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Inside The Cage Classics #155: In Your House 26: Rock Bottom – Der Undertaker wird lebendig begraben

Kolumne

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Published on:
13.09.2016, 10:25
Category:
Series:
Inside The Cage Classics (All entries of this article series)
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Willkommen zum letzten Pay Per View der WWF im Jahr 1998. Bei dieser Großveranstaltung sollte es zum vorerst finalen Aufeinandertreffen zwischen Steve Austin und dem Undertaker kommen. Außerdem ging die Fehde zwischen Mankind und der Corporation in die nächste Runde. Eddie und JoMo waren wieder dabei und kamen dabei zu folgendem Fazit:

Austin sichert sich Platz im Royal Rumble + Debras verhinderter Striptease

JoMo: Im Main-Event standen sich Steve Austin und der Undertaker in einem Buried Alive Match gegenüber. Es sollte gewissermaßen auch der vorläufige Schlusspunkt der langen Fehde zwischen diesen beiden Protagonisten im Jahr 1998 sein. Die Bedingung am Match war klar und diente wieder dazu die Rattlesnake unten zu halten. Austin sollte nur einen Platz im Royal Rumble Match bekommen, wenn er den Deadman lebendig begraben könnte. Die Vorgeschichte zu diesem Match fand in den Wochen vor dem PPV statt, als der Deadman die Rattlesnake bereits lebendig begraben und mit einem Schwert hinrichten wollte. Ihr merkt in der Attitude-Ära war durchaus einiges geboten. Die Hinrichtung wurde letztlich von Kane verhindert, welcher mit seinem Bruder noch nicht fertig war und zum Frust von Vince McMahon auch zum Zünglein an der Waage im Main-Event werden sollte. Das Big Red Monster griff schließlich gegen seinen Bruder ein und verhalf Austin somit zum Sieg. Der Undertaker war lebendig begraben, machte eine kurze Pause und kehrte dann als Chef der Ministry of Darkness wieder zurück. Austin hatte seinem Platz im Royal Rumble sicher und seine Fehde gegen die McMahons sollte in die nächste Runde gehen. Beim folgend besprochenen Match merkte man auch wieder, dass man Teil der Attitude-Ära war. In einem Striptease Match standen sich Goldust und Jeff Jarrett gegenüber. Das Objekt der Begierde im Falle eines Sieges des Goldjungen war Debra. Goldust konnte sich letztlich auch durchsetzen und Debra zog blank. Kurz vor dem Öffnen des BHs schritten zum Groll der Zuschauer jedoch Jeff Jarrett und Owen Hart ein und verhinderten diese Aktion. Nette Randstory, aber auch recht unspektakulär.

Eddie: Ich finde dafür, dass der PPV ständig weiter den Main Event hyped, hält der absolut nicht, was er versprach. Zudem muss man ja dazu sagen, dass es nicht das erste Match dieser Art war, insofern war der große Aha-Effekt einfach nicht gegeben. Im Match selbst bietet man einen schönen Brawl, den man ja auch brauchte, um die Fehde abzuschließen, Austin ist demnach doch im Rumble, man ist kaum im Ring und viel im Prügelmodus und das Ende ist erneut klasse gebooked. Klasse Szenen nach dem Stunner, als Austin geht, Undertaker zu sich kommt, doch dann kommt Kane aus dem Grab, grandios! Und dann der Tombstone und der Bagger, ich kann nicht mehr. Eine Mischung aus Lachen, Staunen, Kopfschütteln und es doch gut finden. Das Striptease Match mit seiner Stipulation, Attitude Era ist hier in großen Lettern drüber geschrieben. Die Story ist so einfach auch ok in dem Sinne, dass es eben 1998 ist, doch das Match hat mich doch deutlich enttäuscht, denn immerhin stehen hier mit Jarrett und Goldust zwei gute Wrestler im Ring, was aber überhaupt nicht so gewirkt hat, eher so, als hätten beide keine große Lust auf die Stipulation.

Mankind gewinnt, aber nicht den Titel + Outlaws bleiben Champions

JoMo: Auch an diesem Abend wurde das nächste Kapitel der Fehde zwischen dem amtierenden WWF Heavyweight Champion The Rock und Mankind geschrieben. Letzterer war neben Steve Austin inzwischen zum Topfeind der Corporation aufgestiegen und zeitgleich auf dem Weg zum absoluten Publikumsliebling. Dies wurde auch bemerkbar, als die Zuschauer laut aufschrien, als Mankind zum Ende des Matches die Mandible Claw an Rocky ansetzen konnte. Dieser wehrte sich zwar lange, ging dann aber zu Boden und wurde bewusstlos. Mankind wurde bereits als neuer WWF Heavyweight Champion ausgerufen, doch die McMahons widerriefen die Entscheidung, da der Corporate Champion weder gepinnt wurde, noch aufgegeben hätte. Mankind wurde somit ein weiteres mal gescrewed. Seine Rache bekam er bei der ersten Raw Ausgabe des Jahres 1999, als er mithilfe der D-Generation X und Steve Austin zum ersten mal in seiner Karriere WWF Heavyweight Champion werden konnte. In einem weiteren Title Match an diesem Abend wollte der WWF Commissioner Shawn Michaels dafür sorgen, dass die New Age Outlaws ihre WWF World Tag Team Championship an die Corporation in Form von Ken Shamrock und dem Big Bossman verlieren. Die Outlaws konnten in einem durchschnittlichen Match verteidigen, mussten die Titel aber kurz darauf bei Raw an Shamrock und Bossman abgeben.

Eddie: Mit Mankind gegen The Rock kann man quasi nichts falsch machen. Diese beiden hatten einfach eine gute Chemie gegeneinander. Und diese Story um die Titelkämpfe von Mankind, in denen er immer wieder um den Titel gebracht wurde ist einfach klassisch Heel, einfach großartig. Vor allem wenn sowas in einem riesigen Titelgewinn enden wird. Auch die Story um das Segment direkt vor dem Kampf war wirklich gut mit der geforderten Entschuldigung, die nicht kam. Und ganz ehrlich, es gibt für Heels kein besseres Finish, als wenn er den Titel verliert, dann aber doch nicht, weil jemand sagt, der Titelwechsel zählt nicht, klassisch, verhasst, genial! Und wie gesagt, auch das Match selbst war einfach gut, nichts was man auch hier gesehen haben muss, aber echt gut und eine Wohltat bei diesem PPV. Und aus Sports Entertainment Sicht, was die WWF nun einmal ist, war das wirklich sensationell gut. Großartiges Spiel der Emotionen! Das Tag Team Match war einfach gute 7 Minuten zu lang. Zum einen ging es viel zu viel um HBK und weniger um das Match, zum anderen sollte Ken Shamrock das Match gegen Road Dogg dominieren zu einem großen Teil, und das war einfach nur langweilig und zog sich gefühlt ewig. Als es dann vorbei war, und die New Age Outlaws weiterhin Champions waren, war ich froh, dass das Ganze vorbei war. Wirklich.

Und sonst so?

JoMo: Bleiben noch vier mehr oder weniger bedeutsame Matches an diesem Abend. Sowohl qualitativ, als auch storylinetechnisch relevant war eher keine dieser Auseinandersetzungen. Owen Hart kam nach seinem Rücktritt wieder zurück und durfte als Dank direkt via Count Out gegen Steve Blackman verlieren. Da ging der Push nach der Rückkehr direkt mal in die Hose. Die Fehde zwischen den Headbangers und den Oddities war feinster Undercard-Comedy-Müll. Das Match war nichts, aber immerhin hatte jeder Kampf bei der Show eine kleine Story. Die Brood kam langsam over und durfte den JOB Squad besiegen. Das letztere Stable sollte im Februar schon wieder Geschichte sein, da die Fehde zwischen Al Snow und Hardcore Holly eingeleitet wurde. Bleibt noch der Opener zwischen D-Lo Brown und Mark Henry auf der Einen und dem Godfather und Val Venis auf der anderen Seite. Mit Hilfe der Pretty Mean Sisters konnten sich Brown & Henry in einem kurzen und wenig spektakulären Eröffnungskampf durchsetzen.

Eddie: Das einzig gute an der Undercard war tatsächlich die Brood. Qualitativ ist Owen vs. Blackman auch ok gewesen, doch der Rest war einfach fernab guten Wrestlings. Unfassbar, wie einfallslos diese Card hingeklatscht wurde. Der Opener war dabei auch noch einigermaßen ok, denn immerhin ist das Team aus Val Venis und dem Godfather wie Topf und Deckel, das passte irgendwie. Und alle vier wissen was sie so zu tun haben. Die Head Bangers gegen die Oddities, alter Schwede, was ein Rotz. Diese knapp 7 Minuten bekomme ich nicht mehr zurück. Und Brood gegen die JOB Squad im Six Man Tag war auch ganz ok, aber eben nichts, was man sehen muss oder was man nicht verpassen könnte.

Fazit

JoMo: Ich tue mir mit der Bewertung dieser Show wirklich schwer. Es gab mit Ausnahme von Mankind vs. Rock kein gutes Match und auch storylinetechnisch brachte die Show nur wenig Fortschritte. Man schaute sie halt so weg ohne großartig unterhalten zu werden. Ich gebe leider nur 3 Punkte, weil man im Jahr 1998 einfach schon Besseres von der WWF gesehen hat.

Eddie: Das Gute an der Show ist ja, dass sie nur 2 Stunden 40 Minuten geht und man immerhin 20 Minuten eingespart hat, denn noch weitere 20 Minuten hätte kein Mensch ertragen. Ein gutes Match, das dann auch nur 15 Minuten in Summe ausmacht, das ist viel zu wenig für einen PPV. Da es aber auch nichts richtig schlimmes gibt, gehe ich mit den 3 Punkten durchaus konform.

Die PPV-Gesamtwertung

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