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Inside The Cage Classics #80: Royal Rumble 1996 – The Heartbreak Kid did it again

Kolumne

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Published on:
07.04.2015, 15:05
Category:
Series:
Inside The Cage Classics (All entries of this article series)
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Das eher enttäuschende Wrestlingjahr 1995 liegt hinter uns. Unsere Kolumnentruppe hat die Lust am Wrestling glücklicherweise dennoch nicht verloren und startet auch in das Jahr 1996 hochmotiviert. Eddie hat sich diesmal JoMo als Partner an die Seite geholt. Wie der erste Pay Per View des Jahres 1996 bei den Beiden ankam, erfahrt ihr im Folgenden:

Erneuter Triumph von Shawn Michaels

JoMo: Der 96er Royal Rumble gefiel mir auf alle Fälle wieder besser als die Vorjahrsversion. Die Zeitintervalle zwischen den einzelnen Wrestlern wurden wieder erhöht und so wirkte das Ganze nicht mehr so hektisch. Letztlich konnte sich Shawn Michaels zum zweiten mal den Sieg sichern. Die Story um den Heartbreak Kid war gut aufgebaut. Owen Hart verpasste ihm storylinetechnisch eine weitere Gehirnerschütterung und selbst ein Karriereende stand zur Diskussion. Schließlich kehrte HBK kurz vor dem Rumble zurück und sicherte sich am Ende den Sieg, indem er seinen besten Freund Diesel via Sweet Chin Music eliminierte. Ansonsten feierte in diesem Match auch Steve Austin als The Ringmaster sein PPV-Debüt, konnte sich jedoch noch nicht nachhaltig einen Namen machen. Beeindruckend hingegen fand ich das Debüt von Vader, welcher direkt als potentielle Gefahr für alle bisherigen Topstars etabliert wurde. Vor allem seine zwischenzeitliche Zusammenarbeit und das spätere Aufeinandertreffen mit Yokozuna, was auch zum Ausscheiden der beiden Schwergewichte führte, fand ich klasse. Sehr gut fand ich auch die komplette Story rund um Hunter Hearst-Helmsley, welcher sich in der Pre-Show unfair gegen Duke Droese den Startplatz 30 sicherte und während des PPVs bestraft und als Erster ins Rennen geschickt wurde. Rundherum ein für mich sehr zufriedenstellendes Royal Rumble Match.

Eddie: Ja, allzu viel neues gibt es hier eigentlich schon auch nicht zu sagen. So ist es ein Rumble, wie man ihn sich einfach wünscht. Kleine Stories im Kampf, die ein oder andere Fehde beginnt hier unter Umständen sogar, andere Geschichten, wie die um Diesel und Shawn nehmen ihren Lauf und der Rumble ist jedes Jahr sowieso ein Highlight. Aber, und hier kommt für mich ein großes aber. Wer hätte hier bei der Besetzung denn überhaupt gewinnen sollen? Eventuell Vader als Überraschung, ansonsten natürlich Diesel, aber dann? Der Bulldog? Owen Hart? Yokozuna? Was ich damit ausdrücken will, ein starbesetzter Rumble war das hier nicht. Trotzdem hat man es wirklich geschafft ein schönes Match zu zeigen und am Ende hätte ich in der Tat damals eher mit Diesel gerechnet als mit HBK zum zweiten Mal in Folge.

Bret Harts glückliche Titleverteidigung

JoMo: Der eigentliche Main-Event der Veranstaltung war jedoch das Match zwischen dem amtierenden WWF World Heavyweight Champion Bret Hart und dessen neuen Herausforderer dem Undertaker. Bereits nach der Ankündigung des Matches war Diesel extrem wütend, da er noch kein Re-Match gegen den Hitman erhalten hatte. Im eigentlichen Match bekamen beide Akteure fast 30 Minuten Zeit, doch irgendwie wollte der finale Funke nie überspringen. Der Undertaker hatte nach dem Tombstone Piledriver den Titel eigentlich schon gewonnen, als plötzlich Diesel in das Match eingriff und den Sieg des Deadman verhinderte. Durch diesen Eingriff wurde natürlich direkt eine Fehde der beiden Big Guys aufgebaut. Zeitgleich bekam Diesel im Folgemonat endlich sein Titlematch und sah den Hitman wohl als leichteren Gegner. Die Rechnung hatte er hier aber wohl ohne den Undertaker gemacht, wie sich noch herausstellen sollte.

Eddie: Ohja, hier habe ich mich in der Tat gefragt, wie lange das schon geht und schockiert festgestellt als erst 15 Minuten vorbei waren, ich wusste ja wie lange der Kampf geht. Die Aussage "der Funke sprang nicht über" trifft das schon ziemlich gut. Denn wie man sich vorstellen kann, war das Match bei den Beteiligten alles andere als schlecht, aber es war auch einfach nicht wirklich gut. 10 Minuten weg vom Kampf und alles wäre wirklich super gewesen glaube ich. Und obwohl ich eigentlich kein Fan von DQ Finishes bin, war das ganze hier wirklich clever gelöst, denn so hat man zwei Stories verknüpft und sowohl für den Februar als auch für WrestleMania schon Kämpfe klargemacht. Nur hat man sich als Zuschauer wohl auch gefragt, wieso Diesel nicht etwas eher raus kam.

Ein Goldjunge überrascht den Bad Guy und was es sonst noch so gab

JoMo: Ich oute mich an dieser Stelle als großer Fan des anfänglichen Goldust-Gimmicks. Dustin Rhodes war hier eindeutig als Grenzgänger unterwegs und es machte einfach Spaß ihm bei seinen Versuchen das Gimmick immer weiterzuentwickeln zuzuschauen. Razor Ramon war von dieser Fehde bekanntlich kein Fan und musste hier prompt auch noch seine WWF Intercontinental Championship abgeben. Für mich ein richtiger Titelwechsel in einem durchschnittlichen Match um den Goldust-Charakter auch weiterhin zu pushen. Das WWF World Tag Team Title Match zwischen den Smoking Gunns und den Body Donnas war ganz nett und die Titelverteidigung passte ins Bild. Den Opener zwischen Ahmed Johnson und Jeff Jarrett fand ich jetzt wenig spektakulär. Es diente eigentlich dazu die Storyline weiter voran zu treiben, doch letztlich verließ Double J die WWF nach diesem PPV ja bereits wieder. Der Spot als Jarrett vom Top Rope sprang und Johnson die Gitarre über den Schädel zertrümmerte war natürlich schon sehr heftig für die damalige Zeit.

<Eddie: Ich muss sagen dass ich beim ersten sehen des Rumbles, und das war damals mit sieben Jahren, mit Goldust einfach nichts anfangen konnte. Das war einfach zu komisch (im Sinne von seltsam) und hatte bei mir keinen Funken Begeisterung regen können. Heute, wo ich für ITC die PPVs nochmal ansehe, merke ich aber wie gut das damals mit Goldi eigentlich gemacht wurde. Dass er ein guter Wrestler ist, steht wohl außer Frage, denn jeder der die frühe WCW oder auch heute WWE schaut, der merkt, was der Mann auf dem Kasten hat. Mit Razor als Gegner kann auch wenig schief laufen und so hat man ein wirklich schönes Match um den Midcard Titel direkt vorm Rumble, was wirklich zu unterhalten wusste. Das Tag Title Match hätte man auch um fünf Minuten kürzen können, das hat mir auch nicht unbedingt gefallen, allerdings war Sunny dann doch auch ein netter Anblick. Der Opener hat mir dann wiederum schon gefallen, einfach weil er kurz und knackig war, der Gitarrenschlag ist mir auch bis heute noch im Gedächtnis geblieben und den werde ich wohl auch nie vergessen.

Fazit

JoMo: Der PPV gefiel mir richtig gut. Besser als alles was es im Wrestlingjahr 1995 zu sehen gab. Die einzelnen Geschichten und Debüts im Royal Rumble Match wurden gut umgesetzt und auch die restliche Card bot solide Unterhaltung. Ich vergebe 7 Punkte.

Eddie: Dass der PPV besser war als das Jahr 1995 glaube ich steht außer Frage, wobei der Vorjahresrumble noch besser gewesen sein könnte, aber die liegen hier so ziemlich auf gleichem Level. Ich wurde hier, wie JoMo auch, gut unterhalten und vergebe ebenfalls 7 Punkte.

Die PPV-Gesamtwertung

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