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Inside The Cage Classics #120: In Your House 17: Ground Zero – Michaels und Undertaker bereiten einen Klassiker vor

Kolumne

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Published on:
12.01.2016, 07:15
Category:
Series:
Inside The Cage Classics (All entries of this article series)
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Die Ereignisse aus dem Vormonat sollten logischerweise nicht unbeachtet bleiben. Shawn Michaels und der Undertaker standen sich im Main-Event der 17ten In Your House Auflage gegenüber. Eddie und JoMo verfolgten dieses Duell und auch den kompletten PPV. Ihr Fazit seht ihr im Folgenden:

Das totale Chaos im Main-Event

JoMo: Die Überschrift trifft es eigentlich ganz gut. Es war wirklich ein totales Chaos. Hunter Hearst Helmsley, Chyna und Rick Rude, welcher durch die ECW wieder einen Karriereaufschwung erlebte, griffen zu Gunsten von Shawn Michaels ein, wurden jedoch alle großteils vom Undertaker abgewehrt. Dazu gingen gefühlt zehn Ringrichter in diesem Match zu Boden und wurden teilweise sogar bewusst von allen anwesenden Akteuren im Ring nieder geschlagen. Man konnte den Hass der beiden Männer aufeinander förmlich spüren und Michaels versuchte alles um nicht total vom Deadman auseinander genommen zu werden. Irgendwann war es dem finalen Ringrichter letztlich zu viel und das Match wurde mit einem No Contest abgebrochen. Während sich die Heels verzogen blieb der Undertaker triumphierend im Ring zurück und wurde von den Fans gefeiert. Beim folgenden PPV sollten sich die Beiden wiedertreffen und sich zeitgleich im allersten Hell in a Cell Match der Geschichte duellieren. Herausragend!

Eddie: Jeder der meine Aussagen hier oder auch in den Kommentaren grundsätzlich Cagematch liest, der weiß, dass ich kein allzu großer Fan der richtig dümmlichen Sports Entertainment Spots bin mit Ref Bump hier, Eingriff dort etc. Aber es gibt so Momente, da passt es einfach zur Story. Und das vor allem dann, wenn man für den Folgemonat in den kommenden Wochen eine neue Matchart einführt. Deshalb kann ich hier ganz klar darüber hinwegsehen, beziehungsweise es sogar befürworten, dass es hier diese unzähligen Ref-Bumps gab. Und die Eingriffe dienten zudem dem richtigen etablieren der D-Generation X. Denn wir können uns sehr auf den nächsten PPV Main Event freuen, das können wir schon einmal vorwegnehmen, beziehungsweise das sollte auch kein großes Geheimnis sein. Das Match selbst als solches existiert hier schon beinahe nicht, doch das, was noch so geschah war auch keinesfalls schlecht, das kann man definitiv nicht behaupten, also im Großen und Ganzen alles richtig gemacht würde ich sagen.

Bret besiegt den Patrioten + Pillman bekommt Marlena

JoMo: Das Title Match um die WWF World Heavyweight Championship zwischen dem Champion Bret Hart und dem Herausforderer The Patriot war recht solide, aber auch komplett unspektakulär. Ich habe im Patriot-Gimmick schon in der WCW relativ wenig Substanz gesehen und fand den Maskenmann immer recht unscheinbar, im Ring durchaus solide, aber jetzt auch kein Showstealer. Selbst Bret Hart, welcher mit nahezu jedem Wrestler ein gutes Match auf die Matte zaubern konnte, tat sich hier etwas schwer. Am Ende gelang Bret die faire Titelverteidigung mittels Sharpshooter. Immerhin storylinetechnisch passte das Ganze recht gut in die Fehde Bret vs. USA. Außerdem wurden wir an diesem Abend Zeuge vom letzten PPV-Match von Brian Pillman. Dieser traf erneut auf Goldust. Bei einer Niederlage hätte Pillman die WWF verlassen müssen, bei einem Sieg hätte er für einen Monat die Managerrechte an Marlena bekommen. Letzteres sollte schließlich geschehen. Pillman gewann und verabschiedete sich so mit einem Sieg von der PPV-Bühne. Am Tag des Oktober-PPVs, Badd Blood, sollte er in seinem Hotelzimmer tot aufgefunden werden.

Eddie: Der Patriot war definitiv kein schlechter Wrestler, man darf hier auch nicht nur auf seine WWF Karriere schauen sondern auf seine Zeit bei AJPW, aus der ich ein paar seiner Kämpfe gesehen habe, und dort war er richtig gut. Das größte Problem am Match hier gegen den Hitman war wohl die Matchzeit. Knapp 20 Minuten waren hier vor allem in der Anfangsphase einfach zu viel, auch wenn die Story mit der Beinbearbeitung logisch und konsequent durchgeführt wurde. Und die Story zwischen Kanada und den USA wurde immerhin auch noch einmal mit aufgenommen. Viel tragischer ist dann natürlich das, was JoMo über die Loose Cannon geschrieben hat, so langweilig der Opener auch war, dass genau das auch noch das letzte PPV Match von Pillman war ist einfach nur traurig. Nicht nur ob des Matches, sondern einfach deshalb, da die Wrestling Welt damals einen richtig guten des Sports verloren hatte. Die Match-Stipulation war natürlich Grütze, das wissen im Nachhinein auch alle.

Und sonst so?

JoMo: Die vakanten Tag Team Titel fanden einen neuen Besitzer. Und zwar einen überraschenden. Der aufgrund seiner Verletzung nicht für Matches freigegebene Steve Austin griff bereits nach dem Ausscheiden der Legion of Doom und der Godwinns in das Match ein und attackierte Davey Boy Smith und Owen Hart. Die Nutznießer sollten an dieser Stelle die eigentlichen Undercarder und merkwürdigen Persönlichkeiten, die Head Bangers werden. Diese gewannen das Match dank Austin und wurden neue WWF World Tag Team Champions. In einem eher weniger sehenswerten Match setzte sich Savio Vega noch im Kampf der Stables gegen Crush und Faarooq durch. Auch nicht gut, war das PPV-Debüt von Brian Christopher, welcher durch Count Out gegen Scott Putski gewinnen konnte. Letzterer verletzte sich bei einem Dive vom Sohn von Jerry Lawler nach draußen und konnte nicht weiterkämpfen. Das Lowlight des Abends war das Midget-Match zwischen Max Mini und El Torito. 10 Minuten!! Wurden den anderen Matches hierbei geklaut. Ich will die Leistung der zwei kleinen Männer wirklich gar nicht schmälern, aber Midget Wrestling interessiert mich wirklich überhaupt nicht. Fast alle sind verkleidet, in irgendwelche Gimmicks gepresst und es gibt überhaupt keine Storylines. Wirkt eben alles wie im Zirkus. Finger auf die Vorspultaste und weiter geht's.

Eddie: Ich hab es schon in meiner Bewertung geschrieben, als ich den PPV vor zwei Jahren das erste Mal sah, wenn ein unbeteiligter Wrestler der Mann des Matches ist, dann läuft gewaltig was schief im Match. Dass man Owen und dem Bulldog die Titel nicht schon wieder geben will war auch keine so schlechte Idee, aber die Head Bangers waren für mich nie wirklich gute Wrestler, allerdings stachen sie aus der Masse an Teams heraus, was wohl auch zu ihrer Titelregentschaft geführt hatte. Austin der Mann des Matches in einem langweilig dahinfließenden Kampf. Ich mache dann aber einmal nach der Matchreihenfolge des Events weiter, denn man hatte von Brian Christophers katastrophalem, langweiligen Kampf, über das Up-Fuck Three Way Match zum Midget Match immerhin eine Steigerung. Ich zitiere für die Midgets meine Bewertung des Events: "Die kurzen machen es wie immer, der dicke kleine ist böse, der dünne kleine der gute und irgendwie schaffen sie es viel daneben zu setzen, aber wenigstens sind sie dabei lustig, 5/10. "

Fazit

JoMo: Wieder mal ein typischer Übergangs-PPV. Michaels und der Undertaker legten die Weichen für ihr großes Aufeinandertreffen im Folgemonat. Letztlich gab es aber leider kein einziges Match, welches komplett positiv herausstechen sollte. Der PPV lief so dahin und war wirklich sehr unspektakulär. Mehr als 4 Punkte möchte ich diesem PPV nicht geben.

Eddie: Übergangs-PPV ist schön ausgedrückt, abgesehen von den beiden Main Events gibt es an diesem Events nichts. Gar nichts. Obwohl, doch: Langeweile. Es waren keine wirklich Totalausfälle, weshalb ich ob der zwei Main Events doch auch noch auf 4 Punkte komme.

Die PPV-Gesamtwertung
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