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Inside The Cage Classics #182: November To Remember 1999 – Awesome und Tanaka stehlen erneut die Show

Kolumne

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Published on:
22.03.2017, 07:59
Category:
Series:
Inside The Cage Classics (All entries of this article series)
Author(s):
Zeit für den letzten ECW-PPV des Jahres. Erneut waren zwei Bekannte des Jahres 1999 für einen weiteren Showstealer verfügbar. Was neben dieser herausragenden Leistung sonst noch bei der vorletzten November To Remember Ausgabe passiert ist, erfahrt ihr im Folgenden:

Awesome vs. Tanaka = grandios / der Abschied von Taz

JoMo: Holla die Waldfee. Ich liebe die Matchserie zwischen Mike Awesome und Masato Tanaka. Jedes Aufeinandertreffen ist einfach grandios und die Chemie der Beiden gibt es selten auf der Welt. Man bekam erneut einen wahren Klassiker und 13 Minuten Vollgas zu sehen. Wie es für die Beiden gehört wurden wieder ordentlich Spots mit Stühlen und Tischen eingebaut. Der Push von Awesome sollte letztlich weitergehen, da er sich clean gegen seinen größten Widersacher durchsetzen konnte. Nur sehr schade, dass Paul Heyman den Beiden nicht das Vertrauen schenkte um ihnen das letzte Match des Abends zu geben. Erneut wohl gemerkt. Es wäre ein verdienter Main-Event für November To Remember gewesen. Im eigentlichen Co-Main-Event dagegen, welcher übrigens auch ein würdigeres Schlussmatch gewesen wäre, als das Six Man Tag Team Match, kam es zum PPV-Abschied von Taz. Dieser traf auf den amtierenden ECW World Television Champion Rob Van Dam, welcher weiterhin der wohl populärste Star von Extreme Championship Wrestling war. Möglicherweise war dies zeitgleich einer der größten Booking-Fehler von Heyman. Bereits vor einem halben Jahr als Taz so langsam die würdigen Gegner ausgingen, hätte man RVD und Taz in einem Title vs. Title Match aufeinander treffen lassen sollen um Van Dam mit einem Titelgewinn auch zum endgültigen Star der ECW zu machen. Dieser Moment wurde leider verpasst. Dennoch wollte Heyman allen Fans dieses Match zum Abschied der Human Suplex Machine schenken, doch es kam logischerweise keinerlei Brisanz auf. Taz war mit einem Fuß bereits in der WWF und keiner glaubte an seinen Sieg. Dies schadete dem Match und am Ende setzte sich RVD wenig überraschend clean durch.

Eddie: Häufig lese ich JoMos Part schon bevor ich die Show schaue, um mich mental darauf vorzubereiten, doch dieses Mal habe ich die Show mit einem guten Kumpel geschaut, als wir von der Inner Circle Show der wXw zurückkamen. Und mein erster Gedanke, als Awesome vs. Tanaka als drittletztes Match auf der Card stand: Wieso? Einfach nur wieso? Man wusste doch im Vornherein bereits, dass das das beste Match des Abends sein wird. Also ernsthaft jetzt. Denn was die beiden wieder abgefeuert haben rechtfertigt jeglichen Stern des guten Meltzer. Das war einfach astrein und diese Matchserie hätte ruhig noch länger gehen können. Allerdings dann bitte mit protected shots und nicht weiterhin unprotected mitten auf den Kopf.. Zumal man muss ja auch dazu sagen, dass die Matchserie nicht direkt von ECW stammt und die das ja wirklich hätten wissen müssen, WIE gut das einfach ist. Aber ja, dann hat man dieses großartige Match, mit dem sowieso nichts an dem Abend mithalten kann, und muss sich noch durch zwei weitere "quälen".
Denn auch wenn RVD gegen Taz nicht schlecht war, bei weitem nicht, doch wie JoMo schon sagt, natürlich wusste man, dass Taz den Titel nicht gewinnen wird. Wäre das ein Non Title Match gewesen, wäre das noch einmal was ganz anderes gewesen. Und oh, wie verlockend hört sich denn diese Storyline von JoMo an, RVD als World Champion in 98/early 99, der den Topstar (vom Booking her) besiegt. RVD wäre noch unsterblicher geworden, als er es eh war. Aber gut, man wusste ja auch nicht, dass Taz geht und wollte ihn nicht als besiegte Maschine im Roster haben, man weiß es nicht. Das Match hier als Co-Main-Event war gut platziert per se – nur eben nicht nach diesem World Heavyweight Titelmatch.

Der Push von Rhino geht weiter + blutiger Brawl mit New Jack

JoMo: Absolut enttäuscht war ich vom Main-Event des größten ECW-PPV des Jahres. Anstatt wie oben beschrieben den Mut zu haben Awesome und Tanaka diesen Spot zu geben, setzte man ein fast belanglos wirkendes Six Man Tag Team Match fest. Dabei schlossen sich die Impact Players mit Rhino zusammen um gegen die Face-Fraktion in Form von Raven, Tommy Dreamer und den inzwischen zurückgekehrten Sandman anzutreten. Von der Popularität des Sandman gesehen war dessen Rückkehr ein No-Brainer, doch brauchte man ihn wirklich? Wrestlerisch war er noch nie top, er lebte immer von seinem Status. Die ECW hatte sich allerdings weiterentwickelt und ich hatte immer das Gefühl, dass der Sandman nach seiner Rückkehr irgendwie nicht mehr richtig reinpassen wollte. Das Matchende konnte man übrigens auch zehn Meter gegen den Wind riechen. Raven traf am Ende versehentlich oder auch nicht den Sandman mit einem Singapure Cane, welcher daraufhin die Niederlage einstecken musste. Das Team aus Raven und Dreamer sollte sich auch schnell erledigt haben und ich bleibe dabei. Dieser Run von Raven vor seinem Wechsel zur WWF war einfach eine Enttäuschung und ein perfektes Beispiel für verschwendetes Potential. Ein purer und blutiger Brawl war auch das Four On Three Handicap Match zwischen Da Baldies und dem Team bestehend aus New Jack, Axl Rotten und Balls Mahoney. Grundsätzlich haben mir solche Matches in der ECW recht oft gefallen, doch hier nicht. New Jack hatte seinen Glanz schon lange verloren und es ging nur noch darum von PPV zu PPV einen spektakulären Sprung (an diesem Abend einen Splash von der Basketballkonstruktion der Halle) zu zeigen. Nicht meine Welt.

Eddie: Oh dieser Main Event. Ich habe zu meinem Kumpel noch gesagt, freu dich jetzt auf die ECW-Opis. Ja, das ist viel zu respektlos für das, was die drei Verlierer des Mainers für die ECW darstellen, zumal sie ja nicht alt waren, aber nach den beiden Kämpfen zuvor war das einfach sowas von antiklimatisch für die gesamte Bewertung des Events, dass einem echt der Spaß verging. Das Team aus Raven und Dreamer fand ich nicht verkehrt, immerhin hat man so automatisch eine Story im Team selbst enthalten, was häufig gut sein kann, aber eben nicht immer sein muss. Hier war es das unterhaltsamste am ganzen Match. Der Sandman macht Laune beim Entrance, danach will man ihn nicht zwingend sehen. Der Sieg für die Impact Players und Rhino geht natürlich vollkommen in Ordnung, da besteht kein Zweifel, allerdings war das so Impact-los (pun intended), dass ich mich auch frage, was das soll. Zumindest in der Art und Weise. Da wäre ein cleaner Sieg über einen der Gegner, ohne dass es zuvor Friendly Fire gibt, besser gewesen.
New Jack hat in der ECW seinen Glanz bereits 98 verloren, wenn ich mich jetzt nicht komplett täusche. Axl Rotten und Balls Mahoney waren Kult, doch die Gegner waren es nicht. Definitiv nicht. Das war ein Move-an-Move Match ohne jeglichen Sinn und Verstand. Und ohne gute Moves, also ohne Wrestling, also einfach nicht gut. Mehr möchte ich dazu wirklich nicht schreiben müssen.

Der Rest:

JoMo: Etwas lieblos wirkte das Match zwischen Chris Candido und Sabu. Durch den Sieg wurde der Meister des Arabian Facebusters noch etwas gepusht und Candido sollte danach eh nicht mehr lang Teil der ECW sein. Er schloss sich kurz darauf der WCW an, hatte einen kurzen Lauf in der Cruiserweight-Division und war durch seine Drogenprobleme dann recht schnell wieder weg vom Fenster. Sehr schade um einen eigentlich talentierten Midcarder. Sehenswert war das Three Way Elimination Match zwischen Jerry Lynn, Super Crazy und Yoshihiro Tajiri, doch leider fehlte hier etwas die storytechnische Relevanz. Es war eben einfach ein weiterer Three Way Dance. Schrott hingegen war die ersten zwei Matches des Abends. Simon Diamond brachte das Publikum gegen sich auf, Spike Dudley erschien und besiegte ihn innerhalb kürzester Zeit. Dann wurde Spike von Little Guido und Sal E. Graziano ausgeschalten, woraufhin Super Nova erschien und in kurzer Zeit ein Match gegen Guido verlor. Um das Chaos noch weiter zu erhöhen, erschien dann der wiedergenessene Chris Chetti und eilte seinem Partner Nova zur Hilfe, nur um kurz darauf von Danny Doring und Roadkill zerstört zu werden. Auf diese Weise zogen 15 Minuten ins Land und ich habe bis heute keine Ahnung, was Paul Heyman genau mit diesem "Segment" erreichen wollte. Gut war es auf jeden Fall nicht.

Eddie: Diese ersten beiden Kämpfe.. Mein Kumpel hat davor noch keinen ECW PPV so wirklich gesehen und dachte sich vermutlich, ob das so schlecht bleibt. Denn sowohl das erste Match, als auch der Übergang zum zweiten, waren einfach nur schlecht. Mit Danny Doring und Roadkill kommen noch mehr Leute aus dem Nichts. Ich befürchte, Heyman hat sich dabei einfach nichts gedacht. Und das ist mein voller Ernst. Dass dann erst einmal der Three Way kam, war natürlich wie das Licht am Ende des Tunnels. Ich gebe JoMo schon auch Recht, wenn er sagt, dass es eben nur ein weiterer Three Way in der ECW war, doch im Vergleich zum Rest ist das wirklich purer Luxus. Und mit den Dreien macht man einfach nichts falsch. Chris Candido. Eines der größten Talente, aus denen nie wirklich was geworden ist. Das Match gegen Sabu war ganz cool, wobei man sich bei diesem wirklich bei jedem einzelnen Move wundert, dass er sich damals nie selbst umgebracht hat mit seinen Moves, so knapp, wie das manchmal ausging bei der Landung..

Fazit

JoMo: Leider wurde erneut einiges an Potential verschenkt. Heyman verlor in dieser Zeit so langsam das Gefühl für die richtigen Entscheidungen (final sollte das Fiasko mit TNN noch kommen) und verpasste auch die richtigen Momente für große Titelwechsel. Der PPV war allenfalls Durchschnitt trotz Awesome und Tanaka. Ich gebe 5 Punkte.

Eddie: Ich glaube auch, mit 5 Punkten ist der PPV gut bedient. Tanaka-Awesome, der Three Way sowie der Co-Mainer waren genial bzw gut, der Rest war einfach viel zu belanglos für mehr.

Die PPV-Gesamtwertung

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