmal worken, ohne, dass es zu übersättigend wirkt. Den Anfang machte Kidman gegen Dean Malenko. Die Regeln hat WCWler schon erklärt, ebenfalls was dort passierte. Ich kann es nicht mit Bestimmtheit sagen, aber ich bezweifle, dass Malenko so ein dummer Fehler durch Zufall unterlief. Andererseits... bei so eher mauen Regeln... nunja, das Match hatte Potential, so war das natürlich nichts. Schade, aber so direkt auch kein Versagen der WCW an sich (es sei denn Malenko war so sauer auf die Backstageprobleme, dass er einen Stinkefinger für nötig hielt).
Der Bunkhouse Brawl war Match Nummer 2 für Kidman und auch das beste der Dreierreihe. Wrestlerisch sehr gut und mit nur einigen wohl akzentuierten Hardcore-/Brawleinlagen, machte das echt was her. Gab es Potential nach oben? Sicher. War das so trotzdem das Match des Abends? Definitiv. Klar, das Ende war so vergurkt, ändert aber nichts an einem ansonsten starken Match.
Warum gerade The Wall Kidmans letzter Gegner war? Keine Ahnung. Sinn ergab das nicht, weder aus Sicht der Story, noch von einem "wir wollen Fans PPV-würdige Matches bieten"-Standpunkt. Trotzdem wurde durch einige Nearfalls und Impactmoves der Totalausfall verhindert. Dass gerade The Wall, der leider danach nicht aus der WCW verschwand (und zum Glück nicht zur WWF kam), gewann hier aber völlig unnötig, da er davon nichts hatte und Kidman nach seiner Leistung bei Souled Out wenn schon gegen einen großen Namen hätte verlieren müssen (wenn überhaupt -> mit 3 Siegen wäre das ein Monsterpush gewesen), um nicht begraben zu werden.


Die restlichen Matches

WCWler: Nachdem sie sich von Russo lossagten und damit das Gimmick der Creative Control abgaben, waren The Harris Brothers nun als Zwillinge unterwegs und hatten hier ein recht storylinefreies Match mit den Mamalukes. Mir haben die Italiener ja immer gut gefallen und auch hier waren sie keine Ausnahme. Beide Teams zeigten ein recht ordentlich geführtes Tag Team Match, wobei besonders Johnny the Bull viel einstecken mussten. Den Sieg holte Big Vito dann eher zufällig, nachdem Disco Inferno ihm vom Top Rope schubste, was der für eine Clothesline nutzte und einen Harris Bruder pinnte. Solide gebookt.
Harlem Heat hatte seit dem Auftauchen von Midnight einige Probleme miteinander. Es schien, dass Stevie Ray eifersüchtig schien und sich wiederholt mit Booker T stritt. Das Match hier war nicht gut, da Ray im Ring einfach kein guter Einzelwrestler war. Booker stand dann vor dem Sieg, doch plötzlich tauchte Ahmed Johnson aus der WWF auf und zerstörte T. Der gewann dann durch DQ, musste aber wie Midnight mit ansehen und anhören, dass Ray mit Big T nun Harlem Heat 2000 gründete.
Es folgten ein sinnloser Shootfight, wo Tank Abbott, der verhinderte World Champion, Jerry Flynn KO schlug und ein Match um eine Frau. Diamond Dalles Page verdächtigte Buff Bagwell eine Affäre mit Kimberly zu haben. Bagwell machte Andeutungen, Kimberly verneinte nicht und so stand hier ein Match auf dem Plan. Last Man Standing ohne Ringrichter. Der Kampf verlagerte sich in die Fans, auf die Stage und es wurden Gegenstände eingesetzt. Das seltsamste Finish des Abends kam dann, als Page nach dem Blockbuster von Buff wieder aufstand, Bagwell den Diamond Cutter verpasste, aber dann selbst bis 10 liegen blieb, während Bagwell aufstand und gewann. Das war alles sehr seltsam und sag etwas verbotched aus. Am Ende bekam Buff vor den Augen von Kimberly noch eine Abreibung. Seltsam und für mich sehr langweiliges Match.
Terry Funk wurde Anfang des Monats als neuer WCW-Commisioner eingestellt. Hier trat er gegen Kevin Nash an, der bei einem Sieg diesen Posten bekam und bei einer Niederlage sollte sich die nWo auflösen. Natürlich gewann Nash, der von Funk zu einem ordentlichen Match gebracht wurde und die WCW stand wieder dumm da. Alles wie immer also. Funk, der am Ende stark blutete, musste in diesem Match durch einen Tisch, Stuhlschläge erleiden und am Ende eine Powerbomb durch Stühle hinnehmen. Nash kündigte später an, dass die nWo die Titel zurück wolle. Nebenbei gehörte er noch dem neuen Bookingteam an.

Aquifel: Die Harris Brüder... so eingie Gimmicks, keins davon wirklich gut. Jetzt immerhin als "sie selbst" anstatt in irgendeiner bananigen Rolle. Mit den Mamalukes gab es Gegner, die auf jeden Fall einen guten Unterhaltungswert besaßen und siehe da, auch ohne großartigen Aufbau hatte die WCW hier ein solides Undercard Match. In Ordnung, nicht mehr, nicht weniger. Und Discos Involvement bzw. seine Storyline wurde hier auch nett eingebaut.
Harlem Heat 2000 und der Streit um den Buch... aber ich greife vor... erstmal wollten Booker und Stevie ihre Streitigkeiten klären, was nicht wirklich von Erfolg gekrönt war. Leider nicht nur in Hinsicht auf ein Ende der Fehde, sondern auch auf Qualität im Ring. Wie WCWler geschrieben hat: Stevie Ray war kein guter Einzelwrestler. Und Booker war hier noch nicht weit und gut genug, um um die Schwächen seines Bruder herumzuarbeiten.
Der Shootfight sollte schnell ignoriert werden. Jedes weitere Wort wäre zu viel.
Das Last Man Standing Match zwischen DDP und Buff Bagwell hatte viel Potential, aber trotz Crowdgebrawle wollte es nicht so recht zünden. Es war nicht wirklich schlecht, aber irgendwo doch etwas zäh und nicht so explosiv, wie es hätte sein müssen. Dazu noch ein komisches Finish, bei dem keiner so recht weiß, ob das einfach nur mies gebooked oder versaut war. Egal, schade um das verschenkte Potential.
Es ist schon traurig, wenn ein 55 Jähriger einen der größten Namen im Business durch die Bereitschaft zu bumpen, zu bluten, zu sellen und den Job zu machen zu einem überraschend unterhaltsamen Match ziehen musste. Nash, seines Zeichens Booker und nWo Alpha, gewann logischerweise und wir waren dort, wo wir 3 Jahre zuvor schon waren: Die WCW stand dumm da, die nWo war "der Shit" und irgendwie wunderte es kaum, dass das alles in die Hose ging.


Fazit

WCWler: Mit all den Sachen, die vor dieser Show passierten, war es nicht leicht für die WCW hier eine Show zusammen zustellen. Innerhalb von 72 Stunden mehrere Wrestler zu verlieren und das Bookingteam zu wechseln ist nicht hilfreich vor einem PPV. Und doch brachten sie hier einiges zustande. Das Wrestling war zum Teil ordentlich. Der Main Event war ok, das Tag Team Match mit den Mamalukes war ganz ok, Kidman hat stark gearbeitet. Aber auf der anderen Seite stehen eben so Sachen wie das Cruiserweight Title Match oder Abbott-Flynn oder der Opener. Ich gebe 4 Punkte.

Aquifel: Berücksichtigt man die Umstände, hat die WCW hier sogar noch das Beste draus gemacht. Klar, es gab wie immer einige Totalausfälle und so manches ödes, aber auch einige positive Aspekte wie Kidmans Arbeit (insbesondere mit Saturn), den Main Event oder Terry Funk. Knappe 4 Punkte, aufgrund der Probleme im Vorfeld.


Die PPV-Gesamtwertung
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