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Inside The Cage Classics #171: King Of The Ring 1999 – Die große Krönung von Mr. Ass

Kolumne

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Published on:
04.01.2017, 19:15
Category:
Series:
Inside The Cage Classics (All entries of this article series)
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Wir sind zurück mit einem WWF-PPV und zwar mit der viertletzten Ausgabe des King of the Ring Tournaments. Ein neuer Wrestler sollte an diesem Abend zum König gekrönt werden und auf Ken Shamrock folgen. Wer es sein sollte und wie der PPV qualitativ so war erfahren wir im Folgenden von Eddie und JoMo:

Das King of the Ring Turnier

JoMo: Es sollte der Abend von Mr. Ass Billy Gunn werden. Die WWF entschied sich im Jahr 1999 dafür Billy Gunn nach seinem langjährigen Aufenthalt in der Tag Team Division endlich einen Singles Push zu verpassen. Man stellte im Laufe des Jahres allerdings fest, dass dem Mr. Ass für den ganz großen Wurf doch das kleine spezielle Etwas fehlte. Im kompletten Turnier selbst mussten wir jedoch auf gute Matches selbst verzichten. Die Story hinter dem Turnier hingegen war gut. X-Pac kämpfte sich trotz einer Nackenverletzung durch das Turnier und konnte dabei Hardcore Holly und seinen neuen besten Freund The Road Dogg aus dem Weg räumen. Mr. Ass hingegen profitierte von einer Verletzung Ken Shamrocks, welcher zu dieser Zeit eine Storyline hatte, in welcher er durch harte Attacken immer wieder an inneren Blutungen litt. Durch Eingriff von Big Show, welcher vorher an Kane scheiterte kam Mr. Ass auch noch ins Finale, welches er dann wie angesprochen gegen den angeschlagenen X-Pac gewinnen konnte. In den Folgewochen wurde der Push von Billy Gunn weiter voran getrieben und fand seinen Höhepunkt beim WWF SummerSlam, doch darauf kommen wir noch in einer der folgenden Kolumnen. Den Kommentar des Abends gab übrigens Jim Rossab, als Chyna gegen den Road Dogg verlor. "We can all say we saw Chyna get it doggie-style tonight!"

Eddie: Ich fand die Ausgabe 1998 schon eine Farce, doch hier wird dem ganzen die Krone aufgesetzt. Nicht nur, dass die Matches schlicht nicht gut sind, nein, man hat zudem noch acht Namen im Turnier, von denen rein theoretisch keiner einen Sieg verdient hätte. Zu der damaligen Zeit war Big Show zu einem mehr oder weniger unbedrohlichen Witz geworden, trotz des Impacts beim Debüt. Ken Shamrock verliert in unter vier Minuten gegen den späteren Sieger, das Finale ist in fünf Minuten durch. Insgesamt hat das Turnier nicht einmal eine Matchzeit von 40 Minuten, das ist absolut armselig. Da interessiert es mich auch nicht, dass mein Kritikpunkt aus den Vorjahren "Man sieht nur noch Halbfinale und Finale" ausgebessert wurde. Road Dogg gegen Mr. Ass wird auch nicht im direkten Duell weitergeführt..
Nein, das war nichts. Sorry, null, nada, niente. Der Kommentar von Ross war in der Tat das einzige Highlight des Abends was das Turnier anbelangt

Das Ladder Match und das WWF World Heavyweight Title Match

JoMo: Der Main-Event an diesem Abend war das großangelegte Two On One Handicap Ladder Match um die Kontrolle über die World Wrestling Federation. Linda McMahon und Stephanie McMahon hatten in den Wochen vor dem PPV ihre Besitzrechte an Steve Austin überschrieben, woraufhin es auch etliche nette Segmente gab, wie die Rattlesnake die WWF Headquarters auf den Kopf stellte und den Mitarbeitern dort befahl Bier zu trinken und nicht alles durch zu denken. Auch die Matchgeschichte war gut gelöst. Kurz vor dem PPV wurde der Big Bossman aus der Corporation geworfen, da er ein Match gegen Austin verlor. Shane McMahon und sein Vater Vince McMahon wurden im eigentlichen PPV-Match dann windelweich geprügelt und Austin stand bestimmt fünfmal vor dem Sieg, doch jedes mal, wenn Austin kurz vor dem Sieg stand, zog Jemand den Koffer etwas nach oben. Da aber kein Mitglied der Corporation eingreifen durfte, schlug man einen netten Plot daraus und präsentierte am Folgeabend den Bossman als neustes Corporation Mitglied und dankte ihm für seine Dienste im Ladder Match. Am Ende konnte Shane schließlich den Koffer abhängen und die McMahons durften ihre Promotion behalten. Für Austin folgte am kommenden Abend allerdings ein Trost, da er sich vor seiner Niederlage beim PPV noch ein Title Match vertraglich zusicherte und dieses dann auch gegen den Undertaker gewinnen konnte. Beim PPV selbst war der Deadman natürlich auch im Einsatz und verteidigte seine WWF World Heavyweight Championship gegen The Rock. Das Match wirkte etwas langatmig und der Undertaker war wenige Monate vor seiner großen verletzungsbedingten Auszeit einfach nur schwer erträglich im Ring. Am Ende konnte er durch mithilfe von Triple H dennoch retainen, aber wie wir jetzt wissen nur bis zu Monday Night Raw einen Tag später.

Eddie: Das sagt ja im Endeffekt alles aus. Eine bessere Zusammenfassung kann man kaum finden, wie JoMo es getan hat. Dieser Twist mit dem Bossman, der coolen und netten kleinen Idee mit Austin als Boss, was alle Fans mega abgefeiert haben, das Match selbst, welches natürlich kein All-Time-Classic war, aber definitiv zu unterhalten wusste und das Ende mit dem großen Cliffhanger, wer denn der Corporation nun geholfen hat. War ein astreiner Main Event für diesen Event, welcher natürlich noch einmal viel besser wirkt ob des grottenschlechten Turniers. Und das ganze drumherum um das Titelmatch war auch simple & effective, wie man das ja so schön sagt. Gutes Match, wenn man an die Verletzung vom Undertaker denkt, schöne Einbindung von Triple H, wodurch die Story zwischen ihm und Rock weitergeführt wird, ohne dass Rock durch eine cleane Niederlage geschwächt wird. In Summe zwei gute Kämpfe, die den PPV vor schlimmeren bewahren.

Der Rest – genauer gesagt ein Match

JoMo: In der Regel eröffnet man wegen einem einzigen Match ja keinen neuen Unterpunkt, doch ich wusste nicht wo ich es sonst mit reinpacken sollte. Die Hardy Boys sollten an diesem Abend gemeinsam mit Edge & Christian das erste Kapitel ihrer grandiosen PPV-Duelle einleiten. In einem eher kurzweilig gedachten Midcard-Match um den Fans zwischen den einzelnen Turnierstufen auch etwas Zeit zur Abkühlung zu gewähren, rissen sich beide Teams 5 Minuten lang wirklich so den Hintern auf, dass mir das Match in Erinnerung blieb. Edge fing an diesem Abend auch zum allerersten mal einen anspringenden Jeff Hardy mit einem Spear in der Luft ab. Man spürte einfach direkt welch großartige Chemie zwischen diesen beiden Tag Teams vorhanden war. Wirklich ein schönes nettes Midcard-Match mit dem Beginn einer Fehde, welche uns nahezu ein komplettes Wrestlingjahr begeistern sollte.

Eddie: Dieses Match! Da hat man fünf Minuten übrig, zwei Tag Teams, sitzt ein Teddy Long Backstage, TAG TEAM MATCH! Spaß beiseite. Grandios, wie sehr man innerhalb von so wenigen Minuten eine simple und klare Darbietung zeigen kann, in der man beweist, dass in dieser Paarung absolut ~Money~ steckt! Alle vier bekommen ihren Spot und das war eine runde Geschichte, die die Fans aus dem Doggy-Style Tiefschlaf holt.

Fazit

JoMo: Der PPV war leider nicht gut. Wrestlerisch gab es kein gutes Match. Billy Gunn als Turniersieger und der Undertaker als WWF World Heavyweight Champion zu dieser Zeit funktionierten nicht. Zeitgleich bookte man einen verletzten X-Pac bis ins Finale statt, Gunn dort einen großen Sieg, z. B. über Ken Shamrock zu geben um seinen Push auch wirklich etwas Ausdruck zu verleihen. Mehr als 3 Punkte sind hier nicht drin.

Eddie: Ich kann mich hier tatsächlich kurz fassen, denn das war nichts. Ich gebe dennoch 4 Punkte für die zwei Main Events und das Tag Team Match. Denn schlecht war es nicht, nur eben einfach nicht gut. Ausreichend trifft es für mich in Summe da schon recht gut.

Die PPV-Gesamtwertung

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