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Inside The Cage Classics #84: WrestleMania XII – Das längste Match der PPV Geschichte

Kolumne

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Published on:
06.05.2015, 12:53
Category:
Series:
Inside The Cage Classics (All entries of this article series)
Author(s):
Das muntere Wechselspiel zwischen WWF und WCW PPV geht in unserer ITC Classic Reihe aktuell noch weiter. Und jetzt sind wir diese Woche bei der größten Veranstaltung des Jahres 1996 angelangt. Eddie und Mathias Rekasch sahen sich für Euch die Show nochmal an:

Das Iron Man Match:

Eddie: Für jeden Fan, der nur die WWE/F oder auch WCW und TNA verfolgt(e), für den dürfte das Match eines der besten aller Zeiten sein. Und das ist es auch für mich noch, obwohl es auch noch weitaus besser 60+ Minuten Kämpfe in der Wrestlinggeschichte gab. Aber von Anfang an. Shawn Michaels und Bret Hart trafen hier in einer neuen Matchart aufeinander. So sollten sie in 60 Minuten entscheiden, wer mehr Falls für sich entscheiden kann. Nach 60 Minuten stand es allerdings 0:0, weshalb es knapp 2 Minuten zusätzlich unter Sudden Death Regeln fortgeführt wurde. Dann wurde eine der am häufigsten zitierten Phrasen geschaffen "The Boyhood Dream has come true". Und das war durchaus ein großartiger WrestleMania Moment. Das Match war in meinen Augen wirklich stark und war lange das Match, das ich als bestes aller Zeiten angesehen habe. Solange ich eben nur Mainstream Wrestling sah. Heute merkt man einfach, dass es wirklich viele Minuten gibt, in denen die Beiden Luft holen mussten, das kann man aber besser überdecken als hier, und auch wenn ich weiß, dass das Meckern auf höchstem Niveau ist, so lief man damals wirklich Gefahr, den ein oder anderen Fan einzuschläfern. Mir wäre es zumindest beim erneuten anschauen fast passiert. Viel Kritik jetzt für ein Match, das aber wirklich gut war/ist, und jeder Fan gesehen haben sollte.

Mathias Rekasch: in den 90er-Jahren war dieses Match als junger Fan der Inbegriff des perfekten Matches, wobei ich als bekennender riesiger Shawn Michaels-Fan eben auch sicherlich ein wenig eingefärbt gewesen bin, was meine Urteilskraft betrifft. Mit einigem Abstand zu diesem Match und meinem erweiterten Wrestling-Horizont kann ich sagen: Ja, es gibt viele bessere Matches und ja, es gibt sogar bessere Iron Man Matches. Langweilig ist dieses Match allerdings auch heute noch nicht für mich, auch wenn die beiden grandiosen Techniker dieser Zeit das Tempo zeitweise sicherlich stark gedrosselt haben. Wer dieses Match ohne Vorkenntnisse und Hintergrundwissen zum ersten Mal sieht, kann immer noch stark mitfiebern, ob HBK der große Wurf gelingt oder der Hitman sich wieder einmal gegen diesen Mann durchsetzen kann. Was am Ende bleibt ist der verdiente und in meinen Augen ein Jahr zu spät erfolgte Titelgewinn von Michaels bei WrestleMania und der Beginn einer neuen Ära, da Hart in den Folgejahren mehr und mehr die zweite Geige spielen sollte.

Der Co-Main Event der hinter seinen Erwartungen zurückblieb

Eddie: Diesel gegen The Undertaker wurde im Vorfeld zur Mania ja gut aufgebaut, das habe ich in der letzte WWF-ITC Classic Ausgabe ja beleuchtet, aber das Match wurde dem Hype dann überhaupt nicht gerecht. Zwei Big Man, die scheinbar keinerlei Chemie gegeneinander haben, was dann nur umso krasser im Gegensatz zum Programm von Diesel gegen Bret Hart steht. Sehr langsam geführt über die gesamte Kampfzeit von immerhin knapp 17 Minuten. Allzu viel gibt es dann auch schon nicht mehr zu sagen. Die Fehde der Beiden war damit beendet und der Undertaker widmete sich danach kurzzeitig Goldust, bevor die große Fehde mit Mankind beginnen sollte. Diesel hingegen war nicht mehr lange in der WWF und durfte zum Abschied nochmal ums große Gold antreten.

Mathias Rekasch: Dieses Match fand ich in der Tat auch sehr enttäuschend. Man musste sicherlich erwarten, dass dieser Kampf nicht mit den Kämpfen der Kontrahenten gegen einen Bret Hart mithalten konnte, doch was man hier geboten bekommen hat, ähnelte, wenn auch etwas überspitzt dargestellt, schon fast einem Goldberg vs. Brock Lesnar. Mich konnte beide gar nicht überzeugen und ich war fast schon froh, dass die Fehde danach vorbei war und sich beide neuen Projekten und in Person von Diesel wenig später sogar einer neuen Liga widmeten.

Der Rest der Card:

Eddie: Alle Kämpfe jetzt einzeln aufzuzählen wäre schier zu viel, aber der Ultimate Warrior war durchaus eine "Erscheinung" hier, die positiv auffiel, weil es einfach was anderes war. Steve Austin durfte seinen Aufstieg fortsetzen, das Camp Cornette konnte Yokozuna besiegen und Goldust und Roddy Piper wurden vom Helikopter verfolgt, kamen zur Halle zurück und fanden dennoch keinen Sieger. Anders als Luke Harper und Dean Ambrose bei Extreme Rules 2015. Ja, aber viel mehr gibt es schon nicht berichtenswertes.

Mathias Rekasch: Das Match zwischen Steve Austin und Savio Vega fand ich persönlich noch in Ordnung, da es natürlich kein Feuerwerk des Wrestling abfeuerte, aber ein hart geführtes und relativ spannendes Match gewesen ist, was nun nicht groß in Erinnerung bleiben wird, aber trotzdem seine Daseinsberechtigung hatte. Der Opener war wirklich mau und beim Rest kann ich mich Deinen Worten anschließen, wobei es wirklich erwähnenswert ist, dass der spätere COO hier doch in kürzester Zeit eine Niederlage gegen den Warrior einstecken musste.

Fazit

Eddie: Absolute One Match Show, nicht mehr und nicht weniger. Zudem kam nie das "Mania" Feeling auf. Hätte absolut jeder andere PPV auch sein können hier um ehrlich zu sein. Nur Shawns Entrance und sein Titelgewinn bleiben einem wohl ewig in Erinnerung, 5 Punkte.

Mathias Rekasch: Ja, das einzig absolut empfehlenswerte Match ist der Main Event, der für sich allein auch heute noch in meinen Augen 9 Punkte verdient. Da eine Show diesen Ausmaßes, aber breiter aufgestellt ist und der Co-Main Event nicht überzeugen konnte und mich ansonsten nur ein weiteres Match noch angemessen unterhalten hat, zieht der Rest die Punkte doch drastisch nach unten, wobei ich immer noch bei 6 Punkten lande, weil der Main Event für mein Fan-Dasein so schön war.

Die PPV-Gesamtwertung
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