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Inside The Cage Classics #174: Fully Loaded 1999 – Ein Übergangs-PPV mit etlichen Titelwechseln

Kolumne

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Published on:
25.01.2017, 11:30
Category:
Series:
Inside The Cage Classics (All entries of this article series)
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Nach unserem Ausflug in die extreme Richtung in der Vorwoche sind wir wieder zurück beim Marktführer im Wrestlingbereich. Mit Fully Loaded wurde uns ein kleiner Übergangs-PPV präsentiert, welcher allerdings doch die eine oder andere Auswirkung auf die Storylines der WWF haben sollte. Mehr dazu im Folgenden von Eddie und JoMo:

Das Ende von Vince McMahon + ein Strap Match der Erzfeinde

JoMo: Das WWF World Heavyweight Title Match zwischen Steve Austin und dem Undertaker sollte an diesem Abend auch über die Zukunft von Vince McMahon entscheiden. Bei einem Sieg Austins müsste VinnieMac die WWF offiziell und für immer verlassen. Die Regelauslegung für den Kampf lautete "First Blood". Über die Show wurde die Stipulation noch etwas dramatisiert. Bereits in der Pre-Show attackierte der Undertaker seinen Gegner und schlug diesen blutig. Während des PPVs revanchierte sich die Rattlesnake und fügte auch dem Deadman eine Platzwunde an der Stirn zu. Die Voraussetzungen waren somit gleich und ein offenes Match schien möglich. Beim eigentlichen Kampf versuchte Vince zwar teilweise einzugreifen, doch für die Entscheidung sorgte wohl ein ganz anderer. Während der Show musste X-Pac eine Attacke des Undertakers einstecken und rächte sich an diesem. Via Spinning Heel Kick trat Waltman den Stuhl direkt in das Gesicht des Deadmans, welcher kurz darauf mit blutender Wunde ertappt und Austin als Sieger bekannt gegeben wurde. Vince musste die WWF im Folgenden vorerst verlassen und Austin wurde als Held gefeiert. Im Co-Main-Event standen sich Triple H und The Rock in einem Falls Count Anywhere Strap Match gegenüber. Ich muss zugegeben, dass ich mich bereits vor ihrer großen Fehde im Jahr 2000 an dieser Paarung satt gesehen hatte. Einfach zu oft standen sich die Beiden in den Jahren 1997-2000 gegenüber. Dementsprechend langweilte mich die erneute Auseinandersetzung an diesem Abend auch und vermittelte mir ein negatives Bauchgrummeln. Es wäre hier wohl eine Monster-Performance von Beiden notwendig gewesen um mich mit diesem Aufeinandertreffen erneut zu begeistern.

Eddie: Die gesamten Geschehnisse in der Pre Show und während des PPVs mit Austin und dem Undertaker heizen den Main Event natürlich weiter auf, das war schon richtig gut gemacht, auch mit dem Blut der Beiden schon währenddessen. Als Vince McMahon zum Ring kommt als Kommentator vermutet man natürlich – auch im Hinblick auf die Stipulation – dass hier der Undertaker mit dem Titel nach Hause gehen wird. Umso genialer der Moment, als der Undertaker zu Bluten beginnt und Hebner im Tombstone das dann auch sieht. Dass sowohl X-Pac, als auch die McMahons eingreifen passt hier und musste auch sein. Triple H und The Rock hätte es dann nicht unbedingt erneut gebraucht. Der Abschluss mit dem Goodbye-Stunner ist natürlich das Sahnehäubchen auf einem guten Main Event.
Ich muss JoMo erneut Recht geben. Triple H und The Rock hat man in der Zwischenzeit oft gesehen, unter anderem in ihrem guten Ladder Match knapp ein Jahr zuvor. Hier hat man einen durchaus verbissenen Fight geliefert bekommen, bei dem natürlich irgendwann der Strap ab war (was zeitgleich die Finish-Phase und auch die gute Phase des Kampfes einleitete). Mit nicht einmal 20 Minuten ist das Match eigentlich gar nicht so lang, doch es kommt einem durchaus länger vor, vor allem beim Brawl in der Arena. Dass Mr. Ass noch eingreift macht die Sache nicht unbedingt besser, da es so erneut ein potenzielles Rematch gibt. Und – Überraschung – natürlich gibt es dieses in 1999 noch. Nicht direkt, aber beinahe.

Eine Vielzahl von Titelwechseln

JoMo: Ganze drei Titelwechsel durfte man an diesem Abend bestaunen. Im Vorfeld zum PPV konnte Edge bei einer House-Show in Kanada Jeff Jarrett besiegen und neuer WWF Intercontinental Champion werden. Beim PPV folgte das Re-Match und das war wirklich gut. Edge zeigte sein bisher bestes PPV-Match und sollte auch in den kommenden Monaten weiter aufsteigen. Auch Double J war zu dieser Zeit gut in Form und steuerte seinen Teil zum Match bei. Am Ende konnte sich Jarrett nach Eingriff von Gangrel seinen Titel zurückholen und Edge sollte gemeinsam mit Christian die Tag Team Division unsicher machen. Die Acolytes holten sich nach einigen Wochen die WWF World Tag Team Title von den Hardy Boys zurück. An der Seite der Hardys trat ihr Mentor Michael Hayes an und musste am Ende auch die Niederlage einstecken. Die beiden Brüder aus North Carolina turnten kurz daraufhin gegen Hayes und schlossen sich Gangrel an um die New Brood zu bilden. Einen positiven Titelwechsel gab es im Match zwischen Mideon und D-Lo Brown. Mideon bekam den Titel von Shane McMahon kampflos überreicht und durfte diesen nach kurzer Regentschaft an diesem Abend gleich wieder abgeben. Gottseidank muss man sagen. Mideon war für mich gemeinsam mit Droz im Jahr 1999 der wohl schlechteste Wrestler im Roster. Für den letzten Titelwechsel sorgte der Big Bossman. Dieser konnte Al Snow besiegen und sich somit erneut die WWF Hardcore Championship sichern. Mit Ausnahme von Brown vs. Mideon waren das alles gute bis solide Matches.

Eddie: Edge war für mich 1999 wirklich das Highlight in der Under-/Midcard. Das waren immer frische Paarungen, die er bestreiten konnte und das Match hier gegen Jeff Jarrett war direkt als Opener einfach perfekt gesetzt. Am Ende waren es zahlreiche Near Falls, die auf die Titelverteidigung hoffen liesen, die Story mit Gangrel wurde super aufgegrifffen und man kann im Nachhinein natürlich froh sein, dass dieser Title Run von Edge nur von kurzer Dauer war, damit er wieder im Tag Team Geschehen mit Christian angreifen kann. Jeff Jarrett ist und bleibt in der WWF einer der unterbewertesten Wrestler zu dieser Zeit. Da war die Main Event Riege einfach zu voll für ihn.
Die Hardy Boys zu der damaligen Zeit zu sehen ist heute auch einfach nur lustig. Gefühlt ist das eine typische Indy-Gear (einfach eine Hose), die Acolytes spielen hier Katz & Maus mit den Unterlegenen Gegnern und der Titelwechsel macht hier natürlich ebenfalls Sinn. So gern ich Faarooq in früheren Jahren und Bradshaw als JBL mochte, in dieser Zeit waren sie gemeinsam nicht die unbedingten Erfolgsgaranten. Gefühlt war ihr Wrestling etwas zu langsam in der aufkeimenden Tag Team Szene der WWF, die mit den Hardys sowie Edge & Christian, bald auch den Dudleyz endlich an Fahrt aufgenommen hat. Als imposante Muskelpakete aber natürlich ein beeindruckender Gegenpart zu den jungen Hüpfern.
Dass Mideon den Titel überhaupt hat, das ist so ein Witz, dass es ja schon beinahe Lustig ist. Dass er keinen Titel halten sollte, beweist das Match gegen D'Lo Brown. Hier will ich gar nicht viel Worte verlieren, außer: Ich war froh, als das Match vorbei war.
Bossman gegen Al Snow war eines der eher langweiligeren Hardcore Title Matches. Ein klein bisschen merkt man, dass die Luft raus geht aus den Kämpfen, aber eine Auflockerung zwischendurch ist das auf alle Fälle noch.

Der Rest:

JoMo: In einem Rights To DX Match konnten sich der Road Dogg und X-Pac gegen Chyna und Mr. Ass durchsetzen. Durch diesen Sieg gingen die Merchandise-Einnahmen an DX-Stücken in Zukunft an die beiden Faces. Dumme Storyline, welche wenige Monate später durch die Re-Union der Mitglieder eh über den Haufen geworfen wurde. Das Match selbst war auch nicht wirklich gut. Ebenfalls nicht gut war das erneute Aufeinandertreffen zwischen Kane und The Big Show. Letzterer konnte sich hier durch die mithilfe des Undertaker durchsetzen. Die beiden Riesen schlossen sich nach dem PPV zusammen und der Undertaker machte es sich zur Aufgabe The Big Show als seinen Nachfolger aufzubauen. Bleibt noch das Iron Circle Match zwischen Ken Shamrock und Steve Blackman. Es handelte sich hierbei um einen Parking Lot Brawl, welches sehr durchchoreografiert wirkte und nach 5 Minuten auch schon vorbei war. Ein nahezu lahmes Ende einer sehr verbissenen Fehde.

Eddie: Der Rest. Alter Falter, der war schrecklich. Kane gegen Big Show kann doch nicht wirklich funktionieren, oder? Weder Kane, noch Big Show waren zu diesem Zeitpunkt in der Lage von sich aus gute Kämpfe auf die Beine zu stellen, wenn sie nicht gerade einen guten Gegner hatten.
Der Parking Lot Brawl war ein großer Witz. Da hofft man auf den Abschluss der Fehde von zweier MMA Kämpfer und bekommt dieses langweilige Gedöns geboten... Innerhalb von 5 Minuten ist der Drops gelutscht und man denkt sich: Wieso?
Rights To DX, wie ich diese Stipulations hasse. Wie JoMo schon schreibt, war das alles eh bald für die Katz. Zudem hätte man in den Vormonaten bereits merken müssen, dass Road Dogg gegen Mr. Ass irgendwie nicht passt. Mr. Ass sieht man nach dem Finish auch an, dass er es vermisst, die Suck It Rufe gewollter weise zu hören.

Fazit

JoMo: Mir hat der PPV nicht gefallen. Natürlich gab es das eine oder andere gute Match, sowie gute Storyentwicklungen, wie z. B. mit dem Ende von Vince McMahon, doch der überwiegende Teil war langweilig, nichtssagend und roch durchgehend nach Übergangs-PPV. Ich gebe 4 Punkte und hoffe der SummerSlam wird besser.

Eddie: Kurz war ich am überlegen, ob ich es etwas besser sehe als JoMo, immerhin hat mir der Main Event gefallen. Dann habe ich noch einmal auf die Card geblickt und gemerkt, dass der Schein am Ende definitiv trügt. Denn durch was man nach den ersten beiden Kämpfen (einziger kleiner Lichtblick war das HC Match) durch musste, war schon extrem. Mit 4 Punkten ist der Event gut bedient.

Die PPV-Gesamtwertung

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