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Inside The Cage Classics #9: WWF Royal Rumble 1989 – Die Explosion der Mega Powers rückt näher

Kolumne

Article information
Published on:
19.11.2013, 12:15
Category:
Series:
Inside The Cage Classics (All entries of this article series)
Author(s):
Mit der neunten Ausgabe der Inside The Cage Classics brechen wir auch ein neues Wrestlingjahr an. Im jahr 1989 warten erstmals 4 PPVs auf uns und beginnen möchten wir mit dem WWF Royal Rumble 1989, welcher in diesem Jahr erstmals als Pay Per View ausgestrahlt wurde. Eddie und JoMo haben sich diesmal wieder als Kolumnisten zur Verfügung gestellt. Ob der PPV den Beiden gefallen hat erfahrt ihr im Folgenden.

Streit im Royal Rumble Match und ein fragwürdiger Sieger

JoMo: Die Bedeutung des Royal Rumble Matches war damals noch wesentlich geringer, als in der heutigen Zeit. Es gab kein Title Match bei WrestleMania oder sonstige Trophäen zu gewinnen. Die Geschichte des Royal Rumbles war natürlich die sich weiterhin ausbauenden Differenzen der Mega Powers, welche letztlich ja auch zum Split führen sollten. Die Elimination von Randy Savage durch Hulk Hogan war aber wirklich gut gemacht. Man war sich nicht zu 100 % sicher, ob es nun ein Versehen war oder ob doch eine gewisse Absicht dabei war. Dem Hulkster sollte es letztlich eher schaden als helfen, denn er war wenig später der Überlegenheit beider Twin Towers ausgesetzt und schied für mich etwas überraschend ebenfalls aus. Dass der Hulkster dies nicht auf sich sitzen lassen konnte, war natürlich klar. Er eliminierte nach seinem Ausscheiden noch den Big Boss Man. Dafür wurde er dann auch noch bejubelt. Die Fans der 80er Jahre waren eben schlicht. Weitere nette Storylines im Royal Rumble Match waren z. B. der Einsatz von Damien durch Jake Roberts, wodurch sich Andre The Giant selbst eliminierte oder die komplette Geschichte rund um Ted DiBiase, welcher Slick die Startnummer 30 abkaufte. Etwas störend empfand ich dagegen den Gewinner. Big John Studd war für mich kein guter Wrestler und definitiv kein Main-Event-Material. Was den Sieg noch merkwürdiger macht, ist dass Big John Studd danach keine Rolle mehr in der damaligen WWF spielte. Bei WrestleMania V trat er nur als Special-Referee auf. Eine Entscheidung, die ich mir bis heute nicht erklären kann.

Eddie: Big John Studd hat wohl nach diesem Rumble Backstage irgendetwas verbrochen. Ich bin da ebenso ratlos warum BJS dieses Match für sich entscheiden konnte. Wobei man immerhin glaubwürdig verkauft hat, dass man ein großer, starker Mann sein muss, um das Match gewinnen zu können. Denn die einzige wirkliche Elimination, bei der ein kleinerer Wrestler den Größeren eliminieren konnte, war als Rick Martel den Barbarian aus dem Ring beförderte. Ansonsten war die Geschichte um Hulk und Randy simpel, logisch und einfach nur großartig. Aus Versehen (oder eben auch nicht?) wirft er Randy gleichzeitig mit Bad News Brown aus dem Ring, sehr stark. Ich fand das Match in der Nachbetrachtung gut, aber bei Weitem nicht so stark wie spätere Rumbles.

Der Posedown

JoMo: Ich denke, dass dieser Posedown hier wirklich schwer zu bewerten ist. Ich selbst bin kein großer Fan vom Ultimate Warrior. Rick Rude hingegen war für mich ein sehr solider Upper Midcarder mit Potential nach oben. So ein Posedown ist möglicherweise ein nettes Segment in einer TV-Show, doch bei einem PPV hat das eigentlich nichts zu suchen. Man mag nun wieder bedenken, dass die TV-Shows damals noch keinen großen Stellenwert hat, doch dennoch kann ich mich mit dem Posedown auf einer PPV-Card nicht anfreunden. Die einzelnen Vorführungen der Beiden habe ich dann sogar gespult und war froh, als das ganze Szenario endlich vorbei war.

Eddie: Ich bin ganz ehrlich. Als Kind habe ich mir das angesehen und es war akzeptabel. Aber heute habe ich es geskipped. Ich brauche so einen Posedown bei einem PPV einfach nicht, wie JoMo eigentlich schon hinlänglich erklärt hatte. Aber es war eben ein Aufbau für die Mania.

Ein abwechslungsreicher Opener

JoMo: Den Opener fand ich durchaus ansprechend. Mit der Hart Foundation stand eines meiner Lieblingsteams der 80er Jahre im Ring und auch Jim Duggan funktionierte damals als Charakter hervorragend. Die Fabulous Rougeaus haben mich beim Ansehen ihrer Matches während der bisherigen Inside The Cage Classics Reihe auch sehr überzeugt und somit war als eher negativ aufstoßender Teilnehmer nur Dino Bravo im Kampf enthalten. Die Two ouf of Three Falls-Regel brachte auch eine nette Facette ins Match. Der Sieg der Publikumslieblinge war letztlich folgerichtig um die Stimmung unter den Zuschauern anzuheizen. Kann man so machen!

Eddie: Ich hab den Opener früher, als auch heute sehr abgefeiert. Sehr klassisch, dass die Heels den ersten Fall holen, dann kam das Comeback der Faces und der abschließende Sieg. Storytelling auf die einfachste Art und Weise und technisch einwandfrei. Ich mag sogar alle sechs im Ring sehr gerne (zur damaligen Zeit) und habe hier einfach nichts auszusetzen. Die knapp 18 Minuten spürt man überhaupt nicht. Eher im Gegenteil. Man denkt das Match lief wesentlich kürzer.

Der Rest und ein kurzes Wort zum Konzept selbst

JoMo: Das zweite und dritte Match des Abends waren eher kontraproduktiv. Das World Women's Title Match war halt da, aber schon fast ein Vorspulgrund. Auch der Kampf der Könige zwischen Haku und Harley Race traf nicht wirklich meinen Geschmack und so war die Card zwischen Main-Event und Opener doch eher mau. Diesen Absatz möchte ich auch noch kurz einmal nutzen um mich als Riesen-Fan des Konzeptes hinter dem Royal Rumble Match zu outen. Ich freue mich jedes Jahr im Grunde sogar mehr auf den Royal Rumble, als auf WrestleMania. Es gab über die Jahres einige herausragende Royal Rumble Matches und dazu kommen wir hier ja sicher noch.

Eddie: Die zwei Kämpfe noch in 15 Minuten abzufertigen kann man so machen, aber es waren qualitativ einfach keine guten Aufeinandertreffen. Das Match der Könige und das Ladies Match, hätten besser sein können. Genug davon, nun zum Konzept. Der Rumble ist auch für mich eines der Highlights des Jahres. Das Rumble Match selbst gibt es nur einmal im Jahr und ist aufgrund der einzelnen Eliminations immer sehr kurzweilig. Das Rahmenprogramm schafft es auch meistens, mich zu unterhalten und ich hoffe, dass der Rumble (sowie alle weiteren der Big Four) auf ewig erhalten bleibt.

Fazit

JoMo: Solide Kost. Das Royal Rumble Match hatte einige nette Storylines, nur der Sieger war eindeutig fehl am Platz. Der Opener machte einen sehr guten Eindruck, dafür war der Posedown ein kompletter Griff ins Klo. Somit pendeln wir uns letztlich irgendwo in der Mitte ein. Sagen wir solide 5 Punkte.

Eddie: Solide trifft es ganz gut. Ich gebe aber sogar noch einen Punkt mehr. Klar gab es in der Mitte viel für den Fast Forward Knopf auf der Fernbedienung, doch gerade der Opener und Mainer haben mich sehr gut unterhalten und ich fand dass es schlicht und ergreifend gepasst hat.

Die PPV-Gesamtwertung

Platz 1:
Survivor Series 1987: 7.0 (Eddie: 7.0, JoMo: 7.0)
WrestleMania III 7.0 (JoMo: 7.0, Mathias Rekasch 7.0)

Platz 3:
WrestleMania I: 6.0 (Eddie: 7.0, JoMo: 5.0)

Platz 4:
WrestleMania IV: 5.5 (Eddie: 5.0, Mathias Rekasch: 6.0)
Royal Rumble 1989: 5.5 (Eddie: 6.0, JoMo: 5.0)

Platz 6:
Survivor Series 1988: 5.0 (JoMo: 5.0, Mathias Rekasch: x.x)
Summerslam 1988: 5.0 (Eddie: 6.0, JoMo: 4.0)

Platz 8:
WrestleMania II: 4.0 (Eddie: 4.0, JoMo: 4.0)

Platz 9:
The Wrestling Classic: 1.5 (JoMo: 1.0, Mathias Rekasch 2.0)
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